Stade, die Stadt an dem Fluss Schwinge, kann auf eine über 1000jährige Geschichte zurückblicken. Geschichte, die nicht nur in Museen lebendig ist. Ein gutes Beispiel dafür bietet die beispielhaft sanierte Altstadt.  

Historische Giebelfronten in der Stader Altstadt
- rechts das bekannte Hökerhaus mit gotischen Bauelementen - 
(Fotoquelle: Nefershapiland)


Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Stade gehört die gesamte Altstadt mit malerischen Fachwerkhäusern, von denen eine Reihe noch aus der Zeit vor dem Stadtbrand von 1659 stammt. Elf Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges wurden zwei Drittel der historischen Gebäude durch einen Stadtbrand zerstört. Das sogenannte "Alte Rathaus", welches aus dem Jahre 1667 stammt, wurde nach dem großen Brand erbaut. 

Erwähnenswert sind auch zwei Innenstadtkirchen, die von kultur- und kunsthistorischer Bedeutung sind.

Ab dem Jahr 1000 n. Chr. besteht die Stadt Stade aus fünf Stadtvierteln mit je einer eigenen Kirche:

  1. Kaufmannsviertel:             St. Cosmae et Damiani
  2. Fischerviertel:                    St. Nicolai
  3. Bischofsviertel:                  St. Wilhadi
  4. Klosterviertel:                    St. Georg
  5. Burgviertel:                        St. Pankratii
Kirche St. Wilhadi:

Die St. Wilhadi-Kirche, eine dreischiffige gotische Hallenkirche, übrigens die größte im Erzstift Bremen, wurde in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet. Sie entstand anstelle eines Vorgängerbaus, der vermutlich bis in das 11. Jahrhundert datiert werden kann. Der Westturm stammt sogar aus dem 13. Jahrhundert. Bei dem Stadtbrand von 1659 wurde die Kirche im Inneren zerstört und danach neu ausgestattet. Das heutige flache Zeltdach ersetzte den hohen Turmhelm, der 1724 bei einem Blitzschlag zerstört wurde. Bemerkenswert sind im Inneren der Kirche der Altar und die Kanzel von 1660, der Kronleuchter aus dem 16. und 17. Jahrhunderts und eine Reihe von Epitaphen. Die Orgel aus den Jahren 1731-1736 ist ein Neubau des Bremer Meisters Erasmus Bielfeld, da das Original ebenfalls bei dem Brand von 1724 zerstört wurde. Nach umfassender Restaurierung hatte der Neubau nun wieder die alte Instrumierung. Auch das Kircheninnere wurde 1958-60 und 1991 zum großen Teil restauriert. Dabei wurde auch ein Teil der alten Deckenbemalung wiederhergestellt.

Kirche St. Wilhadi
(Fotoquelle: Nefershapiland)

Die dreischiffige gotische Hallenkirche St. Wilhadi
(Fotoquelle: Nefershapiland)

 

St. Cosmae et Damiani:

Die alte Ratskapelle entstand auf Vorgängerbauten, die bis in die Zeit um 1000 zurückreichen. St. Cosmae et Damiani wurde in ihrer heutigen Form als einschiffiger Saalbau mit Vierung, Vierungsarmen und rechteckigen Altarraum im 13. Jahrhundert errichtet.  Der gewaltige, achteckige Vierungsturm stammt vermutlich auch aus dieser Zeit. Die Kirche selber erhielt keinen Westturm. Der Altarraum wurde im 15. Jahrhunderst um verschiedene Nebenräume erweitert. Im Jahre 1604 erfolgte der Anbau des Brauhauses. Im 17. Jahrhundert erhielt die Ostfassade eine neue dreigiebelige Front. 

Ebenso wie die Wilhadi-Kirche brannte auch St. Cosmae 1659 aus und sie erhielt eine neue, in Hamburg angefertigte Ausstattung. Nur der St. Gertruden-Altar (um 1500), welcher aus der 1834 abgebrochenen Kirche St. Nicolai übernommen wurde, ebenso ein Kreuzigungsrelief (um 1580) und ein Kronleuchter stammen aus dieser Zeit. Der eindrucksvolle Turmhelm, der heute Wahrzeichen der Stadt Stade ist, datiert in die Jahre 1682-84.

