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Bauten Sesostris I.

Pyramide Sesostris

weiße Kapelle

Unter König Sesostris I. genoss die alte Hauptstadt der 11. Dynastie, Theben, weiterhin großes Ansehen. Auch das Talfest, wohl gegründet durch Mentuhotep II., wurde weiterhin gefeiert, wie Graffiti in Deir el–Bahari belegen.

Wie Anderorts ließ der König auch in Karnak die Vorgängerbauten aus der 11. Dynastie, die vermutlich zum größten Teil aus Ziegeln erbaut waren, abreißen und baute auf dem Areal einen bedeutend größeren Tempel in Stein. Außerdem stiftete er wahrscheinlich aus Anlass des ersten Sedfestes die „Chapelle Blance“, sowie weitere Heiligtümer.

Der neue Tempelbau wurde  aus Kalkstein errichtet und lag an der Stelle des heutigen Hofs des Mittleren Reichs. Er ersetzte einen kleineren Vorgänger-Bau aus Sandstein an gleicher Stelle.
Dieser Bau, den er dem Gott Amun–Re weihte, war der erste größere Tempel hier am Ort.
Umschlossen wurde er von einer Ziegelumwallung mit zwei kleinen steinernen Eingangsportalen an der Nord– und Südseite. In diesen Bereichen wurden Türstürze und Pfosten geborgen. Die Fundamente der Lehmziegelmauer fand man exakt an der Umfassung des Hofes – so Gabolde 1998. Das Hauptportal an der Westseite dürfte ebenfalls aus Stein gewesen sein, nur größer und eventuell von zwei Lehmziegel-Pylontürmen flankiert. Ein in diesem Gebiet gefundener Türsturz mit dem Namen Sesostris I., der zu einem monumentalen Portal gehört haben muss, kann nicht mit Sicherheit einer bestimmten Toranlage zugeordnet werden.

Innerhalb der Ziegelumwallung  standen noch mehrere kleinere Stationskapellen - siehe Chapelle blanche (weiße Kapelle).

Vom Tempelhaus vor Ort blieben nur drei Schwellen aus Rosengranit und einige wenige Architekturfragmente erhalten. Viele Spolien fanden sich allerdings verbaut in späteren Bauten. 

Der Tempel umfasste eine Fläche von ca. 40 m im Quadrat, die Umfassungsmauer dürfte 6 m hoch gewesen sein.  Die Wände des Tempelbaus waren reich dekoriert.  Aus den verbauten Resten konnte Gabolde eine Fassade in Form eines Portikus mit zwölf monumentalen Osirisstatuen des Königs rekonstruiere – eine dieser Statuen fand sich 1910 vollständig erhalten wiederverbaut im Fundament des 6. Pylons  – heute im Museum zu Kairo, weitere Fragmente verstreut im Tempelareal.  

Osiris-Pfeiler Sesostris I.

Objekt:      Osirispfeiler

Fundort:     Karnak, aus dem Fundament
                   des VI. Pylons 1910

Heute in:    Kairo, JdE 48851

Material:    Kalkstein, bemalt

Maße:         H: 4,70m; L: 1,05m, B: 1,60m

 

(Bild: nach PKG / Vandersleyn, Propyläen Verlag Berlin 1975)

Beschreibung:

Eine fast vollständige Statue des osirisgestaltigen Königs, der mumienförmig mit gekreuzten Armen und anx Zeichen in beiden Händen dargestellt ist. Er trägt die weiße Krone und einen Götterbart. In dem Loch über der Stirn befand sich einst ein Uräus aus Metall. Die Füße der Statue und die Rückenseite des Pfeilers sind beschädigt. Rechts und links des Kopfes befinden sich Beischriften. Hier wird 
Amun–Re nb  p.t,  Amun  Hrjtp, tA.wi und Atum–Amun genannt, also Amun als Herr über Himmel und Erde und als Schöpfergott in einer synkretistischen Verbindung mit Atum. Je ein Bildfeld befindet sich auf den Seitenflächen des breiten Rückenpfeilers. Auf der rechten Seite ist nur der König zu sehen, über dem zwei Geier schweben. Auf der linken, stark zerstörten Seite, steht der König und ein Gott, von dem die Federkrone erhalten ist, sich gegenüber. Über dem König fliegt ein Geier. Auf der Rückseite soll nach Gabolde der König von Amun umarmt werden – die Seite ist heute nicht mehr zugänglich. Der Typus des Osirispfeilers tritt unter Sesostris I. erstmals auf. Die osirishafte Haltung soll den ewigen Aspekt des Königs selbst symbolisieren.

Weitere Osiris-Pfeiler:

Objekt: - Fragment eines Osirispfeilers
Fundort:      Karnak, gefunden 1971vom Centre Franco-Egyptien
                    auf der erhöhten Terrasse westlich des 1. Pylons.
heute in:      Museum von Luxor Nr. J. 174
Material:     Kalkstein bemalt
Maße:         Höhe: 1,58m; Länge: 1,06m;  Breite:0,385m 
                     Höhe des Gesichts: 30,5 cm

Die Vorderseite der Osiris-Statue ist bis zur Hüfte erhalten. Beide Arme sind über der Brust gekreuzt und halten anx Zeichen in den Händen. Der König trägt einen Götterbart.
Das Kopfschmuck und der Rückenpfeiler sind zerstört. Das Gesicht ist nur leicht  beschädigt.
Inschrift:  nicht erhalten.

