Westlich der  Saiyidna el-Husain-Moschee, auch "Freitagsmoschee" genannt, erstreckt sich der größte orientalische Basar im Nahen Osten, der Khan el-Khalili mit seinen Gewirr von kleinen Gassen und Plätzen. Er besteht seit mehr als 600 Jahren. Emir Dschaharek el-Khalili, der Sohn von Sultan Barkuk, ließ hier an diesem Ort 1382 eines der größten Handelshäuser erbauen.  Schon im 12. Jahrhundert war Kairo bereits zum Hauptumschlagsplatz für Waren aus Europa und den Ländern Asiens geworden.

Heute ist der Khan el-Khalili mit seinen Gewirr von Gassen und Lädchen, in denen es nach Gewürzen wie Zimt und Muskatnuss oder ofenfrisches Fladenbrot und verführerischen Düften aus den kleinen Parfumgeschäften duftet, ein orientalisch, bunter Basar sowohl für Touristen wie auch für Einheimische. Allerdings handelt es sich bei den hier zu kaufenden Parfümessenzen in der Mehrzahl um synthetische Stoffe, wie man sie auch in den Parfümerien in Assuan angeboten bekommt.

Der Basar bietet den Touristen ein reichhaltiges Warenangebot wie hier Kleidung und Tücher aller Art.

 Die Gasse mit Obst- und Gemüseangeboten

Der Khan el-Khalili hat ein reichhaltiges Warenangebot, welches von pharaonischen Souvenirs wie kleinen Statuen, glücksbringenden Amuletten  oder Papyries mit Darstellungen aus dem alten Ägypten ebenso aufwartet wie mit Wasserpfeifen, Schachspielen aus Alabasta, Gold- und Silberschmuck und Kleidung. 

Im 12. Jh. waren die Gassen im Khan el-Khalili nach Waren und Handwerkszunft getrennt. Auch heute heißen die kleinen Gassen noch Eisenwarengasse, Silbergasse, Kupfergasse, außerdem findet der Besucher einen  Gewürzbasar und den Stoffmarkt. 

Für die Erkundung des Basars benötigt man viel Zeit. Man kann Stunden damit verbringen, von einer Gasse in die andere zu schlendern, einen Blick auf die kleinen Lädchen im Suq en-Nahasin mit seinen Kupfer- und Messingwaren zu werfen oder im Gewürzmarkt an den verschiedenen Ständen zu verweilen um dort etwas mit einigem Geschick beim Feilschen zu kaufen.

 

Der Basar mit seinem Gewirr von kleinen engen Gassen

Im Gebiet um den Gewürzmarkt wuchs der berühmte Literatur-Nobelpreisträger Nagib Mahfus auf, der 1988  in einem seiner Romane das Leben in den Straßen der islamischen Altstadt von Kairo beschreibt. Hier in dieser Gegend hat sich noch viel von dem orientalischem Flair der in dem Buch beschriebenen Straßen erhalten. 

Empfehlenswert ist auch ein Besuch im ältesten Kaffeehaus der Stadt, das " el Fishawi", welches im Herzen des Khan el-Khalili liegt. Hier kann man eine Wasserpfeife probieren oder einen der wohlschmeckenden Tees trinken, die Zeit vergessen und in die Welt des Orients eintauchen. 

Im "el Fishawi" liegen die alten Gästebüchern aus zum Stöbern, wo man auf die Namen einiger großer Dichter stößt, eben auch dem von Nagib Mahfus, der hier früher regelmäßig anzutreffen war, wie auch z. B. der von Jean Paul Sartre und Simone de Beauvoir. 

 

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 - Nationalmuseum Kairo -

  Zitadelle und Alabasta-Moschee

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