| Beamte
Sesostris II Djehuti-hotep II (el-Bersha) |
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(Quellen Quellen und Literatur-Angaben am Ende dieser Seite - nummerierte
Verweise im Text)
PM = Porter & Moss, Topographical Bibliography of Ancient Hieroglyphic Text,
Reliefs and paintings 1927-1952
(Anmerkungen und Verweise in Klammern im Text - siehe unten bei Literatur und
Quellen).
Über den Hofstaat von Sesostris II. ist wenig
bekannt. Im Gegensatz zu seinem Nachfolger pflegte Sesostris II. gute
Beziehungen zu den verschiedenen Nomachen oder Provinzgouverneure Ägyptens.
Diese ware fast so wohlhabend wie der König. Sein Jahr 6 ist in einem Wandbild
aus dem Grab eines lokalen Nomarchen mit Namen Chnumhotep II. in Beni Hasan
belegt.
| Djehuti-hotep |
Djehuti-hotep war der letzte lokale
Gaufürst in Deir el-Berscha, der dort ein Grab besaß. Er bekleidete während
der Regierungszeit von König Amenemhet II, Sesostris II. und Sesostris III:
das Amt eines Großen Gauoberhauptes im 15. Oberägyptischen Hasengau und war
damit einer der mächtigsten Nomarchen des Mittleren Reiches. Djehuti-hotep
entstammte aus einer lokalen Fürstenfamilie. Seine Mutter trug den Namen
"Sat-cheper-ka" und sein Vater war ein Beamter mit dem Namen "Kay" und war
ein Bruder des lokalen Fürsten Djehuti-nacht (VI.)
Djehuti-hotep bezeichnete sich selbst als "Kind des Königs" - gemeint ist
damit König Amenemhet II., an dessen Hof er mit den königlichen Kindern
erzogen wurde. Djehuti-hotep war Vater von acht Kindern, drei Söhne und fünf
Töchter. Der älteste Sohn hieß "Shemsu-chau-ef" und wird öfters im Grab
seines Vaters Nr. 2 erwähnt. Die beiden jüngeren Söhne hießen
"Sesostris-anch" und "Nehery" und die Namen der drei ältesten Töchter waren
"Nub-unut", "Sat-cheper-ka" undd "Sat-hedj-hotep".
Unter König Sesostris II. gelangte Djehuti-hotep in die Position eines
"vertrauten Freundes" und war auch noch unter König Sesostris III. in seinen
Ämtern, in dessen Regierungszeit er wohl dann auch verstarb. An der Fassade
seiner Grabanlage stehen seine Titel:
Bürgermeister (Hatia)
Vorsteher der Priester
Großes Gauoberhaupt des Hasengaus
Erbfürst, Bekannter des Königs
Kurier des Königs in allen Fremdländern,
Chef der hohen Ämter
Großer der Fünf im Tempel des Thot
Verwalter der beiden Throne
Oberster der Geheimnisse des Tempels u. a.
Schon der Großvater von Djehuti-hotep (II.) väterlicherseitsmit dem Namen "Nehery" amtierte als Großes Gauoberhaupt im Hasengau. Der Vater von Djehuti-hotep mit dem Namen "Kay" war Vorsteher der Pyramidenstadt von Sesostris II. sowie Oberster Priester. Da Kay durch sein Amt an die Grabanlage von Sesostris II. gebunden war, wurde er wohl nicht Nachfolger seines Vaters Nehery im Amt des Gaufürstens. Über die Abstammung von Djehuti-hoteps Mutter "Sat-cheper-ka" ist nicht bekannt. Seine Gemahlin hieß "Hathor-hotep" und sie trug den Titel Herrin des Hauses und Priesterin der Hathor. Der Name ihrer Eltern ist leider in keinem Dokument erhalten geblieben.
Die Nekropole der mächtigen Gaufürsten des Hasengaus lag etwa 10 km südlich der ehemaligen Hauptstadt des Gaues namens "Chenenu" (die Stadt der Acht), dem heutigen Ashmunein, das sich in einem schroffen Tal auf der Ostseite des Nils befindet. Die Nekropole wird heute "Deir el-Bersche" genannt.
Zu erreichen ist das Grab Nr. 2 über eine
abfallende Straße, die früher von Statuen gesäumt war und zu einer Plattform
führte, von der aus auch die weiteren Gaufürstengräber in die Klippe
gemeißelt wurden. Die Grabdekoration ist von hervorragender Qualität.
Ausführender Künstler (Hauptdekorateur) war ein Mann mit dem Namen
"Amenaanchu"und Direktor der Arbeiten war ein Mann mit dem Namen "Sep", Sohn
von Ab-kaou.
Das
Grab ist in seiner Gestaltung vergleichbar zu den Gräbern von Beni Hasan.
Die Grabkapelle hoch auf dem Nordhügel enthält einige der schönsten
Dekorationen des Mittleren Reiches in Farbe und Relief, die jedoch leider
durch spätere Steinbruchaktivitäten, Erdbeben und Vandalismus recht schwer
beschädigt wurden.
Das Grab ist berühmt für die in der ägyptischen Kunst einzigartige Darstellung des Transports einer kolossalen Sitzstatue des Grabherrn aus den Alabastersteinbrüchen von Hatnub. Die Statue befindet sich auf einem Schlitten, der auf einer extra prägarierten Gleitbahn von Arbeitern-Kolonnen gezogen wurde. In den Darstellungen ist zu erkennen, dass die Arbeiter die Gleitbahn für den Transport anfeuchten.
Als Belohnung für seine Treue zum König erhielt Djehutihotep II. die königliche Erlaubnis, in der Nekropole Deir el-Berscha ein prächtiges und geräumiges Grabmal zu errichten und eine große Sitzstatue von sich aus einem einzigen Alabasterblock aufzustellen. Ein Fresko aus seinem Grab, das erhalten geblieben ist, zeigt seine Untertanen, wie sie diese Statue aus den Alabastersteinbrücken von Hatnub zum Grab des Gaufürsten am Nilufer transportieren (von der Statue selbst wurden bislang keine Spuren gefunden). Die Forscher schätzen, dass diese Statue etwa 60 Tonnen schwer war und 13 Ellen (also 6,50 m hoch) war. Die Darstellung an der Wand der Grabkammer zeigt den Gaufürsten selbst, der der Statue folgt, begleitet von Verwandten, Priestern, Fächerträgern, Kriegern und Waffenträgern sowie dem Bildhauer der Statue, Sepi, dem Sohn des Nacht-aanch, der den Transport überwachte.
| Das Grab |
Wiederentdeckt wurde die Anlage durch zwei Marineoffiziere im Jahre 1817, Captain Mangles und Lieutenant Irby. Danach wurde die Darstellung des Transports der Statue von Bankes und Beecheys mehr recht als schlecht kopiert. 1832 wurde eine weitere - diesmal korrekte Kopie dieser Darstellung durch Rosselini angefertigt. Nestor de I'Hote machte über das Grab wertvolle Notizen, die sich heute in der Nationalbibliothek in Paris befinden. Auch Wilkinson und nach ihm Richard Lepsius machten Aufzeichnungen und Bilder der Grabdekoration. Major Brown hatte dann die ausgezeichnete Idee, die Wanddekorationen zu fotografieren - zum Glück noch vor den mutwilligen Zerstörungen durch einheimische Plünderer und Kunsträuber. 1891 wurde die Grabanlage dann von Percy E. Newberry restauriert und publiziert (El-Bersheh, Bd. I.: The tomb of Tehuti-hetep. Egypt Exploration Society, London 1895). Seine Zeichner waren der damals ersst 17jährige Howard Carter und Marcus Blackden. Die 1894 erschienene Publikation gilt bis heute als Standardwerk zu diesem Grab. Seit 2017 hat ein Team der KU Leuven (Belgien) eine epigrafische Aufnahme des Grabes von Djehuti-hotep in Deir el-Bersche initiiert.