Objekt: - Fragmente eines Osirispfeilers - 2 Fragmente.
Fundort:     Karnak, genaue Lage nicht bekannt
heute in:     Karnak - OAM
Material:   Kalkstein
Maße:       ?

Reste eines weiteren Osirispfeilers. Erhalten sind Fragmente des Gesichtes, der linken Schulter, des angeschlossenen Pfeilers mit Resten von Inschriften sowie vom unteren Bereich des Pfeilers mit einer fragmentarischer Bandeau–Inschrift.
Inschrift:
„ [Beschenkt] mit Leben, [Dauer] und Herrschaft wie [Re] ewig “
„ … Gesundheit, indem sein Herz weit ist Re. …. Und alle …… zu Füßen dieses vollkommenen Gottes “

Objekt - Fragmente eines Osirispfeilers
Fundort:      Karnak, genaue Lage unbekannt
heute in:      Karnak, Magazin Sheik Labib
Material:    Kalkstein
Maße:         ?

Beschreibung:
Kleines Stück eines Osirispfeilers: Eckstücke der unteren Szenenbegrenzung der rechten Seite sowie der Rückseite. Auf der rechten Seite ist noch der Stab des schreitenden Königs mit einem Inschriftenrest erhalten. Die Rückseite weist lediglich das Ende des Tierschwanzes und einen Hieroglyphenrest auf. 
Inschrift:
„ … er machte (es), damit er Leben erhält “
„ Leben, Dauer, Herrschaft, Gesund[heit, …] “

Objekt: - Fragment eines Osirispfeilers
Fundort:      Karnak - genaue Lage unbekannt
heute in:     Karnak, Open Air Museum
Material:    Kalkstein
Maße:         ?

Beschreibung:
Kleines Bruchstück von der rechten, oberen Seite eines Osiris-Pfeiler mit einem Inschriftenrest und der Darstellung des Geiers auf einem Korb.

Von der ehemaligen Tempelfassade fand sich ein Architekturfragment des Fassadenportico, dessen Inschriftenreste eventuell zu einer Weiheformel ergänzt werden können.

Danach war der Tempelbau eine Stiftung Sesostris I. für Amun–Re–Kamutef.

Hinter dem Eingangs-Portikus folgte nach Gabolde ein großer offener rechteckiger Hof mit einem Pfeilerumgang an allen Seiten. Dieser wurde im Laufe der 18. Dynastie vollständig abgerissen und die Architekturteile als Füllmaterial in Neubauten wiederverwendet.


Heute befinden sich (vom Bau aus dem Mittleren Reiches) nur noch drei Schwellen aus rotem Granit, die von Toranlagen stammen in situ. Sie zeigen die einstige Mittelachse des Baus Sesostris I. an. Dahinter folgte das Sanktuar von dem sich vor Ort nur die Reste eines Naosuntersatzes aus Kalzit–Alabaster mit Stufen an der Vorderseite und Rillen auf der Oberseite für den Einsatz des Naos, fanden. 

Der Hof des Mittleren Reiches 
mit den granitenen Türschwellen 
 des Baus Sesostris I.
(Bild saamunra)

Auf diesem Bild sind die heute noch in situ befindlichen drei Schwellen aus rotem Granit zu sehen, die einst von Toranlagen stammten. Dahinter ist das Ach-Menu Thutmosis III. zu sehen.
(Bild Gitta Warnemünde)

 

Plan des Mittleren Reich-Tempel
Die schwarzen Blöcke kennzeichnen
 die Überreste der Granitschwellen.
(nach Gabolde Le Grand Chateau d'Amon
  'de Sesostris ler à Karnak pl.7)

Die oberen 3 schwarzen Markierungen zeigen die heute noch in situ befindlichen Schwellen aus 
rotem Granit. Die untere 4. schwarze Markierung stellt eine weitere Schwelle da, die wohl heute nicht mehr sichtbar ist.

Podest eines Naos

Fundort:
Heutiger Standort:
Material:
Maße:
Karnak - Hof des Mittleren Reiches
Karnak - Hof des Mittleren Reiches
Alabaster-Kalzit
H: 1,03m; L: 2,27m; B: 1,07m


Beschreibung:

Die Bruchstücke eines alabasternen Naosuntersatzes mit Stufen weisen an ihrer Oberseite eine Vertiefung, in welcher der Kultschrein stand. Links und rechts der Stufen befinden sich Inschriftenreste. Dieser Naosuntersatz ist stark zerstört. 

Naos-Podest aus Kalzit-Alabaster
- Rück-Ansicht mit Blick nach Westen auf den Tempelbau der 18. Dynastie mit Obelisk der Hatschepsut -
(Foto: Mutnedjmet)

 Naos-Podest mit Stufen an der Vorderseite
- mit Blick nach Osten auf das Achmenu -

(Bild: saamunra)

In diesem Naos stand einst die Kultstatue des Amun–Re. Neuerdings wurde von Gabolde dieser Naos in nord–östlicher Richtung orientiert in einem Raum nördlich der Zentralachse platziert.