Der Glückstädter Meister Berend Hueß und sein Geselle Arp Schnitger, der später der bekannteste norddeutsche Orgelbaumeister wurde, bauten nach dem Stadtbrand 1668-73 die neue Orgel ein, an der seit 1674 für mehrere Jahre der später in Hamburg wirkende Vincent Lübeck spielte. Diese Orgel wurde umfassend saniert und wieder in den historischen Klangzustand gebracht.
Besonders zu erwähnen sind von der Ausstattung des 17. Jahrhunderts der Hauptaltar von Christian Precht aus dem Jahr 1677 und die schmiedeeisernen Gitter an der Taufkapelle. Nochmals wurde die Kirche in den Jahren 1985-91 umfassend saniert, wobei ein Großteil des Außenmauerwerks erneuert werden musste.

Turm der St. Cosmae-Kirche
(Fotoquelle: Nefershapiland)

St. Cosmae-Kirche
- Ansicht vom Hafen aus -
(Fotoquelle: Nefershapiland)

 

Altstadt mit Hansehafen:

Wasser hatte in der Schwingestadt Stade eine besondere Bedeutung, so war das wirtschaftliche Herz der einstigen Hansestadt der Hansehafen mit seinen vielen schmucken Bürgerhäusern aus dem 17. Jahrhundert. Einer der schönsten Plätze ist sicherlich der Fischmarkt, der als Besonderheit einen rekonstruierten Holztretkran besitzt, umrahmt von Kaimauer und den schönen Fachwerkhäusern.

Der historische Hansehafen inmitten der Stader Altstadt mit dem Ewer "Willi".
(Foto: Nefershapiland)

Kaianlage des Hansehafens mit den historischen Fachwerkhäusern.
(Foto:
Nefershapiland)

Um 1250 wurde das Hafenbecken des heutigen Alten Hafens angelegt . Über mehr als 600 Jahre lang blieb  der Alte Hafen der eigentliche Stadthafen, auch wenn im Harschenfleth schwingeabwärts ein weiterer Hafen mit einer Speichervorstadt entstand. Am südlichen Ende des Hafens errichtete man im 14. Jahrhundert die für den Hafenbetrieb erforderlichen weiteren Einrichtungen, einen Holztretkran und die noch heute erhaltene Stadtwaage, wo die angelandeten Waren gewogen und nach Gewicht versteuert wurden. Den Zugang zum Hafen kontrollierte der Baumschließer, dessen im 18. Jahrhundert neu errichtetes Dienstgebäude, das Baumhaus, heute ein Privatmuseum beherbergt.

Der alte Hansehafen war spätestens im 16. Jahrhundert für den Fernhandel zu klein . Trotzdem blieb er erhalten und verlor erst 1880 einen Teil seiner Funktionen als in den niedergelegten Festungsanlagen der Neue Hafen angelegt wurde. Der nur noch selten benutzte Holztretkran wurde 1898 abgebrochen und 1977 durch private Spender wieder rekonstruiert. Seit Ende 1960 ist der historische Stader Hafen wegen dem Bau der Hansestraße als Altstadtring für Schiffe nicht mehr erreichbar. Zusammen mit den beiden angrenzenden Straßenzügen "Wasser-West" und "Wasser-Ost" ist er auch gerade wegen dem fast unzerstört gebliebenen Fischmarkt zu einem Freizeit- und Touristenanziehungspunkt geworden.

