zur Pyramide Sesostris I.

Baupolitik Sesostris 



Manetho nennt den König Sesonchosis. Er wird durch Africanus und Eusebius als Sohn des Anmanemes bezeichnt und soll 446 Jahre regiert haben. Mit ihm beginnt Manethos 12. Dynastie. Er wird richtig als 
"Sesonchosis, Sohn des Ammenemes, 45 Jahre" bezeichnet.



        
Pyramide Sesostris I.

Mittleres Reich: - 12. Dynastie -
 ( Turiner Papyrus:  TP.  5, 21;)

Regierungszeit:
2. König 
12. Dynastie

 

 1956 - 1911 / 10 v. Chr.  nach Jürgen v. Beckerath 45 - 46 J.
 1975 - 1930        v. Chr.  nach Helck 45 J.
 1919 - 1875/74   v. Chr. nach Lexikon/Pharaonen Schneider 56 - 57 J.
 Abydos-Liste
 Saqqara-Liste
 Turiner-Papyrus

A 60
S 60
TP V.21 (x)Jahre (x)Monate,(x) Tage
Doppeldaten:
Amenemhet I. Jahr 30 = Sesostris I., Jahr 10
( belegt Stele Kairo CG 270516)

Amenemhet II. Jahr 2 = Sesostris Jahr 44
(Leiden V.4)

Sesostris I. regierte 45 Jahre (worauf wohl 10 Jahre auf die Koregenz mit Amenemhet I. entfallen) und starb in seinem 46. Regierungsjahr - sein höchstes belegtes Jahr ist das Jahr 44 - Stele Leiden V.4 - "44. Regierungsjahr (mpt - zp) Sesostris I. - 2. Regierungsjahr Amenemhet II." - Das Verhältnis zwischen Amenemhet I. und seinem Sohn Sesostris I. scheint so gewesen zu sein, dass der junge König alle größeren Aufgaben übernahm, während der alte König sich weitgehend zurückgezogen hatte. In wie weit die Erzählung des Sinuhe einen historischen Kern besitzt und sich Sesostris gegen weitere Thronprätendenten durchsetzen musste, ist hier fraglich. Anscheinend gab es gewisse Quellen zufolge zu Beginn der Alleinherrschaft von Sesostris I. einige Unruhen im Lande.

Wahrscheinlich war Sesostris I. Mitregent seines Vaters, wodurch die Verschwörungstheorie (siehe Wolfgang Helck in: "Dauer und Wandel /Politische Spannungen zu Beginn des Mittleren Reiches") hinfällig wird. Unserer persönlichen Meinung nach hatte Herr Helck nur in einigen seiner dargelegten Meinungen und Schlussfolgerungen recht. Die Sinuhe-Erzählung ist wahrscheinlich ein Rechtfertigungsversuch für die Einführung der Institution der Mitregentschaft. Unruhen im Lande mag es sicher unter Amenemhet I. und auch unter Sesostris I. gegeben haben, die aber wohl eher dann wie W. Helck sie schildert, sozialpolitischer Natur gewesen sein mag. (persönliche Meinung des Web-Autors!)

K. Jansen-Winkeln hat dazu eine neue Deutung der Geschichte von Sinuhe und der ja nur vermuteten Ermordung Amenemhets I. in seinem 30. Regierungsjahr während sich sein Sohn Sesostris auf einem Feldzug gegen die Libyer befand: Nach Jansen-Winkeln diente die außergewöhnliche Schilderung eines (fiktiven) Attentates (in der "Lehre Amenemheets für seinen Sohn") datiert ins 20. Regierungsjahr Amenemhets I. (sein Sohn war damals noch nicht Mitregent), nur dazu, die neue Einrichtung der Mitregentschaft zu legitimieren: Bei den Ereignissen zu Beginn der Sinuhe-Erzählung um den 10 Jahre später erfolgten Tod Amenemhets I. und der darauffolgenden alleinigen Machtergreifung seines Sohnes Sesostris I.

Nach dem Tode seines Vaters Amenemhet I., dessen Mitregent er höchstwahrscheinlich für eine Zeitspanne von 10 Jahren war, herrschte Sesostris I. allein über das Reich. Als seine Mutter wird eine Königin namens Neferet-jatenen (?) (das ist nicht ganz gesichert) genannt, seine Hauptgemahlin ist seine Schwester Nofru IV. 

Der Turiner Papyrus nennt für Sesostris I. TP T.5.21; 45 Jahre, (+ x Monate). In seinem 43. Regierungsjahr machte er seinen Sohn zu seinem Mitregenten. Diese Ko-Regentschaft mit Amenemhet II. dauerte knapp 3 Jahre (siehe Franke Or. 57) 

Familie:

Vater:   Amenemhet I.
Mutter:   Neferitatjenen  ( Nfr - ItA - Tnn.t  ) = "Schön ist Ita, die Erhabene"
Geschwister:   Nofru IV. ( Nfr.w IV.) = Schwestergemahlin 
  Kajt ( KAjjt )  nach Bettina Schmitz "Königssohn"
 Nfrw - srj     
nach Bettina Schmitz
 Jt - kAjjt 
I.      nach Bettina Schmitz
 (nach Bettina Schmitz "Königssohn" noch 2 weitere Brüder)
Ehefrauen:  Nofru IV. / Neferu  ( Nfr.w) = "die Schöne" (Hauptgemahlin)
 Itakajet (I.) ( nicht eindeutig geklärt, evtl. auch Königstochter -
 vergl. P. Janosi - Königinnen )
Kinder:  Töchter: Itkajet / Ita-kait (I.) - siehe oben
                Neferu-Ptah I.  ( Nfrw - PtH )  nach Schneider
            