Links und rechts des Treppenaufgangs des Podestes 
befinden sich  Weihe-Inschriften mit dem Namen Sesostris I. 
(Bilder: Mutnedjmet)

 

Inschrift rechts:
1.[!r   anx -]msw.t   Nb.t j   anx msw.t  ///  2. (!pr kA Ra)|  irj.n = f  m   mnw [=f]  ///

1. „ [Horus Anch]mesut, Herrinnen Anchmesut … 2. Cheperkare, 
er machte als [sein] Denkmal …

Inschrift links:
(Zi n [Wsr.t)| ] mry   Imn   nb   ns.wt   tA.wi  ///

„ Sesos[tis], erwählt von Amun, dem Herrn der Throne der beiden Länder “

 

Auf der Oberseite des Sockels ist die Aussparung zu erkennen, in welcher der Götterschrein stand.
(Bild: saamunra)

Die Reste der Stufen des Podestes sind noch zu erkennen.
(Bild: saamunra)

1922 entdeckte Pillet im Untergrund des Vorhofes hinter dem Südpylon des 7. Pylons (es handelt sich um den Hof zwischen 7. und 8. Pylon) einen aus schwarzem Granit bestehenden Naos, den Sesostris I. gestiftet hatte.

Naos aus schwarzem Granit:

Fundort:
heute Standort:
Maße von Außen:
Maße Innenraum:
Vorhof hinter dem Südpylon des 7. Pylon
Kairo: - Inv. Nr.: JdE 47276
H: 1,75m; L: 0,934m; B: 0,77,
H: 1,28m; B: 0,53m; T: 0,59m

Die Architekten von Karnak (so Hermann Kees in MDAIK 16 / II. – Seite 211) versichern, dass der Granitschrein auf die Standspuren passt, die auf der Oberseite des Alabasterpodestes im Osttempel Sesostris I. eingetieft sind. Der Naos blickte also nach Westen und die drei Türschwellen im Hof führen auf ihn zu. Der Kultschrein war Amun–Re geweiht, einst war er mit einer Doppeltür verschließbar gewesen. Der Innenraum barg sicher hölzerne Schreine mit Goldbeschlag, in deren Innerste das Götterbild aus Edelmetall verwart war.

Da der Schrein in der Amarnazeit schwer in Mitleidenschaft gezogen worden ist, sind sämtliche Götterdarstellungen an den beiden dekorierten Seitenwänden entfernt. Die Gestalt König Sesostris I.  blieb dabei jedoch unangetastet. Unter den Ramessiden wurden die Darstellungen wieder flüchtig eingeritzt, somit war der Naos zumindest bis in die 19. Dynastie in Funktion. Als altehrwürdiges Tempelinventar blieb dieser Kultschrein ein volles Jahrtausend in Gebrauch. Inwieweit diese Restauration dem Originalzustand entspricht, ist leider nicht zu entscheiden. Auffällig ist jedenfalls, dass der Name des Amun auf den Inschriften der Rahmen nicht zerstört wurde. Auf den Seitenwänden ist bis auf eine Szene immer 
Amun–Re dargestellt, der vom König
Opfer empfängt. Nur in der vorderen unteren Szene auf der rechten Seite ist es der mit vier Federn geschmückte Onuris. Dieser ist synkretistisch Schu, dem Luftgott und Mitglied der heliopolitanischen Neunheit, verbunden und damit mit einem der Aspekte des Amun–Re zu vergleichen. 


Kultschrein Sesostris I. aus dem Tempelbezirk des Amun in Karnak

 – Bild aus dem Buch „ Sesostris und Amenemhet “ von D. Wildung -


Beschreibung:
Ein rechteckiger monolithischer Schrein mit gewölbtem Dach. Die Tür war zweiflügelig, wie die Angellöcher an beiden Seiten zeigen. Über der Tür ist eine geflügelte Sonnenscheibe mit zwei Uräen angebracht. Auf dem Türrahmen befinden sich Inschriften. Auf jeder Seitenfläche gibt es vier Szenen. Der König steht einem Gott gegenüber, dem er Opfer darbringt und Leben dafür erhält. Auf der linken Seite trägt er immer die rote Krone, rechts die weiße. 

Linke Seite: 
1.
Der König ist versehen mit Stab, Keule und Vorbauschurz,
    er opfert ein anx.

2. Er ist bekleidet mit Vorbauschurz und Uräengehänge
     und hält Spitzbrot.

3. Er macht dwA und trägt Vorbauschurz.

4. Er trägt mehrere anx – Zeichen und den Königsschurz.

Rechte Seite: 
1. Der König opfert ein Milchgefäß und trägt Vorbauschurz 
    mit Uräusgehänge.

2. Er macht dwA und trägt Vorbauschurz mit Uräengehänge.

3. Er ist versehen mit Keule, Stab und Vorbauschurz.
4.
Er hält Keule und Stab und trägt glatten Schurz mit Perlgehänge
    und Dolch und ein Hemd.
Alle Götterfiguren wurden ausgemeißelt
    und später sorgfältig wieder restauriert. Dabei handelt es sich bis
    auf eine Szene immer um Amun – Re:  Er ist immer stehend
    dargestellt, die Linke Hand vorgestreckt, die rechte hält anx, dazu
    trägt er den Götterschurz mit Tierschwanz, die Doppelfederkrone
    und den Götterbart. Er hält wAs – Zepter mit anx, Sn oder Dd 
  
in die Richtung des Königs.
Onuris ist mit Löckchenperücke und
    seiner vierfachen Federkrone dargestellt. Er hält wAs – Zepter mit
    anx und Dd in der einen und anx in der anderen Hand. Er trägt
    einen Götterschurz und Hemd.