Fachwerkhäuser am historischen Fischmarkt.
(Foto: J. H. Pirzer)

Der 1977 nach dem Vorbild eines Tretkrahns aus Lüneburg am Standort des Stader Salzkrans von 1661 wiedererrichtete Holztretkran. Der ursprüngliche Kran war 1898 abgerissen worden.
(Fotoquelle: Nefershapiland)

 

Mitte der 70ziger Jahre des letzten Jahrhunderts erwog der Rat der Stadt Stade, den historischen Hansehafen zuzuschütten und stattdessen an dieser Stelle einen Parkplatz anzulegen. Ebenfalls abgerissen werden sollte auch die ehemalige Stadtwaage am Hansehafen. Die Entscheidung fiel glücklicherweise gegen den Abriss des Fachwerkgebäudes aus dem Jahr 1753, das den Vorgängerbau ersetzt hatte und im 19. Jahrhundert als Zollhaus diente. Es wurde saniert und seither als Wohn- und Handelsgebäude genutzt.

Fachwerkhäuser am Hansehafen
(Fotoquelle: Nefershapiland)

Der Schwedenspeicher, 
das ehemalige schwedische Provianthaus
(Fotoquelle: Nefershapiland)

Ein weiteres historisches Gebäude ist das ehemalige schwedische Provianthaus, das sich im Hansehafen an der Wasserseite auf Pfählen erhebt. Seit 1977 dient dieses Gebäude als Museum, wo die Geschichte des Elbe-Weser-Gebietes präsentiert wird. Der Backsteinbau ist ca. 41 m lang, 16 m breit und fast 20 m hoch. Auf ein Meter dicken Mauern lagern zwei Vollgeschosse und drei Dachgeschosse.

Der sogen. "Schwedenspeicher" mit Stadtwaage davor.
Das Sandsteinportal trägt in der Kartusche des Giebels das Monogramm "CXII" des schwedischen Königs. Heute ist der Schwedenspeicher seit der umfassenden Restaurierung in den 70er Jahren des 
20. Jahrhunderts ein bedeutendes Regionalmuseum.
(Fotoquelle: Nefershapiland)

Das kulturgeschichtliche Regionalmuseum, kurz "Schwedenspeicher" genannt, besitzt vier Ausstellungsschosse. Bemerkenswert ist die im dritten Obergeschoss befindliche Zinnfigurenausstellung.
Im II. Obergeschoss befindet sich eine archäologische Sammlung von der Jungsteinzeit zur Eisenzeit mit dem Titel "Wege, Waren, Wanderungen". Im darunter liegenden Stockwerk ist eine historische Ausstellung zur Stadt- und Umlandgeschichte im Mittelalter und Neuzeit untergebracht, während im Erdgeschoss wechselnde Ausstellungen zur Kunst und Geschichte gezeigt werden.

Die historische Stadtwaage
(Fotoquelle: Nefershapiland)

"Mutter Stint" 
So manches Jahr ist die Fischhändlerin Margarete Flint wohl zu ihren Lebzeiten durch die Stadt gezogen und hat Fisch verkauft.  Mit dem Hut auf dem Kopf und dem Dorsch in der Hand und im Korb ist diese Bronzeskulptur am Stader Fischmarkt ein beliebtes Fotomotiv.
(Fotoquelle: Nefershapiland)

An den Straßen der Altstadt finden wir Bauwerke aus verschiedenen Epochen der Stilgeschichte. Sie reichen von der Gotik bis zur Modernen. So sind z. B. gotische Bauteile im Hökerhus und am Bürgermeister-Hintze-Haus zu finden, welches aber auch schon barockes Schmuckwerk trägt, weiter im Gertrudenaltar in der St. Cosmae-Kirche und im Gewölbe des Rathauskellers. Die Renaissance-Fassade des Bürgermeister-Hintze-Haus gehört zu den schönsten Bauwerken der Stadt.  Gleich daneben befindet sich das "Goeben-Haus". Hier wurde der preußische General August Karl von Goeben geboren.