Neferu - Sobek ( Nfrw - sbk )   nach Schneider
                (?) Nenseddjedet nach Peter A. Clayton
 Söhne:    Ameny ( Jmnj ) = evtl. der spätere König Amenemhet II. 
                zumindest noch

 

Königliche Frauen:
(nach Silke Roth ÄAT 46)

Königinnen-Mutter:  
Nfr -
ItA - Tnn.t (?) = Schön ist Ita, die Erhabene"
Gemahlin
Amenemhets I.
Mutter von Sesostris I.
Titel
mw.t nswt
Sesostris wird bezeichnet als  "
msi.n  mswt  Imn.w - m - HA.t  msi  mw.t  nswt 
 Nfr - ItA - Tnn.t  "
(?)

Belege:
Statuette Sesostris I.: ehemals Louvre (verschollen)
Die zuletzt im Pariser Louvre befindliche Statuette Sesostris I. war um das Jahr 1830 in den Wirren der Revolution verlorengegangen. Der König in hockender Stellung aus Karneol gearbeitet, ca. 8 cm hoch und am Sockel mit einer Inschrift versehen, die den Dargestellten als
nswt Zi - n.i - Wsr  msi.n  nswt  Imn.w - m - HA.t mis mw.t, mswt Nfr- I .... - Tnn 
"
König Sesostris, den der König Amenemhet gezeugt hat, geboren von der Königsmutter Nfr - I......tnn."

Die ungewöhnliche Inschrift und auch andere Besonderheiten der Statuette legen den Verdacht nacht, dass es sich hier nicht um ein zeitgenössisches Stück handelt, sondern aus späterer Zeit stammt, ja man denkt sogar an äußerst qualitätsvolle moderne Fälschung. Ein Urteil ließe sich freilich nur anhand des verschollenen Originals bilden. 
Die Bestattung
Nfr - ItA - Tnn.t ist mit größter Wahrscheinlichkeit im Pyramidenbezirk ihres Gemahls Amenemhet I. in el-Lischt zu sehen.

Neferu 
Nfr.w IV /  Neferu  =   " Die Schöne"
Tochter von Amenemhet I.
Gemahlin Sesostris I.
Mutter von Amenemhet II. (nicht ganz gesichert)

Titel: 
" zA.t  nswt zA.t  nswt n.i [tX.t = f]  zA.t  nswt  Imn.w - m - HA.t m  OAi - nfr.w
(Imn.w - m - HA.t)|  Hm.t nswt  Hm[t.] nsws[t  #pr - kA - Ra.w] m [Hnm.t - s.wt - (#pr-kA-Ra.w)| Hm.t nswt Zi - n.i - Wsr.t m Hnm.t - s.wt - (Zi-n.i-Wsr.t)| niw.t  nsw[t]
bit
ir.it  pa.t  wr.t  Hz.t  Hnw.t  Hm.wt  nb.wt]  anx.ti

Hfr.w   wird in bezug auf Sesostris I. bezeichnet als:  " sn.t = f   Hnw.t  tA  n.tit  m  
aH = f  nb.t r  Dr  p.t.... n.tit  aH"

Attribute: Geierhaube
Grab:        Pyramidenanlage im Pyramidenbezirk Sesostris I. in Lischt
Belege:     Aus dem Umkreis der Pyramide der
Nfr.w IV. in Lischt

New York MMA 34.1.10
Fragment eines runden Opferbassins der Nfr.t: 
Fragment einer Sitzstatue der Nfr.w_
Pyramidenbezirk Sesostris in Lischt

Siegelabrollungen aus dem Bereich südlich der Mastaba des Imhotep.
Sonstige Funde: Rückenplatte eines Statuenensembles aus dem Tempel der Hathor in Serabit el-Chadim
Sinai mit Titulatur:
Sn.t = irj - pat.t   Hm.t nswt  Nfr.w  mAa.t - xrw  nb.t   imAxw."
(
" Seine Schwester, Fürstin, Königsgemahlin Neferu, gerechtfertigt, die Versorgte.")

Zum erstenmal in der ägyptischen Geschichte wurde auch ihr Name in einer Kartusche geschrieben, was bisher ein Privileg der Könige war.

Ita-kait (I)
ItA - kA.iit / Itkajt (I)
Tochter von Sesostris I.
Titel: "
zA.t  nswt *   [z].t  [nsw]t  mri.t [=f) [z3.t nswt n.it] X.t = f mri.t = f  *  
Ir.it  pA.t  wr.t  Hts  wr.t  Hz.t  hA.ti{t  pa.t] oder HAti[ta]  mÄAA[.t] hr.w sts *
Nb.t imAx  im.it  rAip.t

Attribute: [ w3s ] - Szepter
Belege: Pyramidenanlage im Pyramidenbezirk Sesostris I., Lischt.
Pyramidenanlage der "
ItA - kA.iit" ,
Lischt:
Fragmente der Opferkapelle und des inneren Schreins. Fragmente polygonaler Säulen aus der Opferkapelle.
"
anx - msw.t = lebend an Schöpfung"
Pyramidenbezirk des Königs: Von der am weitesten gelegenen Pyramidenanlage ist die Besitzerin unbekannt. Die mittlere Pyramidenanlage konnte der:
" zA.t nswt n.it X.t = f mri.t = f  IA - kA.iit
"leiblichen Königstochter, seine Geliebte,  "
IA - kA.iit zugeordnet werden.