Inschrift:  Rechter Türrahmen:
„Horus Anchmesut, Herrinnen Anchmesut, Goldhorus Anchmesut, König von Ober– und Unterägypten, (Cheperkare)|, beschenkt mit Leben, vollkommener Gott, Herr der beiden Länder, Horus mit kräftigen Arm, Sohn des Re (Sesostris)|, beschenkt mit Leben wie Re ewig “

Inschrift:  Linker Türrahmen
„Horus Anchmesut, Herrinnen Anchmesut, Goldhorus Anchmesut,Sohn des Re (Sesotris)|, beschenkt mit Leben, vollkommener Gott, Herr der beiden Länder, Herr des Kultes, erwählt von Amun–Re, dem Herrn der Throne der beiden Länder, vollkommener Horus, an der Spitze des großen Hauses, Sohn des Re (Sesostris)|, beschenkt mit Leben wie Re ewig."

 

Tempelhaus des Mittleren Reiches:
-
nach "Kult- u. Tempelbauprogramm der 12. Dynastie v. Eileen Hirsch" -

Die Seitenwände des Baus waren reich dekoriert. Die südliche Ecke zeigt auf der Außenseite das "Thronen des Königs" auf einem Podest unter einem Baldachin, das zu den Szenen zu rechnen ist, die im Zusammenhang mit der Krönung oder dem Sedfest stehen.

Bei der langen Inschrift ,die sich vor der (rekonstruierten) Szene befindet, handelt es sich um den Beginn eines Krönungs- bzw. Orakel– oder Stiftungstextes, der mit der Erzählung einer Thronsitzung eingeleitet wird.  (Urk. IV, 155 – 176) Diese Beischrift nennt eine Versammlung des Königs am 24. Tag im vierten Monat der Peret–Jahreszeit, im Jahre nach der 9. Zählung. Dieses Datum dient als Fixpunkt für die Errichtung des Amun–Heiligtums, da der Versammlung wohl der Beschluss des Baus durch den König verkündet wurde.

In dieser Szene wird außerdem der Ka als „an der Spitze“ von einigen heiligen Stätten, wie dem
pr  DbA.t (das Morgenhaus), dem pr   dwA (Reinigungsraum) und dem Früchtehaus (pr   iSd) bezeichnet.

Objekt: 89a (Zitat nach Eileen Hirsch)
Südliche Ecke des Amun-Tempels, Längsseite 
Fundort:     Karnak, Amuntempel (Hypostylhalle), 
                   Cour
de la Cachette oder unbekannter Herkunft
heute in:     Karnak, Open Air Museum (OAM)'
Material:    Kalkstein
Maße:        Höhe: 4,69m

Beschreibung:
Die rechte Ecke des von Sesostris I. erbauten Tempels wurde aus mehreren Blöcken rekonstruiert. Dazu gehört eine Hauptszene, ein Architrav und sechs übereinander angeordnete Elemente am Rand der Längsseite, in denen jeweils eine Kartusche des Königs eine Gottheit gegenüber steht. Auf der Innenseite der Konstruktion befinden sich die oberen Abschlüsse von weiteren Szenen Die Hauptszene besteht aus verschiedenen Fragmenten mit der Beischrift des Königs. Von ihm selbst ist nur die Krone erhalten. Über ihm steht die geflügelte Sonnenscheibe. Er befindet sich in einem Baldachin. Hinter ihm ist eine Inschrift des königlichen Kas angebracht und vor ihm die Einleitung einer Inschrift.

Die Gesimsecke schließt mit einem Rundstab oben und an der Seite ab. Beide Seiten sind mit einer Inschriftenzeile beschriftet, die über fast die gesamte Länge führen. Auf der Innenseite schließen ein Chekerfries und p.t Zeichen die Szene oben ab.

An den Ecken befinden sich jeweils kleinere Elemente mit Beischriften. Sechs davon auf der Außenseite sind immer ähnlich dekoriert. Im ersten und dritten ist Amun als kleine Figur mit Doppelfederkrone, Götterbart, glattem Schurz und Tierschwanz zu erkennen. Er reicht mit erhobener linker Hand dem Königsnamen ein WAs (Was) und hält in der herabhängenden rechten ein anx (Anch).
In der zweiten und fünften ist Uto als Schlange auf ihrem Korb bzw. auf der Lotosblume zu erkennen. Das vierte Element zeigt Nechbet als Geier auf dem Korb. Die unterste, sechste Szene ist zerstört; auf der Schmalseite sind vier weitere Elemente mit identischer Anordnung der Götter zu rekonstruieren.
 

(die Ergänzung des Textes erfolgte nach der Kopie, die von Thutmosis III. angefertigt wurde und an der Außenwand eines Raumes, südlich des Sanktuars (PM II.2) angebracht ist.

 

Objekt 89b (Zitat nach Eileen Hirsch)
Südliche Ecke des Amun-Tempels, Schmalseite
Alle Parameter gleich wie Objekt 89
a.

Beschreibung:
Schmalseite mit einer kleine Szene sowie sechs Elementen am seitlichen Abschluss, darüber die Inschrift des Architravs. Auf dem kleinen Fragmente, das von der Szene erhalten ist, umarmt der Gott den König. Das oberste Emblem zeigt den Gott Amun mit Federkrone, der dem Goldfalken des Königs Leben und Herrschaft überreicht.

 

Objekt 89c (Zitat nach Eileen Hirsch)
Südliche Ecke des Amun-Tempels, Innenseite
Alle Parameter gleich wie Objekt 89
a. und 89b.