Die gesamte Grabanlage wurde bereits in der Antike durch ein Erdbeben stark in Mitleidenschaft gezogen, dabei brachen auch die beiden Palmstammsäulen, welche das Dach des Portikus stützten und dieses brach dann zusammen. Weiteren Schaden nahm die Anlage durch neuzeitliche Grabräuber, welche die Grabdekoration brutal aus den Wänden schlugen. Das Grab von Djehuti-hotep war das größte von allen, die man in der Nekropole von Deir el-Bersha gefunden hatte. Das Grab wurde endgültig erst unter der Regierung von Sesostris III. - also nach demTod von Djehuti-hotep - vollendet. In christlicher Zeit diente das Grab als Einsiedelei oder frühe koptische Kirche, wie mehrere Kreuze an den Wänden belegen.
Die gesprenkelte, marmorähnliche Fassade der Grabanlage muss in der Antike mit den beiden Säulen und den Architraven sehr beeindruckend ausgesehen haben. Sie war rosa mit hellgrünen Elementen bemalt um Rosengranit zu imitieren. An den Seiten wurden Inschriften mit den Namen von drei Königen (Zeitgenossen des Djehutihotep) gefunden. Die Hieroglyphen waren in grüner Farbe gemalt. Heute ist von der Anlage nur noch die Vorkammer und die Hauptkammer und eine Nische vorhanden. Die neueren Restaurierungsarbeiten der Universität Louvain zeigen, dass einst eine Kalksteinmauer existierte.
Das Grab besteht aus zwei Kammern, wobei die vordere eingestürzt ist (siehe Bild weiter unten). Die hintere Kammer enthält auf seiner linken (westlichen) Seite die berühmteste Darstellung der Nekropole: den Transport einer Großstatue. Ebenfalls dekoriert sind die Rückwand der hinteren und Teile der vorderen Kammer.
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| Grabplan von
Deir el-Berscha Nr. 2 - Grab Djehutihotep II. Zeichner: Newberry, Percy E. - public domain 1895 |
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Plan Grab Djehutihotep - el-Bersha Nr. 2 nach Porter & Moss Portikus PM 1-2: Türpfosten PM 3: linke Seite des Portikus - noch vor der Säulenstellung PM 4: rechte Seite des Portikus - noch vor der Säulenstellung PM 5: rechte Wand: Jagdszenen in Netzgehege vor dem Grabherrn PM 6: Rückwand rechts: Grabherr und Familie b. Vogelfang PM 7: Rückwand Portikus: Grabherr in Nachen mit Familie PM 8-9: Zugang zur Halle, Türsturz und Pfosten mit Resten von Text. Auf Türpfosten jeweils Figur von Grabherrn PM 10-11: Durchgang der Tür links und rechts: Name und Titel des Grabherrn. Halle PM 12: rechter Teil der Eingangswand - Grabherr bei der Reinigung durch seine Söhne, mit Unterregistern PM 13: linker Teil der Eingangswand: stark zerstört - Grabherr in Festkleidung mit Söhnnen und Priestern PM 14-15: berühmte Szene mit Transport der Statue (siehe oben) PM 16: unteres Register: Männer fischen mit Netz und der Grabeigentümer mit seiner Gemahlin beim jagen von Geflügel mit Netzen; 4 Register mit Schlepp-Booten, die eine Dahabija ziehen. sowie die Viehzählung vor dem Grabherrn. |
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PM 1-2 Linker
Türpfosten am Eingang zum Grab von Djedhutihotep (die roten, großen
Kreuze über der Inschrift und dem Bild des Grabeigentümers unten,
sind Vandalismus aus der christlichen Zeit) Die Inschriften bestehen aus einer Liste der zivelen und religiösen Titel von Djehutihotep, der unten auf dem Pfosten abgebildet ist. Lizenz: CC BY-SA 3.0 Bildautor: Khnmer heute: Nationales Archäologisches Museum Florenz, Nr. 7596 - durch Schiaparelle 1891-1892 |
| PM 17-18:
oberstes Register - der Verstorbene und sein Sohn (über der Tür zum
Schrein) beim Vogelfang mit eínem Schlagnetz. Beide Männer halten das
Schlagnetz in ihren Händen. Die Ehefrau Hathorhotep steht bei dem Netz (oben links - in einem verkleinerten Format) und hat den Auftrag, das Signal zum Schließen des Netzes zu geben. 2. Register: Fische fangen, 3. Register: drei Reihen Leute beim Füttern, Kochen und Herbeibringen von Kranichen und Gänsen. PM 18: die Zugangstür zum Schrein PM 19: (8 Register - das oberste ist zerstört) die Rückwand rechts des Zugangs. - rechter Teil der Rückwand: Herbeibringen von Fisch und Geflügel zum Grabherrn und einer Tochter, die hinter ihm steht (mit Bediensteten). PM 20-21: die rechte Seitenwand der Halle (Ostwand): Reste von landwirtschaftlichen Szenen, aber auch handwerkliche Szenen wie Töpfern und Gärtnern sowie Winzer bei der Arbeit und weibliche Spinnerinnen und Weber bei der Herstellung von Stoffen. Hier befand sich auch die Szene mit den Töchtern (oder Familienangehörigen), auf der linken Seite der Wand, die heute im Brit. Museum sind. Ganz links stand nach rechts gewandt, in großem Format der Grabherr, der sich auf einen langen Stock stützt - vor ihm - in einem kleineren Format seine Gemahlin. PM 22+24: der Schrein: linke Seitenwand mit 5 Registern: An der linken Wand ist rechts großformatig der sitzende Grabherr vor dem Speiseopfertisch zu sehen. Die Szenen auf beiden Seitenwänden sind fast identisch. Das 1. Register ist fast vollständig zerstört. Die restlichen Register zeigen auf beiden Seiteenwänden Bestattungsrituale und Opferbringer vor dem Verstorbenen. PM 23: die Rückwand des Schreins: Oben an der Schreinrückwand berfinden sich zwei Inschriften, die linke bezieht sich auf den Grabherrn, die rechte auf seinen Vater Kay. Unterhalb des Textes stehen sich Vater und Sohn gegenüber. |
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Rückwand des Schreins: Vater und
Sohn stehen sich gegenüber -
Links: Worte
gesprochen von Djehutyhotep: "Er sprach vor seinem Vater […], von dem er kam. Ist das nicht wirklich ein Lob von meinem Vater und vor meinem Gott, dass er seinen Sohn als Bürgermeister seiner Stadt und Großes Oberhaupt des Hasengaues einsetzen sollte, als Nachfolger desjenigen, der ihn gemacht hat. Als ältester Sohn meines Vaters setzte er mich als Bürgemeister seiner Stadt ein, den Erbprinzen, den Kontrolleur der beiden Throne, den Großen der fünf, den Großen Gaufürsten des Hasengaus. Kay's Sohn Djehutyhotep".
Rechts: Worte
gesprochen von Kay: |
Der Portikus mit
zwei Säulen:
Nur zum Teil konnte die Wanddekoration des
Portikus restauriert werden. Zu sehen waren Darstellungen der Jagd und des
Fischfangs, aber auch militärische Szenen. In den Inschriften der Vorkammer
werden die drei Könige genannt, unter deren Regierung Djehuti-hotep II.
lebte. Hier befinden sich auch die Namen des Architekten, einem gewissen Sep
(Sohn von Ab-kau) und des ausführenden Künstlers "Amenauchu".