Die verkehrsberuhigte Straße "Am Wasser West"
ist mit den beiden historischen Gebäuden, dem Bürgermeister-Hintze-Haus und dem Goeben-Haus ein Anziehungspunkt für die Touristen.
(Fotoquelle: Nefershapiland)

"Am Wasser-West" 
Kleine Straßencafes im historischen Viertel 
(Foto: Nefershapiland)

 

Giebel des Bürgermeister-Hintze-Haus
- Besonders auffällig ist hier der Giebel mit sieben Turmspitzen. Die außergewöhnliche Renaissance-Fassade aus dem Jahr 1621 ist vor dem Neubau von 1932/33 gesetzt worden.
(Foto:
J. H. Pirzer)

Das Bürgermeister-Hintze-Haus mit seiner schönen Renaissance-Fassade

(Fotoquelle: Nefershapiland)

Nur über einen Baum, einen über das Wasser gedrehten Holzstamm, konnte der alte Hafen der Hansestadt Stade verschlossen werden. Die Bedienung dieses Baumes, wie auch die gesamte Aufsicht über den Hafenbetrieb, war Aufgabe des "Baumschließers", des Hafenmeisters. Sein Dienstgebäude hieß daher "Baumhaus". Das jetzt im Privatbesitz befindliche erhaltene Fachwerkhaus wurde in den Jahren 1774/75 erbaut. 

Das Stader Baumhaus
- ehem. Gebäude der Hafenmeisterei -
(Foto: Nefershapiland)

Landgericht Stade
Ecke Ritterstraße/
Wilhadikirchhof
Foto: Nefershapiland

Der Vorgängerbau des heutigen Justizgebäudes in Stade (das Obergericht) war in der alten Justizkanzlei an der Achivstraße untergebracht. Schon bald reichte das Gebäude nicht aus und man hatte ein Gebäude an der Ritterstraße hinzugekauft und in den Hof an der Ritterstraße durch einen Neubau erweitert. Die beiden Amtsgerichte Stade, wie auch Bützfleth waren in dem 1840/41 errichteten Hauptgefängnis an der Gründelstraße eingerichtet worden, aber schon bald nach der Auflösung des Amtsgerichtes Bützfleth gegen 1859 wurde auch das Amtsgericht und Gefängnis zu klein, obwohl es noch 1889 durch einen rückwärtigen Anbau erweitert wurde. Nach vielen Verzögerungen konnte durch Zufall ein Gebäude am Wilhadikirchhof mittels eines Zuschusses der Stadt Stade erworben werden und es begannen die Planungen für einen Neubau  an der Ecke Ritterstraße/Wilhadikirchhof im Historisierenden Stil - der Spätrenaissance im Übergang zum Barock. Am 1. Mai 1903 wurde der Grundstein gelegt. Am 1. Oktober 1905 konnte das Gerichtsgebäude am Wilhadikirchhof feierlich eröffnet werden. Im Hauptgebäude bezogen das Amtsgericht das Erdgeschoss, das Landgericht das Obergeschoss und die Staatsanwaltschaft das 2. Stockwerk. Im Osten angeschlossen war das alte, durch einen Neubau erweiterte Hilfsgefängnis mit insgesamt 28 Zellen für Einzelhaft.

Rathaus:

Wenn man an dem barocken Turm der St. Cosmae-Kirche vorbei geht, kommt man zum Rathaus, das in den Jahren 1667-68 nach dem großen Stadtbrand von 1659 errichtet wurde. Von dem ursprünglichen Gebäude sind heute noch das Gewölbe der Kaufhalle und des Ratsweinkellers erhalten. Das Rathaus selber ist ein von der niederländischen Renaissance und vom Frühbarock geprägter Backsteinbau. Besonders ansehnliche Zeugnisse der Handwerkskunst des 17. Jahrhunderts sind das Rathausportal, die Rathaustreppe, die Rathaustüren und der Königsmarcksaal.