Beschreibung:
Innenseite, auf der zwei große, übereinander angeordnete Szenen zu rekonstruieren sind. Von der oberen Szene ist der obere Rand mit den Anfängen mehrerer Inschriftenkolumnen auf der nach innen weisenden Seite erhalten, sowie die Reste einer Federkrone des Amun. Auf der rechten Seite ist ein fliegender Falke über den nicht erhaltenen König darstellt. Darüber befindet sich ein Chekerfries. Zwei weitere, nebeneinander liegende Blöcke zur oberen Hälfte der unteren Szene. Der König hält die Stange eines Ruders vor Amun. Er trägt eine Löckchenperücke mit Uräus, Diadem und herabhängendem Band, sowie einen Königsbart und den Halskragen. Über ihm schwebt der Geier mit ausgebreiteten Schwingen. Amun ist ithyphallisch dargestellt mit erhobenem linken Arm. Der die Geisel hält, sowie Doppelfedern, Götterbart und Halskragen. Zwischen den beiden sind zwei Standarten aufgestellt, eine Kartusche des Königs mit Sonnenscheibe, Doppelfedern und herabhängenden Uräen als Krone sowie der Horusfalke mit ähnlicher Krone und einem Uräus auf dem Kopf. Die Oberfläche des rechten Blocks mit dem König ist stark verwittert.

Die Reste dieses Relief werden heute im Steinlager in Karnak aufbewahrt. Nur unschwer erkennt man Parallelen zu einer heute gut bekannten Reliefwand – die sich noch auf dem Gelände des Mittleren Reich – Hofes befindet.

           Fragmente eines Baus Sesostris I. 
  im Freilichtmuseum (89a-c) zu Karnak OAM)

    Originalbild: Karnak Musee 01.jpg
lizensiert unter GNU-Lizenz Version 1.2 or any later version für freie Dokumentation. 
Fotograf: Neithsabes in  Wikimedia Commons 

Rund um dieses aufgebaute Fragment  befinden sich weitere Blöcke, die zu diesem Bau gehören müssen, mit der Kartusche Sesostris I.
(Bild saamunra)

Aus Pietät zu dem von ihm bewunderten Vorfahren ließ Thutmosis III. einiges von dessen Dekorationsprogramm für seine Anlage im Ach–menu, im Annalensaal und anderen Räumen kopieren. Dies gilt besonders für die von ihm abgerissenen Bauteile. An der Wand eines Baus hinter dem 6. Pylon befindet sich eine Kopie von eben der oben beschriebenen Szene.  

Kopie von Reliefdarstellungen auf einer Wand hinter dem VI. Pylon mit dem Abbild Sesostris I. auf dem Gelände des Mittleren Reich–Hofes  - entstanden aber erst unter Thutmosis III.          
                  (Bild: mit frdl.
Genehmigung  saamunra)

 

Bildliche Darstellung des entsprechenden Mauerzuges – im Tempel zu Karnak, Südwand
(Zeichnung: komplette Wand aus "Mariette - Karnak 1875) 

Die Schmalseite  dieser Wand war mit einer kleinen Umarmungsszene dekoriert. Die Kanten waren mit mehreren übereinander gelagerten Emblemszenen versehen, die in alternierender Folge Amun und die beiden Kronengöttinnen Nechbet und Uto gegenüber dem Königsnamen zeigen.

Nördliche Wandseite:

Die nördliche Wandseite ist weniger gut erhalten. Von der Außenseite (Eileen Hirsch Objekt 90a.) sind noch eine weitere Umarmungsszene und einige Elemente zu rekonstruieren. 

Objekt 90a:  (Zitat nach Eileen Hirsch)
Nördliche Ecke des Tempels, Außenseite
Fundort:         
          Karnak, Hypostyle Halle
Heutiger Standort:  Karnak, Open Air Museum
Material:                 Kalkstein
Maße:                      ---

Beschreibung:
Von dieser Seite mit ursprünglich sechs zu rekonstruierenden 
Rand–Emblemen ist nur ein
Fragment mit Resten zweier erhalten. Das vierte Emblem zeigt die Nechbet als Geier auf dem Korb, die der Kartusche des Königs anx reicht. Im fünften Emblem ist Uto als Schlange auf der Papyruspflanze erhalten.

Objekt 90b:  (Zitat nach Eileen Hirsch)
Nördliche Ecke des Tempels, Schmalseite
Fundort:         
        siehe Objekt 90a. und Hof zwischen 7. und 8. Pylon Alle Parameter gleich wie Objekt 90a.

Beschreibung:
Fragment mit der oberen Hälfte einer Szene: Der König, mit Doppelkrone und Hemd versehen, wird von Amun umarmt, während er die Hand auf die Schulter des Gottes legt.
Der Gott trägt die Federkrone und ein gefiedertes Gewand. Darüber sind einige wenige Inschriftreste. Neben der Szene befinden sich noch Reste zweier Rand-Embleme.

Objekt 90c:  (Zitat nach Eileen Hirsch)
Nördliche Ecke des Tempels, Innenseite

Alle Parameter gleich wie Objekt 2a. und 2b.

Beschreibung:
Auf dem erhaltenen Block zeigt sich eine Teilung von zwei übereinander liegenden Szenen: oben ist noch ein mit t it und 
Dd
Zeichen versehenes Podium zu erkennen, auf dem wohl der König ursprünglich kniete. Von der unteren Szene sind noch die Anfänge von fünf Inschriftenkolumnen erhalten.