Nach dem Zusammenbruch der Decke liegen im Portikus große Steinblöcke auf dem Boden verstreut. Die Decke war einst blau angemalt - mit einer Anordnung von gelben, vierblättrigen Moltiven. Die linke Seite des Portikus ist heute fast vollständig zerstört, deshalb gibt es nur Vermutungen über die Darstellungen. Vermutlich enthielt die linke Seitenwand Schlachtszenen und Darstellungen von Ringern, ähnlich denen in den Gräbern von Beni Hasan aus derselben Zeit.
Auf der rechten Seitenwand der Vorkammer (Portikus) befindet sich eine bemerkenswerte Jagdszene, deren Farben aber leider nicht mehr erhalten sind. Links steht der Grabherr, der sich nach rechts wendet und sich auf seinen langen Amtsstab stützt. Er ist in ein enganliegendes Gewand gekleidet und blickt auf das in der Wüste liegende Jagdrevier, welches mit Tieren und Menschen gefüllt ist, aber in einem bedeutend kleineren Maßstab ausgeführt ist, als die Darstellung des Grabherrn selbst. Djedhuti-hotep beobachtet in dieser Szene eine große Vielfalt an Antilopen, Gazellen, Oryx, Büffel und Steinböcke - auch ein Löwe ist zu sehen, aber auch Kleingetier wie Stachelschweine oder Hasen. Es wird gezeigt, wie die Jäger mit Pfeil und Bogen jagen - andere fangen die Wildtiere mit dem Lasso. Durch die Inschriften wissen wir, dass drei der Jäger Söhne des Grabeigentümers sind. Soldaten mit Straußenfeldern in dene Haaren treiben im untersten Register der Wand die Wildtiere in ein Gehege. Die gesamte Szene wird links und rechts mit Absperrnetzen begrenzt.
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Portikus - rechte Wandseite Umzeichnung: Percy E. Newberry - public domain Rechte Wandseite der Vorkammer mit einer Jagdszene - leider waren die Farben nicht mehr erhalten. Links im Bild steht der Grabherr, der sich nach rechts wendet und sich auf seinen langen Amtsstab stützt. Er ist in in ein enganliegendes, langes Gewand gekleidet und blickt auf das in der Wüste vor ihm befindliche Jagdrevier, das mit Tieren und Menschen gefüllt ist. Die gesamte Jagdrevier-Szene wird links und rechts von Absperrnetzen begrenzt. |
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| Vorderer (eingestürzter) Portikus | Linke Seite der Rückwand im Portikus |
| “Courtesy of www.meretsegerbooks.com”. | Bild:
DeirBershaDjehutihotep.jgp Autor: Roland Unger, Wikipedia, 22. Febr. 2007 Lizenz: CC BY-SA 3.0 |
Die Rückwand des Portikus:
Rechte Hälfte der
Rückwand:
Unterhalb des Checkerfries (oben an der Wand) befinden sich 8 Kolumnen mit
Text - darunter befindet sich eine Darstellung des Grabherrn in
Schrittstellung und doppelt so groß wie die anderen Protagonisten, der nach
links gewandt ist und in einem Papyrusboot stehend bei der Vogeljagd mit
einem Wurfholz im Papyrusdickicht zu sehen ist. Mit der anderen Hand hält er
zwei Vögel an ihren Füssen fest, die wohl als Lockvögel dienen sollten. Vor
Djehutihotep steht eine Frau (evtl. seine Gemahlin ?) in einem kleineren
Format, die ihm ein weiteres Wurfholz reicht. In der anderen Hand hält sie
wohl ein Pflanzeszepter. Eine weitere Frau oder Mädchen (?) sitzt zu seinen
Füssen und hält sich einer Hand an dem Fuss des Gaufürsten fest (evtl. eine
Tochter?). Der Teil links vom Gaufürsten, der einst den Papyrussumpf zeigte,
ist heute leider verloren. In den unteren Registern der Wand sind drei
weitere Boote zu sehen, die in der Luft zu schweben scheinen, da die einst
darunter befindliche Wasserfläche heute ebenfalls verschwunden ist. Die
ganze Darstellung zeigt also die Vogeljagd in den Sümpfen an dem auch die
Familie des Grabeigentümers teilnahm.
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Umzeichnung Relief - Rückwand rechter Teil der Rückwand - Umzeichnung: Percy E. Newberry - public domain In der rechten Hälfte der Portico-Rückwand - unterhalb der Inschrift oben an der Wand befindet sich die Darstellung des Grabherrn, der in einem Papyrusboot steht und Vögel jagd. Ihm zu Füssen steht wahrscheinlich seine Gemahlin und hinter seinem Bein sitzt eine seiner Töchter (baeide in einem kleineren Format wie der Grabherr). |
Die linke Hälfte
der Rückwand:
Auf der linken Seite des Durchgangs zur Hauptkammer (Grabkapelle) ist eine
antihetische Szene wie die auf der rechten Seite zu sehen. Hier steht wieder
der Grabherr - diesmal aber nach rechts gewandt - in einem Papyrusboot. Hier
hält er aber eine Hapune in den Händen mit der er die Fische speert. Ebenso
wie auf der linken Seite hockt vor ihm - in einem kleineren Format - seine
Gemahlin, die ihm diesesmal eine weitere Hapune reicht. Zwischen seinen
Füßen hockt auch diesesmal eine junge Frau oder ein junges Mädchen (evtl.
seine Tochter) und darunter sind auch hier wieder drei Papyrusboote zu
sehen, die mit Fischer besetzt sind.
Mitte der
Rückwand mit dem Durchgang
Hier befindet sich der Zugang zur Grabkammer (Kapelle oder Halle).
Die Dekoration des Türrahmens ist heute stark zerstört. Zwei
Inschriftenzeilen gefinden sich über dem Türdurchgang, wovon aber nur das
rechte Ende in situ erhalten geblieben ist. Im Feld darunter befand
sich einst ein breites Register, von dem nur die Überreste einer Figur
übrigblieb. Auf den Türpfosten befinden sich vier Textkolumnen, darunter war
jeweils der stehende Grabherr mit einem Sechem-Szepter und einem langen Stab
in den Händen dargestellt.
Der Kapellenraum
(hintere Haupthalle)
Ein schmaler
Eingang führt von der äußeren Kammer (Vorkammer) in die innere Haupthalle,
die rechteckig ist (7,6 m lang, 6,10 m breit und 4,10 m hoch). Die Wände der
Haupthalle sind mit Darstellungen und Fresken bedeckt. An der Innenwand der
Fassade - links vom Eingang befindet sich die berühmte Szene des Transports
einer großen Alabaster-Sitzstatue des Djehutihotep (Koloss auf einem
Schlitten). Rechts sieht man eine Szene der Nilfahrt und die Darbringung des
jährlichen Rindertriebs. Die Innenwand zeigt den Grabherrn Djehutihotep mit
seiner Frau und einem seiner Söhne bei der Jagd auf Wildvögel mit einem
Netz. Der Gaufürst beobachtet die Fischer beim Einholen der Netze an Land
und nimmt die gefangenen Vögel und Fische entgegen. Die Decke des
Kapellenraumes ist - ebenso wie im Portikus blau mit gelben
vierblättrigen Motiven bemaldt. Sie hat stark unter den Folgen des Erdbebens
gelitten, ein Teil der Deke ist zu Boden gefallen. In der Mitte der Decke
verlief ein Hieroglyphenband, das von der Rückwand bis zum Eingang reichte.
Links und rechts dieses Bandes befindet sich ein Karomuster, bestehend aus
schwarzen und gelben Quadraten. Oben an den Wänden befindet sich ein
Cheker-Fries, unter dem sich die Farbleiter befindet.
In der Mitte der Rückwand des Kapellenraumes führen Stufen zu einer 1,26 m breiten Kapellennische hinauf, die eine Tiefe von 2,50 m und eine Höhe von 2,48 m hat.