Itakajjet nach Peter Jánosi - Königinnen:
Die Stellung der
Itakajet ist aufgrund der erhaltenen Titel nicht eindeutig zu erklären. Obwohl für sie ein 
Hmt - njswt
- Titel nicht belegt ist, lassen andere Titel vermuten, dass sie doch den Status einer Königin hatte. Darauf deutet der wichtige Alte-Reich Titel mAAt Hr stX und auch die im Mittleren Reich noch gebräuchliche Titel wrt Hts, wrt Hst und jrj pAtt.
Fehlende Anhaltspunkte gestatten keine Verbindung zu einem der Könige am Beginn der 12. Dynastie. Aufgrund der Position ihrer Pyramide liegt der Schluss nahe, Itakajet könnte eine Gemahlin Sesostris I. gewesen sein. Doch dieser Ahn-Name lässt sich nicht beweisen, da der archäologische Befund wie bei Pyramide Nr. 1 rätselhaft ist.

Neferu-Ptah:
Nfrw - PtH 
Tochter: Sesostris I.
Titel:
sA.t - njswt


Neferu - Sobek:
sA.t - njswt
Tochter: Sesostris I.
Ihr gehört wohl eine der neun kleinen Nebenpyramiden im Pyramidenbezirk Sesostris I.

Peter A. Clayton gibt noch eine Nenseddjedet als Tochter Sesostris I. an. (?)

Ameni
Imnj
Königssohn
Er ist aus einer Inschrift des Großen Gauoberhaupts Ameni aus seinem Grab in Beni Hassan bekannt.
In diesem Grab berichtet Ameni von seinen Taten im Dienste von Sesostris I. Die Inschrift ist ins 43 Jahr Sesostris I. datiert. Das Datum bezieht sich auf die Abfassung der Inschrift. Die verschiedene Expeditionen des Ameni müssen in der Zeit davor stattgefunden haben. Unter anderem leitete er eine Gold-Expedition, an der der gleichnamige Prinz Ameni (Jmny) teilnahm:
" Ich segelte stromauf, um eine Ausbeutung an Gold für die Majestät des Königs von Ober- und Unterägypten xpr - kA - Ra,..............zu holen. Ich segelte stromauf mit dem  rpat  HAat j - a sA - nswt - swsw  n - Hat.f  Jmnj ............   ....... Ich wurde deshalb vom König gelobt, der Königssohn dankte mir." 

Man kann diesen Jmnj mit dem späteren König Amenemhet II: identifizieren, denn Jmnj ist eine geläufige Abkürzung für " Jmn - m - HAt ".


Außen- und Innenpolitik:

Mit König Sesostris I. hat das Königtum sein Ansehen und seine ganze Macht wiedergewonnen. Es ist so auch nicht erstaunlich, dass er nach seinem Tode als Gott verehrt wurde und dass die "Geschichte des Sesostris", die uns das klassische Altertum, vor allem Diodor, überliefert hat, das Echo seiner Leistungen ist.

Wir wissen aus Inschriften in Elephantine, aber vor allem aus einer Inschrift aus El - Tod von Tempelzerstörungen. In El - Tod erkennen wir hinter der Schilderung eines Tempelbesuchs von Seiten des Königs, wohl den Sturm königlicher Truppen auf die sich im Tempelgelände verschanzt hatten. Der Gegner wird abwertend als "Bettler" (sw3) bezeichnet. Allerdings gehen hier die Meinungen der Ägyptologen weit auseinander hinsichtlich der Interpretation dieser Inschrift, ob es sich hier wirklich um die Schilderung eines Bürgerkrieges handelt. Nach dem Sieg konnten die Vertreter der neuen konservativen Richtung ihr Programm verwirklichen und das ganze Land straff durchorganisieren und jeden Einzelnen zu erfassen.

Überall werden jetzt in der Verwaltung neue Leute eingesetzt, die sich stolz rühmen, im " 1. Jahr Amenemhets I. " geboren zu sein, d. h. von Anfang an die neue Richtung mitgetragen zu haben. So der Beamte namens NHt - xnuw auf seiner Stele, die ins 7. Jahr Sesostris I. datiert ist: " Ich wurde geboren im 1. Jahr Amenemhets I. " - Museum Kairo, CG 20518.

Während der Hauptverdienst Sesostris I. die innere Organisation des Königreiches darstellt, sind Militäraktionen im Ausland nur selten bezeugt.

Militärexpeditionen:

D. B. Redford setzt eine Razzia nach Nubien in das Jahr 1 von Sesostris I. und einen Feldzug gegen Wüstenbewohner im Nord-Osten unter der Führung General Nes-Month / Nj-sw MnT.w (Stele Louvre C1) in das 24. Jahr König Amenemhets I. = Jahr 4 Sesostris I., also in die Zeit der Mitregentschaft (anders und gegen die Annahme einer Mitregentschaft C. Obsamer). Dabei muss betont werden, dass dieser Feldzug nicht über die ersten Städte des südlichen Palästinas am Rande der Wüste von Sues hinausging.