Stationskapelle:

Die Blöcke einer Stationskapelle, die 1979 aus dem Füllmaterial des 9. Pylons geborgen wurde
(genauer gesagt zwei riesige monolithe Kalksteinplatten), deuten auf das Vorhandensein einer 
Ost–West–Achse hin. Bisher sind nur erste Rekonstruktionsversuche veröffentlicht worden, die zeigen, dass es sich um eine beidseitig zu öffnende Anlage handelt, bei der sowohl innen wie auch außen Reliefs angebracht waren. Auf den Außenseiten konnten ein Ruderlauf, das Treiben der vier Kälber, ein weitere Lauf und das Übergeben von Opferhaufen rekonstruiert werden. Auffällig ist allerdings das Fehlen einer Barkendarstellung. Eine der Inschrift auf den Türpfosten nennt das erste Mal des Sedfestes des Königs als Anlass der Errichtung. Im übrigen wird die Kapelle als Stiftung des Königs für seinen Vater Amun–Re bezeichnet. Die erhaltenen Inschriftenreste nennen einmal Amun–Kamutef und einmal die Göttergemeinschaft, die den König erwählen.

Aufgrund des Grundrisses, ist ein Vergleich mit der Barkenstation des Kamutef von Thutmosis III. möglich; eine ähnliche Dekoration weisen auch weitere Kapellen Sobekhoteps III. aus Elkab und Amenophis I. in Karnak auf. Die Aufstellung der Kapelle ist in der Nähe des 9. Pylons zu vermuten, (schon auf Grund ihres großen Gewichtes, dürfte sie nicht allzu weit vom IX. Pylon entfernt gestanden haben), indem sie später verbaut wurde, also an der Wegstecke nach Süden. Dies deutet darauf hin, dass sie vielleicht für eine Prozession in Richtung auf den Vorgängerbau im im Bereich des Mut–Bezirks oder des Luxortempels errichtet wurde, die beide ansonsten erst in späterer Zeit belegt sind. Wir haben hier den ersten archäologischen Nachweis für Prozessionen auf der Ost–Wes–Achse in Theben, während diejenigen nach Deir el–Bahari schon seit der 11. Dynastie durch Mentuhotep II. gesichert sind. Das Fehlen einer Barke in der Dekoration der Kapelle in Karnak lässt allerdings den Schluss zu, dass es sich bei der sicherlich durchgeführten Prozession nicht um eine Barkenprozession gehandelt hat.

Objekt: Blöcke einer Kapelle
Fundort:         
            Karnak, verbaut im 9. Pylon
Aufbewahrungsort:   Karnak, Magazin
Material:                   Kalkstein
Maße:                       Länge 4,40m; Breite 3,20m; Dicke 0,50

Beschreibung:
Aus einigen Blöcken wurde ein Barkensanktuar mit Toren an beiden Schmalseiten rekonstruiert. Die Türflügel waren nach innen zu öffnen. Die Türpfeiler waren mit Inschriftenkolumnen beschriftet. Auf den Innenseiten gibt es je zwei große Szenen an den Seiten und einer weiteren kleinen über den mittig gelegenen Fenstern. Im Inneren sind beiderseits des Fensters zwei Szenen sowie eine weitere darüber zu rekonstruieren. Alle sind mit Resten von Beischriften versehen. Der König ist in jeder von ihnen dargestellt. Die Kapelle ist stark zerstört, die Oberfläche ist porös und stark verwittert.

Südseite:

  1. Der König läuft mit weißer Krone, dabei hält er ein Ruder (?) und das Ht.p Zeichen in den Händen. Über ihm schwebt der Geier.

  2. Er trägt die weiße Krone, wird begleitet vom königlichen Ka und hält in der linken Hand die Stricke von vier Kälbern.

  3. Über dem Fenster:  der König kniet auf einem Podest mit zwei nw–Töpfen in den Händen.

Nordseite: 

  1. Der König ist beim Lauf.

  2. Er trägt die Atef–Krone und er hält in der vorgestreckten linken Hand eine Keule. Er wird vom königlichen Ka begleitet.

  3. Über dem Fenster:  der König kniet wiederum auf einem Podest und hält zwei nw–Töpfe in den Händen.

Inschrift: West – Eingang:

  1. „Horus Anchmesut, Herrinnen Anchmesut, König von Ober– und Unterägypten (Cheperkare)|, der ewig lebe, er machte als sein Denkmal 

  2. (für seinen Vater) Amun – Re, das Schaffen für ihn ein Gotteshaus aus Kalkstein von Tura, damit er mit Leben beschenkt sei ewig.“ 

Nördlicher Pfosten:

  1. „ … er machte als sein Denkmal für seinen Vater …."

  2.  ".......

Südlicher Pfosten:

  1. "......."

  2. "Das Schaffen für ihn ein Gotteshaus aus Kalkstein von Tura (anläßlich) des ersten Males des Sedfestes, damit er mit Leben beschenkt sei ewig. “

Auf einem Relief der Kapelle weiht der König den Göttern ein Opfer und trägt dabei ein Federgewand mit Schwingen.               


Objekt:  Stele:
Fundort:         
           Karnak
Aufbewahrungsort:   Kairo, Inv. Nr. JdE 88802
Material:                   Kalkstein
Maße:                       Höhe: 1,47m; Länge 0,56m; Breite 0,27–0,30m

Beschreibung:
Eine hohe Stelen mit gerundetem Abschluss. Im Bildfeld stehen der Kartusche und dem Horusnamen des Königs zwei Inschriftenkolumnen gegenüber, abgeschlossen von einer weiteren Zeile. Horus wird dabei als hockender Falke mit Doppelkrone g
eschrieben und als sitzender Gott mit dem Widderkopf determiniert. Das Textfeld besteht aus drei Zeilen. Darunter folgt eine hohe leere Sockelzone, die zum großen Teil unbearbeitet ist. 