Ein Großteil der rechten Wand wurde durch das Erdbeben in Fragmente zersplittert, die aber vermuten lassen, dass sie einst Mitglieder der Familie des Gaufürsten sowie seine Sklaven und Diener bei landwirtschaftlichen Arbeiten und Arbeiten im Garten der Residenz und anderen alltäglichen Tätigkeiten zeigten (Quelle: Percy F. Newberry 1895).
Rechte Seite der Eingangswand: (PM 12)
Die Szene auf der rechten Seite der Eingangswand
in die Halle zeigen den Grabherrn- mit Perücke, einem Kinnbart und einem
breiten Kragen um den Hals sowie mit einem kurzen plissierten Schurz
bekleidet, bei der rituellen Reinigung durch zwei seiner Söhne (die in
verkleinertem Maßstab dargestellt sind). Sie gießen Wasser aus großen Vasen
über den Grabbesitzer, der hier aufrecht stehend und mit herabhängenden
Armen dargestellt ist. Hinter den Söhnen steht jeweils ein weiterer Mann,
der einen großen Becher mit unbekanntem Inhalt in seinen Händen hält. Evtl.
handelt es sich hier um Weihrauch oder einer anderen wohlriechenden
Substanz. Über Djehutihotep stehen seine Titel und sein Name.
Unterhalb dieser Szene befinden sich jeweils drei leinere Register, von denen das mittlere auf der rechten Seite der Wand zerstört ist. Ein weiterer Teil des unteren Registers der rechten Seite wurde 2015 von modernen Grabräubern gestohlen. Jedoch hat sich die Figur eines Dieners, der eine Truhe herbeibringt erhalten. In den fast identischen Registern auf der linken Seite vom Eingang befinden sich im oberen drei Textkolumnen und links dahinter ein Vorlesepriester. Im Register darunter stehen zwei Männer mit unbekannter Funktion. Im untersten Register ist widerum ein Mann dargestellt, dessen Tätigkeit ebenfalls unbekannt bleiben muss.
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Gestohlenes Relief aus dem
Djehutihotep-Grab in El-Bersha (Quelle: Selket's Ägypten) Im Mai 2015 berichteten die ägyptischen
Medien, dass in Mittelägypten aus dem Grab des Gaufürsten
Djehuti-hotep in Deir el-Bersha (Bezirk el-Minya) "mehrere
Wandszenen herausgebrochen und gestohlen wurden". Später wurde nur
noch von einer einzigen 30 x 50 cm großen Szene berichtet, das aus
der östlichen Wand - direkt im Eingangsbereich - gehackt wurde. Die
Szene befand sich direkt im Eingangsbaereich an der östlichen Wand
(siehe Egypt's Heritage Task Force) Wie die Zeichnungen von Newberry von 1891/92 zeigen, war die Szene schon vor über 100 Jahren beschädigt. |
| Bild: Courtesy
to Dayr A.-Barsha Project Lizenz: CC-NC BY-SA 3.0 |
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Wand östlich des Eingangs zum Grab des Djehutihoteps vor dem Diebstahl - die Stelle des gestohlenen Reliefs ist hier markiert - (Quelle: Selket's Ägypten) |
| Bild: Courtesy
to Dayr A.-Barsha Project Lizenz: CC-NC BY-SA 3.0 |
Linke Seite der
Eingangswand: (PM 13)
Die Dekoration auf der linken Eingangswand
der Halle ist heute stark zerstört - in der Mitte war wohl der Grabherr in
seiner vollen Größe und in seiner Festkleidung nach rechts schreitend
dargestellt, umgeben von seinen Söhnen und Priestern, welch in einem
kleineren Format gezeigt werden. Sie führen verschiedene Rituale aus. Der
Priester, der direkt vor seinen Füssen steht, gießt Wassers aus.
Westwand (linke
Seite des Grabes (P 14-15)
Die Szene an der Westwand des Grabes, "das Ziehens der
Kolossalstatue des Gaufürsten", ist die bekannteste Szene des gesamten
Grabes. Sie wird deshalb oft isoliert dargestellt und betrachtet, jedoch ist
die Dekoration der gesamten Wand ein zusammengehöriges Ganzes.
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Newberrys
Darstellung der Westwand der Grabanlage von Djehutihotep in
el-Bersha Zeichner: Newberry, Percy E. - public domain / The tomb of Tehuti-hetp: ASE 3, London, Egypt Exploration Fund 1894 - PM 14-15-16 - |
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Die Szene,
welche hier von Newberry abgezeichnet wurde, zeigt im oberen
Register, in der Mitte die kolossale Sitz-Statue des Gaufürsten, die
auf einem Holzschlitten gelegt und an 4 Seilen zum Ziehen
befestigt, bewegt wird. Meist wird sie nur isoliert dargestellt, aber
sie ist Teil einer umfassenden Darstellung, welche den gesamten
oberen Bereich der westlichen Innenwand des Grabes einnimmt. Links
von der Statue (PM 14-15) sehen wir - in vergrößerter Darstellung - den Grabherrn selbst, der von seiner Familie begleitet wird,
sowie Wachen und den hohen Beamten. Der Grabherr ist mit einer
modischen Tunika bekleidet und trägt an seinen Füßen Sandalen -
um den Hals hat er einen breiten Schmuckkragen. Er hält in
seiner rechten Hand das Sechem-Szepter, in der anderen seinen
langen Amtsstab. Hinter ihm befindet sich in vier kurzen
Registern sein Gefolge.
Rechts ist das (heute zerstörte) Tor des Gebäudes zu (evtl. eine Ka-Kapelle des Djehutihoteps) sehen, zu dem man die kolossale Statue transportiert. Im Vordergrund - vor dem Gebäude - sind mehrere Opfersgabenträger zu sehen, die aber zur Zeit von Newberry nur skizzenhaft sichtbar waren (evtl. weil die Wände damals noch verschmutzt waren). Nach der Restaurierung der gesamten Szene wird ersichtlich, dass die Abzeichnungen von Percy Newberry offenbar nicht nur unvollständig, sondern auch fehlerhaft waren. Mehrere Opferträger erschienen bei Newberry im falschen Register (Quelle: Digital Epigraphy Museo Egizio - ). Unteres Register Die Szene im unteren Register erstreckt sich in der Höhe über die links befindlichen Register 6-7 und 8. Das Hauptthema hier zeigt den großformatig dargestellten Grabherrn, der auf einem Hocker sitzt. Er blickt auf die Vogeljagd mit dem Schleppnetz und hält das Auslöseseil mit beiden Händen fest. Dieses Seil setzt sich nach hinten fort, wo noch 7 weitere - in einem kleineren Format dargestellten Männer hocken, die ebenfalls das Seil festhalten. Vor dem Grabherrn befindet sich - in einem kleineren Format - seine Gemahlin Hathor-hotep. Weiße und blaue Lotosblumen umgeben das riesige Schlagnetz, das noch nicht ausgelöst wurde, obwohl es sich bereits mit den unterschiedlichsten Arten von Wasservögel gefüllt hat. Über dem Netz ist eine Fischfangszene zu sehen: zwei Gruppen mit jeweils 6 Fischern ziehen mit Hilfe eines Schleppnetzes die Fische aus dem Gewässer.