Außerdem eine weitere Kampagne nach Palästina zwischen den Jahren 10 und 16 (?). Ein Feldzug gegen Libyen ergibt sich aus der Einleitung der Geschichte des Sinuhe. Unter Sesostris griff Ägypten energisch nach Süden aus. Der Anlass dazu war einmal das Vordringen er sehr selbstbewussten Volksgruppe in Nubien (sog. "C-Gruppe"), die ägyptischen 'Durchdringungsversuchen Wiederstand entgegen setzte, anderseits ging die Produktion  der Goldgruben in der östlichen Wüste bei Koptos zurück, so dass neue Fundorte im nubischen Raum ausgebeutet werden mussten.

Die Sicherung des nubischen Gebietes bis zum 2. Katarakt fällt offenbar in die frühe Mitregentschaft Sesostris I. mit seinem Vater. Vier Stelen aus Buhen aus dem Jahr 5 Sesostris I. setzen die für den Festungsbau notwenige militärische Sicherung (durch den General Dedu-Antef ?) voraus. Eine Nubienkampagne fand im 7. Jahr Sesostris I. statt.

Aus dem 29. Jahr Amenemhet I. = Jahr 9 Sesostris I. ist eine Militäroperation " um Unternubien niederzuwerfen " durch eine Inschrift in Korosko dokumentiert.
Ein entscheidender Feldzug fand im Jahre 18 von Sesostris I. unter dem Kommando des Generals Mentuhotep statt (Stele in Buhen). Er ging offenbar über Buhen und Semna hinaus weiter nach Süden, bis an die Schwelle des Kerma-Beckens. Anders als im Alten Reich wurde die Besetzung Nubiens auf " feste Füße " gestellt. Wadi Halfa wurde nun fest behauptet und hier eine Garnison eingerichtet. Mehrere imposante Festungen an den Zentren der nubischen Bevölkerung und den Zentren der großen Verkehrs- und Handelsstraßen sicherten die ägyptische Herrschaft Ägyptens. 

Zu Beginn des Mittleren Reiches stieß König Sesostris bei der Wiedereroberung Nubiens tief nach Süden vor. Zur Sicherung des 2. Kataraktes ließ er die Festung Buhen anlegen und gründete wahrscheinlich auch schon stromauf des Kataraktes von Semna die kleine Festung Semna-Süd. Ein gut durchdachtes Netz von Festungen und Signalposten im Gebiet zwischen dem zweiten Katarakt und dem Katarakt von Semna wurde von den nachfolgenden Herrschern angelegt und weiter ausgebaut.

Größtenteils scheint Sesostris I. die militärischen Belange in Nubien den Großen Gauoberhäuptern aus Mittel-  und Oberägypten überantwortet zu haben, die hier also die ägyptische Präsenz zu sichern hatten. Über den Feldzug des Jahres 18 berichtet wahrscheinlich das Große Oberhaupt des 16. Ober-Ägyptischen Gaus (Antilopengau) Amenemhet (auch Ameni/Jmnjj) genannt, in seiner Grabbiographie seines Felsgrabes Nr. 2 in Beni Hasan. Die Tochter des Ameni namens Baqet ( BAqz ) heiratete einen hohen Hofbeamten mit Namen Nehri (Nhrj) aus dieser Ehe ging das spätere Große Gauoberhaupt Chnumhotep II(. (Grab Nr. 3 in Beni Hassan) hervor.

(Quelle: u. a. Lexikon der Pharaonen / Th. Schneider)

Oberägypt.Gau :  Ort Name: Gauoberh. Besonderes
4. Iuni /Armant (Hermonthis ) Mentuhotep  erwähnt auf einer Stele (London Br. Museum, UC 14333) - eine Hungersnot im 25. Jahr Sesostris I. (?)
13. Assiut Djefaihapi (Djefai-Hapi I.) (Grab Nr. I. ) In Assiut wurde von Sesostris I. ein gewisser Djefaihapi als Großes Gauoberhaupt über den 13. Gau eingesetzt.
14. Meir (altägypt. Qis/Cusae) Uchhotep I. 
Senbi II.
Das Amt des Großen Gauoberhauptes übten Uchhotep I. (Grab B") u. Senbi II. unter Sesostris I. aus.
15. Hasengau (el-Aschmunein)
altägypt. Chmun
Thotnacht Großes Gauoberhaupt im 15. oberägypt. Gau mit Grab in Deir el - Berscha unter Sesostris I. war Thomacht.
16. Oryx-Gau  (Beni Hasan)
Antilopengau
Redj - dedu - Intef a) Ein großes Gauoberhaupt namens Redj - dedu - Intef, aus dem 16. oberägypt. Gau ist auf 2 Stelen aus Buhen, eine im Britischen Museum BM 196 [1177] erwähnt.
b) Amenemhet / Ameni (Amtszeit18. - 43 Jahr Sesostris I. Er nahm an 3 Expeditionen gen Süden teil, die er als Biographie am Eingang seines Grabes (Datierung Jahr 43,2 Monat der Überschwemmung, Tag 15 unter Sesostris datierte.
17. Mena Chufu Nacht (i) /Nxt (i) Das große Gauoberhaupt Nacht verwaltete seinen 17. oberägyptischen Gau von Mena-Chufu aus (Grab Nr. 21) - hier trägt er die Titel eines Vorstehers der Ostwüste und eines Großen Gauoberhauptes - Hrj - tp - aA.