Inschrift: Bildfeld
 1. Horus Anchmesut, 
 
2.   erwählt vom Horus von Hierakonpolis, er gibt [Leben] 
 
3.   Sohn des Re (Sesostris)| 
 
4.   erwählt von Chnum, dem Herrn von Esna, 
 
5.  
beschenkt mit Leben wie Re ewig. “
Inschrift:
6.   Er machte als sein Denkmal, das Schaffen der nordwestlichen 
      Grenze 
7.   des Gaues von Hierakonpolis, südlich von Esna, 
8.   damit er beschenkt sei mit Leben, Dauer und Herrschaft
      wie Re ewig. “

Andere Übersetzung der gleichen Textpassage:
„ (Werk des) (Königs), das er gemacht hat als sein Denkmal, (nämlich) das Machen eine nordwestliche tAS Grenze im thinitischen Gau (und) eine südliche bei Swny. t …. “

Weitere Reliefblöcke von Bauten Sesostris I. die dieser innerhalb des Tempelbezirks von Karnak errichten ließ befinden die sich heute im Open Air Museum und an anderen Stellen.

Wandrelief mit Nische:

Aus dem ersten Pfeilerhof Sesostris I. stammt wahrscheinlich ein Wandfragment, das den Hauptgott des Tempels Amun zeigt, der den – nicht erhaltenen König – in Richtung einer Nische führt. Die Beischrift besagt, dass der König das bznswt vollzieht, den rituellen Eintritt  in den Tempel. In dieser Szene ist zweimal von Amun die Rede:

„ Amun – Kamutef   nb   ns.wt tA.wi  
führt den König, doch erwählt wird dieser von
„ Amun – Re, xnt j    ip.wt = f

Ein seltenes Epitheton, das den Aspekt der männlichen Fruchtbarkeit des Gottes hervorhebt. Auch wenn der Gott, der den König leitet, in Gestalt des schreitenden Amun erscheint, dürfte es sich bei der Statue in der Nische um den ithyphallischen Aspekt des Gottes gehandelt haben.

Objekt:  Wandrelief mit Nische

Fundort:                  Karnak, Cachette-Hof
heutiger Standort:  Karnak, OAM
Material:                Kalkstein
Maße:                     H: 2,07m, L: 1,36m, B: 0,65 m

Beschreibung:
Rest einer Szene:  Amun führt den (weitgehend zerstörten) König an der Hand in den Tempel, wendet sich zu ihm um und reicht ihm das anx. Er trägt die Doppelfederkrone und einen glatten Schurz mit 
t it
Gehänge und Tierschwanz. Neben ihm stehen Beischriften und vor ihm die Szenenbeischrift sowie zwei Standarten, die von 
wAs
und anx Zeichen gehalten werden. Davor befindet sich eine Nische, die von Inschriften umrahmt ist. Darunter kniet eine Opferträgerin mit einem Domänennamen auf dem Kopf. Die Inschrift der Nische ist teilweise beschädigt.

Inschrift:
König:     1.   [!r]  any msw.t
               2 
nTr   nfr °
( ////////////)|
               1.   [Horus] Anchmesu, 
              
2.   vollkommener Gott ….. “

Gott:       [Imn Ra   KA] mwt = f   di = f   anx   wAs
                  „[Amun – Re  Ka]mutef, er gibt Leben und Herrschaft “

Szeneninschrift:
             
  iw.t   ann.t   bz   nswt   m   Hw.t   aA.t   Imn
                 nb  ns.wt   tA.wi    irj = f    di  
              
                anx
                „Kommen und Gehen, Eintreten des Königs in den 
                großen Tempel des Amun, Herrn der Throne 
                der beiden Länder, damit er mit Leben beschenkt sei. 

Über der Nische:
              
  1.  !r nbw   anx ms.wt   nb   irj.t   ix.t
                   2.  nTr   nfr   (Zi n Wsr.t)|

                    „Goldhohorus Anchmesut, Herr des Kultes, 
                   
2.
vollkommener Gott (Sesostis)|“
Nische:
                1. anx   nswtbit j  (!prkARa)|  di  anx  D.t
    
2. !r   anx
msw.
                     mry   Imn
Ra   xnt j   ip.t=f zARa[///]                  

„ Es lebe der König von Ober – und Unterägypten
                (Cheperkare)|, beschenkt mit Leben ewig,  

            2  Horus Anchmesut, erwählt von Amun – Re, dem an 
                der Spitze seiner Schreine, Sohn des Re …

Unter der Nische:
               1.     DfA   DfA
                   2.   DfA   nb   ix.t   nb
    
      3.    !w.t sxm #pr KA - Ra
        

                   1   alle Opferspeisen 
                  
2   und alle Opfergaben 
                  
3   der Domäne „ Stärke – des – Cheperkare “

Unter der Nische sieht man eine Personifizierung des !w.t   sxm   !pr kA Ra, einer Domäne Sesostris I.  bei Hui - Oberägyptischer Ort bei Nag Hammadi - gelegen, in Gestalt einer knienden Göttin die den Gott „alle Gaben, alle Dinge “ darbringt. Sie trägt ihren Namen auf dem Kopf, 
Sechem–Cheperre
:  „ Der Besitz Cheperkare ist gewaltig “.