In verschiedenen Unterteilungen sind hinter dem Grabherrn die bereits bei der Vogeljagd erbeuteten Tiere zu sehen, die z. T. an ihren Krallen oder Flügeln aufgehängt sind. Anscheinend sind sie noch am Leben, wie die daneben befindlichen Tiere, die bereits in Käfigen untergebracht wurden. Mitte des untersen Registers: Den Rest der Wand - bis auf einen schmalen Teil ganz rechts, füllen 4 Register (6,7, 8 und 9) aus. Sie zeigen im Wesentlichen die jährliche Bestandsaufnahme des Herdenviehs, das von dem rechts in einem Pavillion sitzenden Grabherr überwacht wird. Interessant ist hier, dass zwischen den Fisch- und Vogelfang-Szenen so gut wie keine Abgrenzungen zu den in diesen Registern gezeigten Darstellungen bestehen.
das gesamte untere Register der Darstellungen links vom Eingang - (Ausschnitt von Newberry) |
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Registers 6: Die ersten Boote haben schon an der Anlegestelle angedockt und sind fest verankert. Die Inschrift dazu lautet: "In Frieden angekommen und sich dem Ort der großen Viehzählung [....] in den Farmen des Hare-Gaus sich nähernd". Register 7
(zweite Reihe der mittleren Darstellungen) Als nächstes folgt ein weiterer Hirte. Er führt jeweils drei Rinder an Stöcken herbei. Ein weiterer Hirte, der in seiner rechten Hand einen kurzen Stock schwingt und über dessen linken Arm eine Art Schärpe liegt (?) folgt der Reihe. Mit seinem Stock versucht erwohl zwei Bullen, die miteinander kämpfen, zu beruhigen oder zm Kampf antreiben (?). Ein weiterer Hirte in der gleichen Pose wie der davor, treibt wohl ebenfalls zwei Stiere zum Kampf (?), wobei ihm ein gegenüberstehender Hirte hilft. Register 8: Das erste vorgeführte Tier ist ein geflecktes Rind, es folgt ein weiteres Rind mit langen Hörnern, das von einem Hirten, der nach hinten blickt vorgeführt wird. Ein weiterer Hirte führt ein geschecktes Rind vor und ein weiteres Rind mit langen Hörnern trägt eine Schärpe um den Hals. Das nächste Rind trägt auch ein Schärpe um den Hals und wird ebenfalls von einem Hirten geführt. Es folgen ein schwarzes Rind (auch mit einer Schärpe um den Hals) und eine Reihe von Männern, deren Darstellung am rechten Ende der Szene zerstört sind. Ein Teil der Männer ist in gebückter Haltung - als Ehrerbietung - dargestellt. Register
9: |
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Die Darstellung des Grabherrn ganz rechts
am Ende der Wand Der Grabherr Djehutihotep ist am rechten Rand der Südwand zu sehen (die Szene nimmt die Höhe der Register e6 bis 9 ein) - er sitzt auf einem Stuhl mit Löwenbeinen und blickt nach links auf die Vorführung des Viehs. Er hält in seiner rechten Hand einen Wedel und in der linken einen langen Stab. Er ist mit dem sog. Vorbauschurz bekleidet. Unter seinem Stuhl sitzt sein Lieblingshund, der den Namen "Anchu" trägt. Der Grabherr sitzt in einem eleganten Pavillion mit einem Hohlkehlendach, das von Säulen mit Lotosknopfenkapitellen getrage wird. Djehutihotep II. beobachtet die "große Bestandsaufnahme von Rindern" - eine wichtige Zeremonie im jährlichen Leben des Gaufürstens. |
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| Transport einer kolossalen
Sitzstatue des Djehutihotep II. (Ostwand) Zeichnung von Percy E. Newberry 1895 - public domain |
| 172
Arbeiter - in vier Reihen zu je 43 Mann - ziehen die kolossale
Sitzstatue des Grabherrn auf einem Holzschlitten aus den
Steinbrüchen. Ein Aufseher steht auf dem Oberschenkel der 6,50 m
hohen Statue und gibt den Takt an. Auf den Zehen steht ein weiterer
Aufseher und gießt Wasser vor den Kufen auf die Piste, um die
Gleichtfähigkeit zu erhohen. Früher herrschte allgemein die Auffassung, dass der Mann auf den Zehen im Rahmen einer Kulthandlung ein Trankopfer darbringt, doch Physiker vermuten nun, dass die alten Ägypter wussten, dass die Zugabe von Wasser auf Sand die Reibung beim Ziehen solch schwerer Lasten deutlich verringert. |
Der schmale, kleine Teil der Westwand (ganz rechts hinten - PM 16)
Rechts von den Zugmannschaften der Kolossalstatue
befindet sich ein abgetrennter Wandteil, deren linker Teil heute zum großen
Teil zerstört ist. Die Ägyptologen nehmen an, dass sich hier ebenfalls 5
oder 4 Register befanden. Es ist heute sehr schwierig, die noch vorhandenen
Szenen zu deuten. Man nimmt an, dass männliche und weibliche Bedienstete
Opfergaben herbeibringen. Im unteren Register, welches über die ganze Breite
des rechten Wandteils der Westwand reicht, waren wohl ebenfaals Opferträger zu sehen -
aber auch Schlachtszenen von zwei Rindern. Neben den noch zu sehenden
Opferträgern - ganz rechts und über den Trägern und den Schlachtungsszenen -
befindet sich ein Gebäude (zumindest das Tor eines Gebäudes) in welcherm
wohl die links gezogene Kolossalstatue nach ihrer Ankunft, ihren Platz
finden sollte - wobei diese Hypothese aber nicht ganz gesichert ist. In der
Inschrift, die hinter der Statue zu sehen ist wird u. a. der Name dieses
Ziegelbaus genannt: "Das Bauwerk des Djehutihotep, welches er zu Gunsten des
Hasengaus errichten ließ". Außerdem werden Opfergaben für die Kolossalstatue
aus den Domänen des Hasengaus für die Statue des Fürsten Djehutihotep
erwähnt.
Der Name von Djehutihotep und seine Titel stehen über dem Tor und auch auf dem Türsturz darunter befinden sich in 5 Textzeilen der Name und die Titel des Grabeigentümers, der selber unterhalb dieser Inschrift auf einem Stuhl m it Löwenbeinen sitzt und einen langen Stab in seinen Händen hält. Der Grabherr ist ebenfalls innerhalb des Tordurchgangs nach rechts schreitend zu sehen - er trägt den sog. Vorbauschurz und hält in seiner Hand das Sechem-Szepter und in der anderen seinen langen Amtsstab. Inschriftenbänder rahmen auf zwei Seiten die Darstellung ein. Links des Tores sind drei große Gefäße und wohl ein Opferständer (?) dargestellt.
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Torgebäude rechts der Zugmannschaft (Ausschnitt aus Percy Newberry - siehe oben - 1895 ) Auf den Torpfosten des Gebäudes befinden sich die Titel und der Name des Grabeigentümers, der selber auf dem Türsturz oben rechts zu sehen ist und nochmals stehend im Inneren des Tores mit Amtss5tab und Sechem-Szepter. Links vom Tor oder dem Gebäude sind 3 große Gefäße und wohl ein Opferständer dargestellt und mehrere Opferträger, die nach links gerichtet erscheinen. |
Die Rückwand (Nordwand) der Halle (PM 17-19)
An dieser Wand befindet sich
interessanterweise eine weitere Fischfangdarstellung mit einem Netz, die
sich aber von der Szene auf der Westwand unterscheidet. In der Mitte der
Mauer befindest sich der Eingang zur Kapellennische (dem Heiligtum). Es war
für die Künstler wahrscheinlich recht schwierig, diese Öffnung bei der
Kompositiuon der Szenen zu berücksichtigen.