In Elephantine war der Fürst Sarenput I. als Bürgermeister und Vorsteher der Priester von Elephantine tätig (sein Vater trug den Namen Hapi, sein Großvater Neb-Cheti). Sarenput I. wurde von Sesostris I. in seine Ämter eingesetzt. Der König übertrug Sarenput I. eine Machtbefugnis, wie es sie in Elephantine früher in Händen eines einzelnen Mannes noch nie gegeben hatte. Er trug u. a. den Titel  "Vorsteher aller Fremden" oder auch "Vorstand aller Dolmetscher". Das Grab Sarenput I. liegt in Quebbet el-Hawa (Hügel der Winde) -  Grab QH Nr. 46.

Die Sperrforts in Elephantine, Bigge, Buhen, Kuban, Aniba, Faras und Mirgissa (ägyptisch Iken / Ikur ) wurden in der Zeit Sesostris I. errichtet und später von Sesostris III. weiter ausgebaut. Die Namen dieser Sperrforts waren militärisches Programm: 

"Unterwerfer der Stämme"
"Vertreiber der Inu"
"Beschützer der Bogen"

Im Alten Reich war die ägyptische Politik gegenüber Nubien, vor allem durch die Sorge um Schutz und zusätzlich durch den Wunsch, sich gewisse exotische Produkte zu verschaffen, bestimmt.

Im Mittleren Reich taucht ein neues Motiv auf. Die Suche nach Gold. Seit der Zeit Sesostris I. wurden die nubischen Goldminen im Wadi Halfa ausgebeutet (siehe Bericht des Großen Oberhaupts des 16. oberägyptischen Gaus, Ameni) und allmählich wurde die Goldgewinnung die Haupteinnahmequelle aus diesem Bereich.
Wadi Halfa wird fest behauptet und durch eine Garnison in Buhen gesichert. 
Von einem königlichen Beamten mit Namen Mentuhotep wurde eine gewaltige Sandsteinstele aufgestellt, auf der der Gott Month (nicht Amun!) dargestellt wird, wie er Sesostris I. Kriegsgefangene aus verschiedenen nubischen Gebieten mit Kusch an der Spitze zuführen lässt. Diese Erwähnung von Kusch ist die erste dokumentierte in einem Text.
Ippolitto Rosellini fand diese Stele während einer archäologischen Kampagne, die von Champollion in Ägypten und Nubien 1818 - 1829 durchgeführt wurde. Die Stele wurde in zwei Teile zerbrochen im Nordtempel der Festung gefunden. Rosellini brachte sie ins Museum von Florenz, wo sie sich noch heute befindet. - (Nr. 2540)

Stele Museum Florenz - Nr. 2540

Beschreibung:
Die Stele ist oben gerundet, die Fläche
in drei Teile gegliedert. Oben der Bildteil, dann 7 waagerechte Zeilen Text, darunter 17 senkrechte
Textzeichen.

Bildteil:
Links steht Sesostris I. vor dem ihm 
gegenüberstehenden Gott Month. 
Der König trägt die unterägyptische
Krone mit zwei Federn wie Amun, in der linken Hand hält er senkrecht einen Speer, in der rechten Hand waagerecht eine Keule. Month hält dem König mit seiner rechten Hand ein Anchzeichen an die Nase - in der anderen Hand hält er Seile, die mit Namensschildern nubischer Gebiete verbunden sind.
Zeile 5 - 7 des waagerechten Textes:
" Dem Geb das Erbe seines Vaters gab, da er wusste, dass er dei beiden Länder in Ordnung halten würde .......während die Majestät des Königs ein Kleinkind war. Er erzog ihn zum Palastbewohner als Jüngling, bevor er das m: cAm - Gewand abgelegt hatte ....................Der Sohn des Atum, dessen Name fühlbar ist, groß an Macht in dem was für ihn geschieht, der über dem Land erscheint als Herr der beiden An[teile], der vollkommene Gott, Herr der beiden Länder..................................................."
Zeile 8 - 24 des senkrechten Textes:
" Der edle Prinz, königlicher Kanzler und Berater, ein Mann der das Vertrauen des Königs der beiden Länder besitzt, Verwalter von Dep, Sprecher für alle die in Pe sind, Magistrat beauftragt mit der Überwachung von ................(?),  [der Kurtisane ? des] Königs, jemand der das Ansehen des Herrn der beiden Länder genießt, der dem Weg desjenigen folgt, der ihn gefordert hat, sein Günstling, verantwortlich für die Rekruten, der General Mentuhotep. Er sagt:" Horus Anch - Mesut, der König von Ober - und Unterägypten Kheperkare, hat mich zum Träger der königlichen Mission bestimmt.
Jahr 18, erster Monat der Peret-Jahreszeit, Tag 8 unter der Herrschaft des Horus Anch-Mesut, während der ausgedehnten Expedition, König von Ober- und Unterägypten Kheperkare [dem Leben ewig gegeben ist] bin ich nach dem Süden gezogen und vernichte die Truppen, deren Leben damit beendet wurde. Ich habe sie getötet und ihre Zelte in Brand gesteckt......................., ihr Korn wurde in den Fluss geworfen. Ich bin jemand, der den Weg folgt, der die Befehle des Palastes befolgt, ein Mann mit kraftvollen Ka, im Ablauf jedes Tages [?] auf immer. So war der Sohn des Re, Sesostris lebt, so ist es geschehen, wovon ich berichtet habe."