Das Stader Rathaus wurde 1667/68 nach dem großen Stadtbrand von 1659 errichtet.
(Fotoquelle: Nefershapiland)

Das Sandsteinportal des Rathauses mit dem Handelsgott Merkur und dem schwedischen Königswappen sowie dem Stader Stadtwappen.
(Fotoquelle: Nefershapiland)

Knechthausen:

Bis heute bestehen in Stade vier historische Brüderschaften. Drei davon sind im Spätmittelalter entstanden und die jüngste ist im 16. Jahrhundert gegründet. Alle vier Gilden dienten dem Zweck des gemeinsamen Handels, aber auch der sozialen Fürsorge der Mitglieder und ihrer Angehörigen.

Das Gildehaus der Brauereiknechte in der Bungenstraße bestand aus ursprünglich zwei Fachwerkhäusern. Das eine war das Gildehaus der Brauerknechte. Später kaufte man um 1700 das andere dazu. Reiche Verzierungen wie Halbsonnen auf den Fußstreben des Obergeschosses bei dem einem Haus und drei Vorkragungen auf profilierten Konsolen beim Anderen tragen zur auffälligen Erscheinung von Knechthausen bei.

Knechthausen war seit dem Ende des 15. Jahrhunderts an Gildehaus der Brauereiknechte. Heute dient es als historische Gaststätte. 

Das Gildehaus Knechthausen
- heute eine historische Gaststätte -
(Bild: Nefershapiland)

Die beiden Fachwerkhäuser des Gildehauses
(Bild: Nefershapiland)

 

Kloster St. Johannes

Das Johanniskloster wurde von den Mönchen des Franziskaner Bettelordens errichtet. Die erste Erwähnung fand schon 1250 statt. Wie viele andere historische Gebäude wurde auch das Kloster Opfer der Flammen bei dem großen Brand von 1659. Seit dem Wiederaufbau in den Jahren danach ist es weitgehend unverändert geblieben. Die evangelischen Schweden vertrieben die Mönche und bauten mit einfachem Holzfachwerk. Bis nach dem zweiten Weltkrieg benutzte man das Johanniskloster als Wohnheim für Alte und sozial Schwache. Heute ist es ein Treffpunkt für lokale, kulturelle Zusammenschlüsse.

Kloster St. Johannes
(Bild: Nefershapiland)

Das Kloster mit Blick auf St. Cosmae
(Bild: Nefershapiland)

 

Stadtgeschichte:

 

Geschichte Stade

1000 v.Chr. Erste Ansiedlungen im späteren Gebiet von Stade
800   v. Chr. Entstehung einer Siedlung mit Schiffsgelände (Schwedenschanze)
994   n. Chr. Stade wird geplündert durch die Wikinger, erste urkundlich Erwähnung von Stade
1000  n . Chr. Entstehung des alten Stader Hafens und Ablösung des natürlichen Schiffsgeländes. Stade besteht jetzt aus fünf Vierteln mit je einer eigenen Kirche
1130  n. Chr. Stade fällt an Heinrich den Löwen, da das Grafengeschlecht von Stade (Udonen) ausgestorben ist.
1180  n. Chr. Entmachtung Heinrich des Löwen. Erzbistum Bremen und die Welfen streiten sich um Stade
1200  v. Chr. Kaiser Otto IV. verleiht Stade das Stadtrecht
1259  v. Chr. Stade wird Mitglied der Hanse. Bremen bestätigt das Stadtreccht zusammen mit dem Stapelre4cht un der Befreiung von der Herrfahrt
1279  v. Chr. Der Stader Bürgerrat gibt sich seine eigene Verfassung, die sog. Stader Statuten
1361  v . Chr. Stade besitzt das Recht, Bündnisse zu schließen und erlangt deamti zwar nicht rechtlich, aber faktisch den Status einer "Freien" Reichsstadt. Die Blütezeit der Hansestadt Stade reicht bis in den 30.zigjährigen Krieg.
1628  v. Chr. General Tilly erobert im 30.jähringen Krieg die Stadt, kurz darauf erobern schwedische Truppen die Schwingestadt (bis 1636)
1643  n. Chr. Nach dänischer Besatzung erobern die Schweden Stade endgültig und erhalten die Stadt zusammen mit dem Erzbistum Bremen im Westfälischen Frieden offiziell zugesprochen
26.Mai 1659 Beim großen Stadtbrand brennen 2/3 der Stadt nieder. Stade wird mit unverändertem Grundriss wieder aufgebaut.
1675-76 Schwedisch-Brandenb. Krieg. Das schwedische Stadt wird während eines Feldzugs durch mehrere Staaten des Heil. Römischen Reiches und Dänemark erobert und bleibt bis Kriegsende 169 in alliiertem Besitz. Stade wird als Hauptsitz der schwedischen Statthalterschaft von Anfang April bis 13. Aug. 1676 belagert.
1679 Nach dem Frieden von Saint-Germain fällt Stade wieder an Schweden
1712 Ende der schwedischen Herrschaft. Nachdem Stade kurz zum Dänischen Königreich gehört, wird es nach dänischer Belagerung ab 1715 ein Teil des Kurfürstentums Hannover
1848 - 1852 Erweiterung der Stadtgrenze. Stade wächst über den mittelalterlichen Stadtkern hinaus.
1867 - 1882 Die Aufgabe der Festungsanlagen schafft Platz für neue Handwerksbetriebe in Stade
1881 Anschluss an das Eisenbahnnetz
1932  Ernennung Stades zur Kreisstadt des Großkreises Stade
1978 Bis zur Bezirksreform in Stade in Nachfolge der als preußische Regierung fungierenden Landdrostei Stade. Sitz eines niedersächsischen Regierungsbezirks.
1980 Stade tritt der neuen Hanse als Gründungsmitglied bei
2009 Stade wird Hansestadt