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Nordwand mit dem Zugang zum
Schrein in der Mitte (PM 17-19) Rückwand der Halle mit Tor für den Zugangs zum Schrein (Statuennische). Die Grabkapelle von Djehutihotep enthält an ihrer nördlichen Rückwand einen großzügigen Opferschrein mit fast 20 m² bemalter Dekoration. Dieser Schrein befindet sich in der Nordwand der Grabkapelle - in der Mitte der Rückwand der hinteren Kapelle. Die Rückwand des Raumes ist dem Grabbesitzer Djehutihotep und seinem Vater Kay gewidmet. Beide Männer sind an den Wänden abgebildet, während sie Opfergaben empfangen. |
| Zeichnung: Zeichnung von Percy E. Newberry 1895 - public domain |
PM
17 - linker Teil der Rückwand bis zum rechten Türpfosten des Schreins
Die linke Seite der Nordwand hat 3 Register: Im oberen Register sind
der Grabherr und sein ältester Sohn "Shemsu-Chau-ef" beide über dem Eingang
zum Schrein gezeigt und befinden sich bei der Jagd auf Wasservögel (mit einem
Schlagnetz - links). Sie halten das Seil des Netzes mit ihren beiden Händen und
warten darauf, den Mechanismus zum Schließen des Netztes auszulösen. Direkt
vor dem Netz steht die Gemahlin des Grabherrn mit Namen "Hathorhotep". Ihr
Auftrag war das Signal zum Schließen des Netzes zu geben. Unter Hathorhotep
ist der Lieblingshund des Grabherrn mit Namen "Anchu" dargestellt.
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Nordwand mit der Vogelfangszene
mit einem Schlagnetz (PM 17) Rückwand der Halle (linker Teil bis zum rechten Türpfosten) Auf der linken Seite der Nordwand (oberes Register) sind der Grabherr und sein ältester Sohn Shemsu-Chau-ef in einer Szene (die bis über den Eingang zur Nische geht) beim Vogelfang mit einem Schlagnetz zu sehen. Vor dem Netz stehen die Gemahlin des Grahherrn (nach links gewendet) und unter ihr der Lieblingshund des Grabherrn mit Namen "Anchu". Über der Darstellung des Gaufürsten befindet sich eine Textzeile mit seinem Namen und seinen Titeln: Die drei Textkolumnen rechts vor dem Sohn lauten: "Der Sohn von seinem Körper, der Geliebte an der Stelle seines Herzens, der das erreicht, was er mag, Shemsu-em-chau-ef, der die verdiente Belohnung erhält". Unter den Texatkolumnen befindet sich ein Käfig voller bereits gefangener Vögel, über ihm ist ein noch leerer geflochtener, eliptischer Korb. In koptischer Zeit wurden auf den Wänden der Grabanlage christliche Kreuze über die originale Dekoration aus der Antike angebracht - so auch über dem Schlagnetz und vor dem Grabherrn und seinem Sohn und auf die Fischer. |
| Zeichnung (Ausschnitt): Zeichnung von Percy E. Newberry 1895 - public domain |
Im mittleren Register (unter dem Schlagnetzt) sehen wir 10 Fischer, die an einem Seil ziehen und mit einer Netzfalle eine Vielfalt an Fischen fangen. Das untere Register ist in drei Unterregister unterteilt, welche die Zubereitung von Vögeln und Fischen zeigen, die in den Szenen der beiden oberen Register gefangen wurden. Der Text über den 10 Fischern lautet: "Siehe, die Göttin Seshat hat uns ihre Hand gegeben, Seshat ist gut [....]".
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Nordwand - links von der Nische (Ausschnitt aus Percy Newberry - 1895 ) Die Register 3
bis 5 zeigen die Aufzucht und die Zubereitung und Konservierung von
Geflügel und Fisch.
3. Register
4. Register
5. Register
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Die Rückwand - rechts vom Schreinzugang
(PM 19)
Die Register mit ihren Darstellungen
schließen sich thematisch meist denen auf der linken Seite der Nordwand an.
Als Hauptmotiv ist der Grabinhaber zu sehen, der großformatig dargestellt
mit dem langen Amtsstab in seinen Händen bei der Begutachtung der
landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu sehen ist.
In einem kleineren Format steht vor ihm seine Tochter "Nub-unet", die ein enganliegendes Kleid trägt, eine Halskette und Armbänder. Hinter dem Gaufürsten stehen seine Diener, die Waffen, Fächer oder Schlagstäcke tragen. Der Rest der Wand ist von acht Registern ausgefüllt, die sich teils über, teils links und teilweise hinter und unter dem Gaufürsten befindsen. Alle Personen sind zum Grabherrn hin ausgerichtet.
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Die rechte Seitenwand der Halle -
(Ostwand) PM 20-21)
Zum Zeitpunkt der Entdeckung der
Grabanlage (1817) war der rechte Teil der Ostwand noch von Schutt
(zerbrochenen Steinblöcken infolge des Erdsbebens) auf dem Boden bedeckt -
glücklicherweise konnten die Forscher aber einen Teil der Dekoration wieder
rekonstruieren. Der überwiegende Teil der Dekoration beschäftigte sich wohlt
mit dem Gaufürsten und seiner Familie bei der Begutachtung der Arbeiten der
Bauaern, Handwerkern auf den landwirtschaftlichen Gütern von Djehutihotep.
Gärtner sowie Winzer bei ihrer Arabeit. Aber es werden auch Szenen aus einer
Spinnerei und Weber bei desr Herstellung von Stoffen gezeigt.
Hier waren wohl landwirtschaftliche Szenen
dargestellt - wie aus den Resten der Dekoration noch erkennbar ist (Pflügen
des Feldes und Hirten). Erkennbar ist noch ein Bauer, der mit einer Hacke
Erdklumpen zerkleinert und Hirten, die eine Herde von Rindern vor sich
hertreiben. Die Inschrift besagt "Pflügen". Diese Tätigkeit bestand
wahrscheinlich darin, dass Tiere den Samen in den Boden "trampeln", der
durch die jährlichen Überschwemmuingen dann bewässert wurde und die Samen
wachsen lassen.
Registers 3:
Das 3. Register zeigt eine aus 6 Eseln bestehende
Herde, welche das Korn auf dem Dreschplatz aus den Ähren trampeln.
Feldarbeiter raufen Flachs aus, dahinter folgen zwei Arbeiter, die am Boden
hocken und irgendeiner nicht mehr zu erkennenden Arbeit nachgehen. Weiter
nach rechts wird mit Sicheln Korn sehr hoch abgeschnitten, so dass lange
Stiele im Boden verbleiben.
Register 4:
Im 4. Register wird der Betrieb in der Töpferei
gezeigt. Es werden verschiedene Töpferprodukte und die Handwerker
dargestellt. Links von der Töpferei sind Frauen zu sehen, die Brot in
konischen Formen backen und ganz rechts legt eine Frau die fertigen Brote
auf Matten. Zwei weitere Frauen vermischen und verkleinern - lt. der
Beischrift - verschiedene Getreidesorten.
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Eine Herde von Eseln, die Korn auf
dem Dreschplatz aus den Ähren trampeln |
Bauern beim "Pflügen", indem sie eine Herde von Widdern vor sich hertreiben |
| Register 2 - 3 und 4 links: Register 3 oben : Esel beim Korndreschen und Szenen aus einer Töpferei, darunter Frauen, die Getreide zerkleinern und mischen und Brot in konischen Formen backen (Register 4). rechts oben: (Register 2 und 3): Bauern beim Pflügen mit Widdern, darunter Feldarbeiter, die Flachs ausraufen und 2 Arbeiter, die am Boden sitzen 4. Register (links unten): Betrieb in einer Töpferei - verschiedene Töpferprodukte werden hergestellt. |
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| Umzeichnungen: Ausschnitte von Newberry Percy F. Newberry: El Bersheh (Teil 1) - 1895 | |
Register 5:
In der Mitte der Ostwand teilt sich das
Register in einen rechten und linken Teil auf.