Die Beziehungen zu Nubien waren manchmal sehr stürmisch, während sie es gegenüber dem asiatischen Gebiet nicht der Fall waren. 

Das ägyptische Vordringen in den Sinai zum Zwecke der Ausbeutung der dortigen Türkise und Kupfervorkommen scheint friedlich verlaufen zu sein, denn keine der vielen zu dieser Zeit hier angebrachten Felsinschriften erwähnt kriegerische Auseinandersetzungen.

Nur zwischen dem Jahr 10. und Jahr 16 (?) Sesostris I. scheint ein militärisches Unternehmen im palästinensischen (?) Raum durchgeführt worden zu sein. Ansonsten sind keine weiteren Unternehmungen in Asien aus der Zeit Sesostris I. bekundet.

Von König Sesostris I. wurden im Syrisch-Palästinensischen Raum zahlreiche Skarabäen gefunden, so in
Besan / Beisan am Westufer des Jordans südlich des Sees Genezareth, aber auch in Gaza, Lachisch, Gezer und Meggido. In Ugarit (Ras Samra) fand sich ein Halsband bestehend aus Amuletten und Perlen mit der Kartusche Sesostris I.

Die Regierungszeit von Sesostris I. war trotz der vermutlichen Krise zu Beginn seiner Herrschaft eine Zeit der Expansion im Innern, wie auch nach außen. Die Ausstrahlung Ägyptens nach außen beschränkte sich nicht nur auf Nubien und den palästinensischen Raum, da den Feldzügen im Süden eine Wiederinbesitznahme der östlichen und westlichen Wüste vorausgegangen war. Mehrere Expeditionen entsandte man in die westliche Wüste (vielleicht um landflüchtige Landarbeiter (??) zurückzuholen). Der Ausgangspunkt für solche Unternehmungen war das Gebiet um Theben. Der Führer einer dieser Expeditionen schreibt: (Stele des Kai aus Karnak)

" Ich habe die westliche Oase erreicht. Ich habe alle ihre Zugangsstraßen entdeckt und die 
 Flüchtlinge mit zurückgebracht, die ich dort fand. Mein Heer bleib heil und ohne Verluste."

Im Jahr 34 Sesostris I. führte der "Hausvorsteher" Dedi Iku im königlichen Auftrag eine Expedition nach der Oase Charga durch und wählte dazu ebenfalls die direkte Route von Theben in die Oase. Auf seiner heute in Berlin befindlichen Grabstele (wohl aus Abydos - Iku - djj - Berlin 1199) heißt es dazu einleitend:

"Ich, ein Vertrauter des Königs, der alles tut, was diesem gefällt, kam aus Theben als Befehlshaber einer    jungen Mannschaft, um das Land der Oasenbwohner zu [...........  ? ..........] als bewährter Beamter, dessen Rat vor dem König erprobt ist, der die Hofbeamten zum Palast hinaufführt."

Sesostris I. rüttelt ebenso wenig wie schon sein Vater an der Erblichkeit des Amts der Großen Gauoberhäupter und deren großen Selbstständigkeit. Vielleicht brauchte er sie zur Stützung seiner Macht im Lande. Die Königsmacht gewann aber unter Sesostris I. bedeutend an Ansehen und Macht, was wohl nicht zuletzt auf den wirtschaftlichen Wohlstand des Landes zurückzuführen ist.

Für die Unterstützung in der Zentralgewalt verfügte Sesostris I. über Wesire. Vermutlich schienen diese aber zumindest zu Beginn der 12. Dynastie nur eine zweitrangige Rolle gespielt zu haben. Der König blieb immer noch der Leiter des Gerichtswesens und der Verwaltung insgesamt.  Unter Sesostris I. folgten mindestens fünf Wesire im Amt aufeinander. 

Wesir ab der zweiten Hälfte der Regierung Sesostris I. bis in die Regierung von Amenemhet II. war ein Mann namens Mentuhotep.
  Ein weiterer Wesir namens Antef ist durch seine Stele im Britischen Museum belegt, sie trägt das Datum "Jahr 39" Sesostris I. 
Ein Wesir namens Neheri  und 
Antefiker - Wesir und Gouverneur von Theben, der schon unter Amenemhet I. diente
und auch innerhalb dessen Pyramidenbezirks eine Grabstätte hatte.
Ein Wesir mit Namen Sesostris.

Der am Bekanntesten ist Antefiker, Wesir und Gouverneur von Theben zu nennen. Er diente schon unter dem Vater von Sesostris  I., König Amenemhet I. und er besaß auch innerhalb dessen Pyramidenbezirk eine Grabstätte. 