(Daten entnommen aus: "Hansestadt - Wir gratulieren" Verlagsbeilage 2009 / Stader Tageblatt)

Zum erstenmal schriftlich erwähnt wurde Stade vor gut 1000 Jahren. Im Juni 994 brechen Askomannen, ein Volksstamm der Wikinger, plündernd in den Unterelberaum ein. Als eine ihrer Geisel in einem unbemerkten Augenblick die Flucht gelang, brechen die Askomannen auf, um sie zu suchen. Bei dieser Suche kommen sie auch nach "Stethu" (Stade). Die Einwohner werden von ihnen misshandelt und ihre Häuser geplündert. 

Diese Begebenheiten sind in einer Chronik (1012-1017 n. Chr.) des Bischof Thietmar von Merseburg nachzulesen, und damit wird Stade zum erstenmal erwähnt.

Die noch ältere Hafen-Siedlung am Elbnebenfluss Schwinge, etwa 4 km von der Hansestadt Hamburg entfernt, wurde wahrscheinlich von den fränkischen Eroberern am Ende des 8. Jahrhunderts besiedelt. Eine vor 1000 Jahren von den Grafen von Harsefeld erbaute Burg wird zum Namensgeber der neuen Residenz. Später erwerben die konkurrierenden Bremer Erzbischöfe Grundbesitz in Stade und es entwickeln sich zwei Siedlungsbereiche nebeneinander. Ende des 12. Jahrhunderts verschmelzen sie zu einer Einheit.

Schon in dieser Zeit ist die Siedlung Stade ein wichtiger Handels- und Marktplatz und bis 1189 der bedeutendste Hafen an der Unterelbe. Kaiser Otto IV. verleiht der aufstrebenden Stadt im Jahre 1209 die vollen Stadtrechte und Anno 1250 gehört Stade zum Städtebund der Hanse. Der Handel von agrarischen Produkten mit dem Unterelberaum, Holstein und Jütland floriert. Einfuhrwaren sind dagegen Tuch, Gewürze und verschiedene Luxusprodukte aus Flandern und Holland. 

Anno 1279 geben sich Rat und Bürgerschaft eine eigene Verfassung. Die "Stader Statuten" sind im Original bis auf den heutigen Tag erhalten, und damit die älteste, noch im Original erhaltene Stadtverfassung in mittelniederdeutscher Sprache.