Rechte Wandhälfte:
Am Anfang der rechten Wandhälfte sehen wir Szenen aus der
Weinherstellung - speziell das "Keltern", eine Tätigkeit, die wohl sehr
anstrengend gewesen sein musste. 5 Männer pressen den Traubensaft, indem sie
mit Stangen Druck auf einen großen Siebbeutel ausüben. Einer der Männer legt
sich horizontal, um gegen die Stangen zu drücken. Es folgt eine Darstellung
von Obsthaufen, die auf Matten und Körben liegen. Rechts von dieser
Darstellung ist die Traubenlese zu sehen und weiter folgen Bauern, welche
die Setzlinge in den Boden des Feldes einsetzen, das von Bewässerungskanälen
umgeben ist. Einige Pflanzen stehen auch in Töpfen.
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Traubenlese (links) - Registers 5 und "Setzen der Setzlinge (rechts) Zeichnung: Bildausschnitt von Newberry (1) public domain |
Im 6 und 7 Register der Ostwand beschäftigen sich
die Darstellungen in zwei Registern mit dem "Spinnen von Garnen" und die
Weiterverarbeitung. Im Register 6 ist vor allem die Herstellung des Garns zu
sehen, während Register 7 die "hier schon fabrikmäßige" Verarbeitung zu
Stoffen auf Webstühlen gezeigt wird.
Ganz links auf der linken Wandhälfte (in Höhe der Registsers 5, 6
und 7) befand sich einst eine großformatige Darstellung des Grabherrn, der
nach rechts blickte. Leider ist von dieser Figur heute so gut wie nichts
mehr erhalten. Der Grabherr hielt einen langen Stab in der Hand und war mit
dem sog. "Vorbauschurz" bekleidet. In einem kleineren Format standen vor ihm
seine Gemahlin und davor befinden sich (in einem noch kleineren Format wie
die Gemahlin dargestellt), 10 nach rechts gewandte Damen. Bis auf die beiden
Figuren ganz rechts, handelt es sich um die jungen Töchter des Grabherrn -
bei den beiden Damen, die am Anfang zu sehen sind, handelt es sich um zwei
Schwestern des Grabherrn. Ganu rechts in der Darstellung sind (in zwei
Unterregistern) übereinander angeordnet vier weitere Frauen zu sehen, welche
die Töchter empfangen (auch in einem verkleinerten Maßstab).
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Die Ostwand (rechte Seitenwand) der
Halle PM 20-21 - Familienangehörige von Djehutihotep Der obere Teil der Darstellung zeigt wohl die Familie von Djehutihotep - der hier nicht mehr im Bild ist, aber an der Wand großformatig dargestellt ist. Das 8. Register (unterhalb der Damen) - der untere Teil des Reliefs befindet sich heute im Brit. Museum (H. 37 x B. 1,69 x 14 cm) (Invent.-Nr. AES 1147). Es dürfte sich hier bei den Dargestellten um die Begleitmannschaft des Gaufürsten handelnl, darunter ein Bogenschütze, ein Schildträger mit einer Axt, ein weiterer Axtträger und ein Speerträger, sowie 4 Mann, welche die leere Sänfte des Gaufürsten auf ihren Schultern tragen. Unter der Sänfte ist der Lieblingshund des Grabherrn mit Namen "Anchu" zu sehen. Umzeichnung : Newberry, 1895 - public domain |
Bei der unteren Darstellung (8. Register) von der rechten Seitenwand (unterhalb der Prozession der Töchter und Schwestern) dürfte es sich wohl um die Begleitmannschaft des Gaufürsten handeln. Vorweg geht ein Bogenschütze, dann folgen 4 Männer, welche die leere Sänfte des Fürsten auf ihren Schultern tragen. Unterhalb der Sänfte befindet sich der Lieblingshund des Grabherrn mit Namen "Anchu". Hinter der Sänfte folgen ein Schildträger mit einer Streitaxyt, ein weiterer Axtträger und ein Speerträger. Dieses Relief - Kalkstein mit Bemahlung (H. 37 x B. 1,69 x T. 14cm) - befindet sich heute im Britischen Museum (AES 1147)
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Frauen im Grab
von Djehuti-hotep in el-Bersha Dieses Relief zeigt drei der Töchter des Gaufürsten Djehutihotep, die in eng anliegenden weißen Gewändern gekleidet sind, die an den Schultern von langen Trägern gehalten werden. Die Mädchen tragen breite Fußkettchen und breite Ketten oder Manschetten an den Handgelenken sowie aufwendige Pektorale um den Hals. In ihrer Hand hält jedes der Mädchen eine Lotusblume, an der sie riechen. Auch die Stirnbänder sind mit Lotusblumen geschmückt. |
| Bild:
Limestone Relief from the tomb of Djehutihotep Autor: Merryjack, Flickr Lizenz: CC BY 4.0 |
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Frau im Grab
von Djehuti-hotep in el-Bersha - Newberry, Percy, el-Bersheh, Bd. 1 London 1895 - |
| Bemahlter
Reliefblock aus der Halle (Kalkstein) - H. 80 x B. 70,5 cm. An der rechten Seitenwand der Halle befindet sich Reihe von 10 Frauen, wobei es sich wohl um die Töchter des Grabherrn und um seine beiden Schwester handelt, die auf dem linken Teil der Wand vor ihm und seiner Gemahlin stehen. Alle tragen ein Diadem auf dem Kopf und um den Hals ein Pektoral und riechen an einer Lotusblume. Eine der Abbildungen einer Schwester wurde von der Wand entfernt und befindet sich heute im Brit. Museum. |
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| Datei:
Bersheh
woman Autor Udimo, Wikipedida, 6. März 2026 Lizenz: CC BY 4.0 |
Der Schrein:
Die Grabkapelle von Djehutihotep enthält
einen großzügigen Opferschrein mit fast 20m² bemalter Dekoration. Dieser
Schrein, der sich in der Mitte der Nordwand befindet, ist dem Grabbesitzer
Djehutihotep und seinem Vater Kay gerwidmet. Beide Männe sind an den Wänden
abgebildet, während sie Opfergaben empfangen. Obwohl diese Darstelloungen im
Motiv häufig sind, enthalten sie einige der sorgfältigst bemalten und am
besten erhaltenen Dekoratonen des gesamten Grabes.
Die Kultnische misst 1,26m in der Breite und 2,50m in der Tiefe, bei einer Höhe von 2,48m. Die Decke der Nische ist ebenso wie die in den anderen Kammern blau gestrichen, nur dass hier die gelben vierblättrigen Motive kleiner sind. In der Mitte der Decke erstreckt sich ein gelbes Längsband mit blauen Schriftzeichen. Oben an der Wand befindet sich ein kleines Checkerfries, darunter die Farbleiter. Die Dekorationen an den Wänden des Schreins sind in Relief ausgeführt und bemalt, haben aber stark gelitten. Auch hier wurden koptische Kreuze mit roter Farbe über die ursprünglichen Dekorationen gemalt.
linke Seitenwand
des Schreins (PM 22)
Die Szenen und auch die Inschriften von beiden
(links und rechts) Seitenwänden des Schreins sind fast identisch. Der
Grabherr sitzt an der linken Seitenwand - großformatig dargestellt - vor dem
Speiseopfertisch. Vor ihm befindet sich eine Opferliste und vor und unter
ihm waren einst 5 Register mit Darstellungen. Das 1. Register ist bis auf
kleinste Reste heute nicht mehr vorhanden.
Im 2. Register vollziehen 5 Priester von links nach rechts Rituale vor Djehutihotep, wobei einer der Priester Wasser aus einer Libationswase in einen Behälter gießt, den ein weiterer Priester, der vor ihm kniet hält. Zwei der Priester schütten Wasser auf den Opfertisch um ihn zu reinigen. Einer der Prtiester verbrennt Weihrauch und der letzte der Priester ist ein Vorlesepriester. Im 3. Register ist die Schlachtung eines Rindes zu sehen und zwei Opferträger bringen Speiseopfer für den Grabherrn herbei, vor dem sich weitere Opfergaben befinden.