Mit Hilfe der großen Gauoberhäupter und er Wesire hat König Sesostris I. die von seinem Vater begonnene Re-Organisation der Verwaltung fortgesetzt. Schon bald trägt diese Aktion Früchte und die Regierung Sesostris I. ist für Ägypten eine Zeit der starken wirtschaftlichen Entwicklung. Aber das Werk der Könige der 12. Dynastie beschränkt sich nicht nur allein auf die Re-Organisation der wirtschaftlichen Blüte und Wohlstandes, ähnlich der "schönen Tage" des memphitischen Königreiches, sondern es suchte auch nach neuen Hilfsquellen, die zu erschließen waren. Das drückte auch sich in die Urbarmachung des Fajums aus. Obwohl meistens mit der landwirtschaftlichen Entwicklung dieser Provinz der Name Amenemhets III. verbunden ist, so war es jedoch Sesostris I., der diese politische Expansion in die Wege geleitet hat.

Die sich schnell entwickelnde Wirtschaft Ägyptens verlangte nach Rohstoffen aller Art. Deshalb fanden seit der Zeit Sesostris I. viele Expeditionen in den Sinai statt, vor allem in die Alabastersteinbrüche von Hatnub, dem Wadi Hammamat und dem Wadi el-Hudi, sowie die Dioritbrüche bei Abu Simbel und zum Roten Meer und von dort zu Schiff weiter.

Wichtige literarische Texte entstanden zur Zeit König Sesostris I. - Hierzu zählt die (nach konventioneller Ansicht von Sesostris I. ausgegebene) " Lehre des Königs Amenemhet " - sowie die "Erzählung des Sinuhe"( mit einem Hymnus auf Sesostris I.), die "loyalistische Lehre ", die Loyalität zum König und eigenes Wohlergeben verknüpft und der  "Dramatische Ramesseum-Papyrus " ( Festspiel unter Sesostris I. ). Wichtige Dokumente aus dem Bereich der Verwaltung und Arbeitsorganisation sind die Papyri Reisner I. - IV. 

Ein Graffito in den Alabastersteinbrüchen von Hatnub deutet daraufhin, dass Sesostris I. vermutlich in seinem 31. Regierungsjahr ein Hebsed-Fest gefeiert hat. (Anthes, t.31 Gr. 49 hieratisches Graffito). Es ist ins 31. Jahr Sesotris I. datiert und nennt ein Sedfest: "Jahr 31, erstes Mal des Hebsed, König von Ober- und Unterägypten, Cheperkare, dem Leben gegeben ist in Ewigkeit."

Expeditionswesen unter Sesostris I. 

 

Sinai: - Jahr YX:
Expedition in den Sinai - Feldinschriften Nr. 64,65,66,67,68,69,70
Im Wadi Charig, einem nördlichen Seitenarm des Wadi Bala fand sich eine zerbrochene Stele Sesostris I.
Rote Meer und nach Punt:
Eine Expedition nach Punt durch das Wadi Gawasis / Mersa Gawasis-Schein des Anchu.  Stele mit Weisung von König Sesostris I. an den Wesir Antefoqer, mit Schiffen nach "Bia-Punt" zu fahren.
Hatnub: - Jahr 22:
Expedition datiert ins Jahr 22. Graffiti 49 nennt eine Expedition für das Jahr 31 mit Erwähnung des Sed-Festes.
Wadi Hammamat:  - Jahr 2,16 und 38:
Belegt sind drei Expeditionen in den Jahren 2,16 und 38. Steinbruchinschrift (so. Kritzelschrift) G 67 - Wadi Hammamat.
 Expedition Jahr 2:
Von rechts nach links der Horusname im Serech auf dem der Falke sitzt, dann die Kartusche mit dem Thronnamen. Dazu gehört der links stehende Text mit zwei senkrechten Zeilen.
Die Expedition zog in einer "kühlen" Jahreszeit (Mitte Februar) in das Wüstengebirge. Die bevorzugte Zeit für solche Expeditionen waren allgemein die Monate Januar bis März unserer Zeit.
Expedition im Jahr 16: - Inschrift G 64:
Große Expedition im Jahre 38:

Steinbruchinschriften: G 61, G 62, G 63, M 87
Die Expedition bestand anscheinend aus zwei Abteilungen:
1) Ankunft der 1. Abteilung " Jahr 38, 3. Monat der Axt - Jahreszeit, Tag 25 u. Tag 27",
     Aufenthalt der Abteilung, 30 Tage, Ankunft in Ägypten im vierten Monat der
Axt - Jahreszeit,
     Tag 25/27, errechnet aus der Aufenthaltsangabe.
2) Ankunft der 2. Abteilung " Jahr 38, 4. Monat der
Axt - Jahreszeit, Tag 4", Abreise aus dem
    Wadi im 4. Monat der 
Axt - Jahreszeit, Tag 6. Ankunft in Ägypten im 4. Monat der 
   