Ab dem 13. Jahrhundert erweitert sich das Stadtgebiet durch Aufschüttung von Baugrund um etwa 40 Prozent, eine Phase wirtschaftlicher Expansion entsteht. 1259 erhält die Stadt das Stapelrecht für alle von See kommenden Waren und 1272 das Münzrecht. 

Auch in der Hanse spielt Stade mit seinen damals ca. 40.000 Einwohnern aufgrund seiner eng begrenzten Handelsinteressen eine eigenständige Rolle. Dieses führt oftmals zu Gegensätzlichkeiten mit der offiziellen Hansepolitik. Seniorpartner ist dabei recht häufig die Hansestadt Bremen. Mit dem nordelbischen Konkurrenten Hamburg gibt es seit dem späten 15. Jahrhundert schwerwiegende Auseinandersetzungen um den Elbhandel.

Für die größeren Schiffe wird der landeinwärts gelegene, mehr Schutz gewährende, Stader Hafen schnell zu klein. Die Hansestadt Hamburg setzt ihren Monopolanspruch im 16. Jh. mittels Handelsblockaden durch und der Stader Fernhandel verfällt schnell. Auch die Niederlassung der englischen Tuchhändlerkompanie der "Merchant Adventurers" in den Jahren 1587-1611 bleibt nur eine Episode.

Im Jahre 1645 wird Stade von den Schweden besetzt und unter schwedischer Herrschaft zum Verwaltungssitz des Raums zwischen Elbe und Weser der säkularisierten Herzogtümer Bremen und Verden. Eine starke Garnison sichert den Ausbau zur bedeutenden Landesfestung. Die Erweiterung und Verstärkung der Festungsanlagen, Einquartierungen von bis zu 3000 Soldaten, ferner die von Stade für die Schweden mitaufzubringenden Kriegskosten führten langfristig zum wirtschaftlichen Ruin der Stadt. Auch der Brand von 1659, der zwei Drittel der Stadt vernichtete und die große Pest von 1712 dezimierten die Bevölkerungszahlen.

Trotzdem hinterlässt die schwedische Besetzungszeit keine Erinnerung des Leidens. Eine kurze kulturelle Blüte wird vor allem durch die Bauten der Schwedenzeit, die das Bild der Stadt bis heute prägen, untermalt. Hierzu gehört das 1667/68 errichtete Rathaus, das Johanniskloster von 1672/73, Zeughaus(1697-99) und der Schwedenspeicher (1692-1705). Am eindrucksvollsten dominieren aber die nach 1659 wiederaufgebauten bzw. neu ausgestatteten Bürgerhäuser und Kirchen das "schwedische" Stadtbild. Bis heute umgeben die Wälle und Gräben der schwedischen Festung die Altstadt.

Ein kurzes dänisches Zwischenspiel folgt auf das Ende der schwedischen Herrschaft 1712, danach fällt Stade 1715 an das Kurfürstentum Hannover. Während die wirtschaftliche Kraft stagniert, bleibt die Stadt aber Verwaltungssitz. Die Erweiterung des Stadtbezirks 1848-52 und die Aufgabe der Festung 1867-83 bringen den Anschluss an die industrielle Entwicklung. 

Schon im 18. Jahrhundert hielt man die Anlage eines neuen, guten Hafens für notwendig. Den entscheidenden Anstoß zur Verwirklichung gab erst die 1879 erneute Begradigung und Vertiefung der Schwinge. Der hiefür erforderliche Teil des Festungsgrabens vor dem Salztor wurde im folgenden Jahr 1880 erworben. Links von der Salztorschleuse vor der Burgbastion konnte im Jahre 1880/81 ein neuer Hafen für Schiffe bis zu einer Tiefe von 3,50m und einer Länge von 65 m gebaut werden. Der zunehmende Schiffsverkehr durch die Salztorschleuse resultierte aus dem Holzhandel und der Holzschifffahrt. Diese Salztorschleuse war ursprünglich am Ende des 18. Jahrhunderts als Spülschleuse errichtet worden. Die Schleuse wurde 1875 für den Schiffsverkehr erweitert. Der rechts von der Schleuse liegende Teil des Festungsgrabens wurde dann als Holzhafen genutzt.