Dass das Wandrelief aus dem vorderen Bereich des Amun-Tempels stammt, lässt auch seine Dekoration mit der Einführung des Königs in den Tempel vermuten. 

Wandrelief mit Nische
(Bild: saamunra)

Bild aus ÄAT 36,2 nach Maarfouf/Zimmer, 
in Karnak IX, 1903

Die obige Szene stellt das rituelle Geleiten des Königs in den Tempel dar. Dieser rituelle Eintritt in den Tempel in Begleitung von Göttern, die den König führten, gehört zu einer Szenenfolge , welche die Inthronisation des Königs dient. 

 

Objekt:  Pfeilerfragment, sog. 2. Kamose-Stele"

- (König Kamose benutzte einem Pfeiler aus der Zeit König Sesostris I.  für seiner Stele mit dem Siegesbericht über die Hyksos) -

Fundort:                   Karnak - 1 Hof, im Fundament der Kolossal-Statue
                                 des Pinodjem, wiederentdeckt  im Jahre 1954 -

heutiger Standort:  
Luxor, Museum Inv. 275
Material:                 Kalkstein

Maße:                     
Höhe 2,20m; Länge 0,28m; Breite 1,10m

Beschreibung:
Auf der linken Schmalseite der Stele befinden sich auf den Kopf gestellte Szenen von einem Pfeiler oder einem Wandrelief Sesostris I.; auf der linken Seite sind drei kleine und auf der rechten Seite eine große Szene erkennbar:

In der obersten befindet sich eine Säugungsszene. Der König hält ein anx in der rechten Hand. Von der säugenden Göttin, die den König umarmt, ist die vordere Hälfte erhalten. Der König wird von Amun  an die Hand genommen.

Pfeiler Sesostris I. aus Karnak
- heute im Museum Luxor Inv. 275 -
Amun wohnt der Säugung des Königs bei.
(Bild:
Festschrift für R. Gundlach
- Beitrag Eileen Hirsch)

Objekt: Gruppe Sesostris I. mit Hathor

Fundort:                      Karnak - 1898 im Hof des Mittleren Reiches
Heutiger Standort:     Kairo, JdE 32751 / CG 42008
Material:                    Granitdiorit
Maße:                         Höhe 0,60m - Länge 0,46m

Beschreibung:
Doppelstatue einer thronenden Göttin (Hathor) und der links neben ihr stehenden kleineren Figur des Königs. Die Figuren haben zwei verschiedene Sockelhöhen. Der König steht auf niedrigerem Niveau, das linke Bein ist vorgestellt, sein linker Arm ist neben dem der Göttin ausgestreckt. In seiner Hand hält Sesostris I. ein mks-Symbol.

Er trägt einen dreigeteilten Königsschurz. Unter dem rechten Bein sind fünf, unter dem linken vier Boden eingeritzt. Die Inschriften befinden sich jeweils auf dem Sockel der Figuren. Bei der Figur des Königs sind der Oberkörper ab der Gürtellinie, die rechte Hand und der vordere Teil der zur Faust geballten linken Hand weggebrochen.

Der Statue der Hathor fehlt der Kopf, der gesamte Schulterbereich und der linke Arm. Ihre Unterschenkeln sind durch zwei länglich Abbrüche beschädigt. Kleinere Absplitterungen sind an den Füßen der Göttin zu erkennen. Die linke vordere Ecke des Fußsockels vom Thronsitz der Hathor ist weitgehend zerstört. Die Göttin trägt das knöchellange Frauengewand. 

Fragmente einer Statuengruppe  Sesostris I. mit Hathor
(Bilder:
HÄB 42  A. Shedid  1996 Gerstenberg-Verlag)

 

Fragmente einer Statuengruppe  Sesostris I. mit Hathor
(Bilder:
HÄB 42  A. Shedid  1996 Gerstenberg-Verlag)

 

Objekt:   Kopf einer Sphinx

Fundort:                      Karnak - Annalensaal / Hof IV. nördl. des 6. Pylons
                                    Grabung 1903
Heutiger Standort:     Kairo, Inv. JdE 38228 / CG 42007
Material:                    Grauer Granit
Maße:                         Höhe 0,38m, Länge 0,46m, Breite 0,48m

Beschreibung:
Ein Kopf mit breitem und niedrigem Nemeskopftuch mit Uräus. Der flache Winkel am Hinterkopf deutet auf eine Sphinx. Das Gesicht ist breit und flächig und entspricht den üblichen Typus des Königs. Die Nase ist abgebrochen. Die Bruchkante verläuft knapp unterhalb der Nemesschrägung und des Halses.

Inschrift:        
Nicht erhalten:

 

Architekturfragmente eines Baus König Sesostris I. 
         - alle heute im Open Air Museum in Karnak -

 

Fragmente eines Architravs Sesostris I.
auf dem rechten Rand ist die Kartusche zu erkennen
(Bildquelle: saamunra)

 

Oberes Abschluss-Fragment einer Wand
mit Kartusche Sesostris I.
(Bild: Elvira Kronlob)
Evt. Pfeilerfragment mit Segens-Wünschen für den König (Leben, Heil u. Gesundheit)
 (Bild
Hanne)

 

"Weiße Kapelle"

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(Co-Autor: J. H. Pirzer)

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