Axt - Jahreszeit, Tag 20 (?)
Offenbar handelt es sich bei der 2. Abteilung um die Mannschaft, die die zuvor von der anderen Abteilung gewonnenen Steine abtransportierte. Sie hielt sich deshalb nur 2 Tage im Wadi auf, benötigte aber 14 Tage für den Transport der Steine zum Niltal - M 87.
Die gesamte (?) Stärke der Truppe soll nach den Felsinschriften 17000 / 18000 Mann betragen haben.
Die Expedition stand unter der Leitung des
Herolds Ameni / Amenemhet. Es sollten (lt. Inschrift Nr. M 87) 80 Steinblöcke in 2 Tagen gebrochen werden, die von  drei Abteilungen von je 2000, 1500 und 1000 Mann innerhalb 14 Tage zum Nil gebracht werden mussten. 
Insgesamt wird in den Inschriften (G.61) von 150 Statuen und 60 Sphingen (eigentlich wurden Blöcke beschafft und roh zugehauen) gesprochen, die beschafft wurden. Die Expedition bestand aus 80 höheren Beamten, 300 Bürgern von Theben und 700 Leute aus Koptos, 520 Handwerker, 140 Leute, die für den Nahrungsbedarf zu sorgen hatten. Als Lasttiere wurden Esel verwendet.
In Felsinschrift G 61 wird auch über die Versorgung der Expeditionsteilnehmer berichtet und die tägliche Menge an Brot und Bier, die zur Verfügung ausgegeben wurde.
Assuan: - Jahr 33 und 40
Steinbruchexpedition im Jahr 33 und im Jahr 40 Sesostris I.
Wadi el - Hudi (Amethyst-Minen) - Jahr 16,20,22,28 und 29:
Expeditionen sind belegt in den Jahren 16,20,22,24,28 und 29.

Felsinschriften:
Felsinschrift Nr. 6 - aus Wadi el Hudi: 
heute Museum Elephantine Inv. Nr. 1471 
Datum: Jahr 16 von Hor - (zu dieser Expedition könnte auch Stele Nr. I. gehören)
Felsinschrift Nr. 7- aus dem Wadi el-Hudi:
heute Museum Elephantine Inv. Nr. 1472
Datum: Jahr 20 / genannt werden Jnj - jtj.f - jqr und anx - JSw's (?)
Felsinschrift Nr. 8 - aus dem Wadi el-Hudi:
heute Museum Elephantine Inv. Nr. 1473
Datum: Jahr 20 / vom Beamten Wn / Wnj angebracht.
- Es könnten sich bei den Inschriften Nr. 7 und Nr. 8 um zwei oder sogar drei eigenständige Expeditionen gehandelt haben -
Felsinschrift Nr. 9,10 und 11 aus Wadi el Hudi:
Aus dem Jahr 22 sind drei Inschriften bekannt: Nr. 9, 10 und 11.
Nr. 9 - heute Museum Elephantine Inv. Nr. 1474
vom Beamten Jd's
Nr. 10 - heute Museum Elephantine Inv. Nr. 1507
vom Beamten Wnn's
Nr. 11 - oder Stele (?) - heute Museum Elephantine Inv. Nr. 1475
von einem Beamten namens Nbt' oder Ktj's
Felsinschrift Nr. 12 aus Wadi el-Hudi:
heute Museum Elephantine Inv. Nr. 1476
Datum Jahr 24 vom Beamten Hrw
Felsstele Nr. 13 - aus Wadi el-Hudi:
heute Museum Elephantine Inv. Nr. 1477
Datum: Jahr 28
Felsinschrift Nr. 14 - aus Wadi el-Hudi:
heute Museum Elephantine Inv. Nr. 1478
Datum: Jahr 20 und Jahr 24 vom Beamten Bbj's
(zur Expedition im Jahr 24 könnte auch die Inschrift Nr. 12 gehören)

Stelen:
Stele Nr. I. - aus Jahr 16 (?) des Beamten Hrw (Inschrift Nr. l  1432)
Kalksteinstele aus der unmittelbaren Umgebung des Gebel el-Hudi (heute im Museum Kairo, Nr. 71901) - Höhe 93,5 m, Breite ca. 0,495 m .
Bildfeld:
Das Bildfeld der oben gerundeten Stele zeigt unter der Himmelshieroglyphe den Horusfalken mit der Doppelkrone auf dem Serech sitzend, das den Horusnamen "'Anch-mesut" enthält, rechts daneben steht "Sohn des Re (Senwosret)| mit Leben beschenkt für ewig."
Auf der anderen Seite des Serech steht "geliebt von Satet, Herrin von Elephantine, sie gibt Leben."
Stele Nr. II. - ca. 500m von Nr. I. entfernt - Gebel el-Hudi
heute Kairo Nr. 71900
Stele: Sandstein, Höhe 34 cm, Breite 247 cm
Datum: Jahr 29 (?) vom Beamten Snb - HA - jSt.f
Stele Nr. III - Fundort wohl in der Nachbarschaft von Nr. I. und II. /Gebel el-Hudi:
heute Museum Kairo, JdE (Journal d'entree) Nr. 71899
Stele: Sandstein, Höhe 35,5m, Breite ca. 0,247m
Datum: Jahr 29 (?) / von einem Beamten S
'nx

Toschka in der westlichen Wüste
Hier fanden sich Felsinschriften aus der Zeit Sesostris I.

Verschiedenes:

Elephantine:
Quellen belegen, dass zur Zeit Sesostris I. eine "gute Überschwemmung" - eine Höhe von 21 Ellen (= 11,3m) hatten. - 21 Ellen, 3 Palmen und 3 Finger.

Stele BM 58776:
Ein Text aus dem 14 Jahr Sesostris I. berichtet von der Ehrung eines "Gottesvaters".
"Seine Majestät band mir ein großes Siegel aus Bronze um, wie jedem Geehrten des Königs, mein Stab war aus Ebenholz mit Gold beschlagen".

(Co-Auto: J. H. Pirzer)

mein Gästebuch

home Einleitung

Sitemap

Pyram. Amenemhet I.

Dynastien

Nilkreuzfahrt