Titulatur
Schoschenq III. müßte der Sohn und Nachfolger Osorkons II. gewesen sein und seine Mutter war vielleicht die Königin Karoma Meritmut II. (?), weil der früher zwischen beiden Königen geführte König Takelot II. zur oberägyptischen Linie der 22. Dynastie gehört und somit zu streichen ist. Mit seiner Regierung beginnt ein Zeitabschnitt, der nur spärlich durch Informationen erhellt wird und dazu sind diese auch oft widersprüchlich. Gemahlinnen des Königs sind evtl. Tentamenipet, Djedbastetinanch und Tadibastet. Als seine Söhne sind ein
Des Weitern sind zwei Töchter namens Anchesenscheschonq und Tschepenbastet " Königstochter des Landesherrn Schoschenq - meiamun " bekannt. Die Thronbesteigung
Scheschonqs III. lag etwa Ende IV. Peret / Anfang 1. Shemu.
Dieser Bau wurde 19389/40 von Pierre Montet entdeckt. Die Wände der Kammern trugen Reliefschmuck und zeigen Episoden aus der Reise der Sonnenbarke durch die Unterwelt. Osiris reist in zwei Barken. Die Erweckung des Osiris durch seinen Sohn Horus-Osiris ist auf einer Bahre gezeigt, vor der Horus mit einem Was-Szepter in der Hand steht. Auf diesem ist vorne ein Anchzeichen angebracht, welches er Osiris an Mund und Nase hält.
Die Sarkophagkammer enthielt bei ihrer Entdeckung
zwei Sarkophage; einen größeren rechteckigen und einen kleineren an der
Stirnseite gerundeten. Der größere der beiden Sarkophage gehörte dem
Grabherrn König User - maat - Re, Schoschenq III. Seinen Deckel zierte eine
menschliche Figur in Mumiengestalt mit überkreuzten Armen. Die Inschrift nannte einst die Titulatur zweier
Könige aus der 13. Dynastie, allerdings sind nur mehr die Horusnamen erhalten: Man darf wohl mit Recht annehmen, dass die Herstellung des Sarkophages schon zu einem früheren Zeitpunkt stattfand und dass Schoschenq III. ihn nicht als erster benutzte. Die Mumie des Königs im Sarkophag war in äußerst schlechtem Zustand, trug aber bei ihrer Auffindung noch ein mesopotamisches Armband am Handgelenk. Der zweite kleinere Steinsarkophag in der Grabkammer trug keinerlei Inschriften. Sein Besitzer wurde bis vor kurzem allgemein mit König Schoschenq I. identifiziert. Neuerdings sind aber ernsthafte Zweifel an dieser Zuweisung aufgetaucht und man möchte darum dieses Begräbnis lieber einem König Schoschenq "Ouadrus" IV., einem neu in der 22. Dynastie eingeschobenen König zuschreiben. (Ein König zwischen Schoschenq III. und König Pemui) In der Sarkophagkammer fanden sich die Fragmente zweier Kanopenkrüge (praktisch vollständig), von denen einer die Namen und Titel eines Königs Hedjcheperre - setepenre Schoschenq - sibast merjamun - netjerhekaiunu trug. Dieser Kanopenkrug mit der Inschrift befindet sich heute im Museum von Sagazig SDR II. 1235, der andere im Magazin in Tanis, Nr. 270. Nun ergibt sich aber ein Problem: König Schoschenq III. nahm lt. den Gelehrten auch Veränderungen im Inneren des Kalksteinteils der Grabkammer Osorkons II. vor. Vermutlich wurde zu seiner Zeit hier in Kammer I. - 1 ein riesiger am Kopfende gerundeter Sarkophag aufgestellt. Der Sarkophag ist ausgeplündert und wird einem König Usermaatre Schoschenq (III. ??) zugeschrieben. Während der Herrschaft Schoschenq III. wurde das gesamte Begräbnisareal mit einem Überbau (Mastaba) aus Ziegeln versehen. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit im Grab Osorkons II. war die im Sarkophag befindliche Mumie praktisch bis auf das Skelett reduziert. ( Co-Autor J. H. Pirzer)
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