Auch das 4. Register beschäftigt sich mit der Schlachtung eines Rindes. Opferträger bringen auch hier Speisen für den Grabherrn herbei, vor dem ganz rechts schon gelieferte Opfergaben stehen. Das 5. Register verläuft über die gesamte Breite der Wand. Gezeigt werden Opferträger, die Blumen, Lebensmittel und Geflügel sowie andere Dinge für den Grabherrn herbeibringen.
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linke Seitenwand der Nische
(PM 22) Zeichnung: Percy F. Newberry: El Bersheh - Archäologische Untersuchung Ägyptens, Hrg. Francis I. Griffith, London 1895 - online-version - public domain - Die linke und die rechte Seitenwand der Nische sind fast identisch. Der Grabherr (Djehutihotep) sitzt rechts auf einem Stuhl mit Löwenbeinen vor einem Opfertisch. Direkt vor ihm befindet sich eine Opferliste. Auf der rechten Seite der Szene und unterhalb des sitzenden Grabherrn befinden sich in 5 Registern Szenen mit Priestern und Opferträgern, die Rituale vor dem Grabherrn vollziehen, Opfergaben herbeibringen und Szenen der Viehschlachtung. Zwischen dem 4. und dem 5. Register verläuft ein Textband mit der Inschrift: "Herbeibringen das was für den Altar bestimmt ist, das aus seinen Städten und seinen Ländereien im Süden und Norden stammt..... |
Rechte Seitenwand des Schreins:
(PM 24)
Die Darstellungen auf der rechten Seitenwand des
Schreins sind fast identisch mit denen auf der linken Seite. Ganz links im
Bild sehen wir den Vater des Grabbesitzers mit Namen Kay, der - großformatig
dargestellt - vor dem Speiseopfertisch sitzt. Direkt vor seinem Gesicht
befindet sich eine Opferliste. Weitere fünf Register befinden sich vor und
unter dem Grabherr.
Der linke Teil des 1. Registers ist zerstört. Man erkennt noch einen knienden Mann, hinter dem zwei weitere Männer stehen. Darauf folgen drei hockende Männer, die ihren rechten Arm vor die Brust gelegt haben. Der linke Arm ist im Jubelgestus erhoben - sie führen den "Nini-Gestus" aus. Die Inschrift über ihnen lautet: "Gottesdienst von den Vorlesepriestern gesunden". Hinter ihnen steht ein weiterer Mann, der in die entgegengesetzte Richtung steht und mit einem Besen die Fußspuren verwischt.
Register 2:
Auch der Anfang des 2. Registers ist heute leider verloren - nur noch ein
kniender Mann ist zu erkannten, auf den ein weiterer - ebenfalls kniender
Mann folgt, der einen Behälter in seinen Händen hält. Hinter ihm steht ein
Priester, der aus einer Libationsase Wasser in den Behälter des vor ihm
knienden Priesters gießt. Es folgt ein weiterer stehender Mann, der Wasser
aus einem Gefäß über einen kleinen Opferaltar gießt, den ein anderer
(kniender) Mann reinigt. Der Rest des Registers ist zerstört.
Register 3:
Auf der rechten Seite sind drei Metzger beim Schlachten eines
Opferrindes zu sehen. Drei Opferträger bringen Opfergaben herbei. Vor ihnen
befinden sich schon große Mengen an Opfergaben, die dort abgestellt sind.
Register 4:
Die Metzger-Szenen setzen sich auch im 4. Register fort und zeigen drei
Metzger beim Zerlegen eines Opferrindes. Auch hier bringen zwei Opferträger
hoch beladene Tabletts mit Opfergaben herbei und vor ihnen sind große Mengen
an Opfergaben schon abgestellt.
Das Textband zwischen Register 4 und 5 informiert uns hier über das Geschehen: "Herbeibringen das was für den Altar Bestimmte, zum Opferaltar, die aus seinen Städten und seinen Ländereien im Süden und Norden stammten....."
Register 5:
Das 5. Register läuft über die gesamte
Wandbreite. 12 Opferträger bringen ganz unterschiedliche landwirtschaftliche
Erzeugnisse herbei. Es handelt sich um Rinderschenkel; zwei Männer tragen
Rinderrippen an einer Stange über ihre Schultern, andere bringen
verschiedene Arten von Geflügel herbei. Ein Mann trägt zwei große, spitze
Gefäße, zwei andere tragen vollbeladene Körbe - ein Mann am rechten Ende der
Reihe trägt zwei mit Opfergaben überladene Tabletts.
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Rechte Seitenwand der
Nische (PM 24) Zeichnung: Percy F. Newberry: El Bersheh - Archäologische Untersuchung Ägyptens, Hrg. Francis I. Griffith, London 1895 - online-version - public domain - Die linke und die rechte Seitenwand der Nische sind fast identisch. Im Unterschied zurlinken Seitenwand sitzt hier auf der linken Wandseite der großformatig dargestellte Vater des Grabherrn Kay auf einem Stuhl mit Löwenbeinen vor einem Opfertisch. Der linke Teil des 1. Registers ist zerstört. Erkennbar ist noch ein kniender Mann, hinter dem zwei weitere Männer stehen. Dann folgen drei hockende Männer im Jubelgestus und führen das "Nini-Ritual" aus. Der Text über ihnen lautet: "Gottesdienst von Vorlesepriestern gesungen". Hinter ihnen steht noch ein weiterer Mann, der in die entgegengesetzte Richtung schaut. Dieser verwischt mit einem Besen die Fußspuren. Vor und unter dem Grabherrn befinden sich 5 Register mit Darstellunge |
Oben an der Rückwand befinden sich zwei entgegengesetzte Inschriften, der
linke bezieht sich auf den Grabherrn und der rechte auf seinen Vater Kay.
Unterhalb der Beischrift stehen sich links Djehutihotep und rechts sein
Vater Kasy gegenüber. Djehutihotep hält in seiner linken Hand einen langen
Stab (den Amtsstab) und in der rechten Hand das Machtszepter. Gekleidet ist
er mit einem kurzen, plisierten Schurz und um den Hals trägt er ein großes
Bat-Sybol an einer langen Kette.
Sein Vater hält ebenfalls in der einen hand einen langen Stab
(Amtsstab) und in der anderen das sog. "Schweißtuch". Gekleidet ist Kay mit
dem sog. "Vorbau-Schurz" und um den Halz trägt er - ebenso wie sein ihm
gegenüberstehender Sohn das Bat-Symbol.
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Rückwand des Schreins
(PM 23) Zeichnung: Percy F. Newberry: El Bersheh - Archäologische Untersuchung Ägyptens, Hrg. Francis I. Griffith, London 1895 - online-version - public domain -
Links: Worte
gesprochen von Djehutyhotep:
Rechts: Worte
gesprochen von Kay:
Unter dem Text stehen sich Vater und Sohn gegenüber.
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Quellen und Literatur:
1. Percy F. Newberry: El Bersheh (Teil 1)
- Archäologische Untersuchung Ägyptens, Hrg. Francis I. Griffith, London
1895, S. 70 - online-version
2. Djehutihotep, eng., deutsche, russische und französische Wikipedia
3. James H. Breasted, Ancient Records of Egypt, Chicago: The University of
Chicago Press, 1906, Bd. I., S. 306-312
4. The Regional Supply Chain of Djehutihotep's Ka-Chapel in Tjerty, Marleen
De Meyer and Harco Wille Ms KU Leuven), PdF De Meyer-Willems 2017 Cripel 31.
Djehutihotep
5. Djehutihotep:
Osirisnet-Project - Thierry Benderitters (2014) - leider nicht mehr online
verfügbar.
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