Die Schiffsschleuse im Stader Hafen
(Bild:
Nefershapiland)

Das alte Schleusenhaus auf der Brücke vor der Salztorschleuse
(Bild: Nefershapiland)

Durch den neuen Hafen wurde die Grundlage für die Entwicklung neuer gewerblicher Betriebe in der Salztorvorstadt geschaffen. Die in der Mitte des 19. Jahrhunderts wieder gegründete Schiffswerft erlebte einen begrenzten Aufschwung. Dieser zeichnete sic h am bedeutendsten an der 1892 an der Schwinge errichteten Stader Lederfabrik ab, die zeitweise 300-400 Arbeiter beschäftigte. 

Der Hafen von der Schleuse aus gesehen
(Foto: Nefershapiland /Aug. 08)

Der Hafen vom rechen Ufer aus
- auf der rechten Seite der Hafenkran -
(Foto: Nefershapiland /Aug. 08)

Der 1881 errichtete Stader Bahnhof bekam durch neu verlegte Industriegleise eine direkte Verbindung mit den neuen Betrieben, wodurch hier eine neue eigene Gewerbestadt entstand. Auch die 1899 neu in Betrieb genommene Schmalspurbahn nach Freiburg-Itzwörden, die sogenannte "Kehdinger Kreisbahn",führte man über den neuen Hafen. 

Bei den Kaufleuten war der Stader Hafen allerdings als Tidehafen und vor allem wegen seiner "Verschlickung" relativ unbeliebt, deshalb hielt sich der Frachtverkehr auch in relativ geringen Grenzen. Dafür hatte die Obstschifffahrt eine gewisse Bedeutung. Bis zur Einstellung der Personenschifffahrt der Hafendampfschifffahrts AG (HADAG) nach dem 2. Weltkrieg kam auch die Niederelbe-Dampfschifffahrt mit ihren Schiffen: "Brunshausen", "Gutenberg" und "Germania" sowie anderen Ausflugsdampfern regelmäßig nach Stade. 

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts begann der ökonomische Rückgang der "alten" Stader Industrie, die verbunden war mit dem Stader Hafen. Geschlossen wurden nacheinander

die Lederfabrik 1960
die Schiffswerft 1976
die Holzhandlung Hagenah-Borcholte

Der Stader Stadthafen ist heute Treffpunkt vor allem der vielen Freizeitsegler.
(Bildquelle: Nefershapiland)

Der Stader Stadthafen entwickelte sich später zum Treffpunkt vor allem der Hamburger Segler und bekam seine Bedeutung vor allem als Freizeitzentrum.
(Quelle: nach Stadtarchiv Stade)

Frachtsegler "Wilhelmine",
- Blickfang im Stader Hafen ist der
fast 100 Jahre alte Frachtsegler Wilhelmine. 
Gäste und Einheimische können ab Stader Stadthafen zu Kurztörns oder mehrtägigen Fahrten aufbrechen. 
(Foto: Nefershapiland)

Stader Stadthafen
Überall entstehen im Stadthafen Gebäude



(Foto: Nefershapiland)

 

Museumsschiff:

Das ehemalige Küstenmotorschiff Greundiek liegt heute als Museumsschiff im Hafen von Stade. Eigner des Schiffes ist der Verein "„Alter Hafen Stade e.V.“.1949 wurde die Greundiek als "Hermann-Hans" auf der Rickmers-Werft in Bremerhaven auf Kiel gelegt.1950 erfolgte der Stapellauf. Die Hermann-Hans war eines der ersten Schiffe, die nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland gebaut wurden und eines der ersten zivilen Schiffe, die in Vollschweißbauweise überhaupt gebaut wurden. Das Schiff war zunächst 33,79m lang, wurde später aber verlängert. Eigner und Auftraggeber für das Schiff war der Reeder Hermann Behrens. Er nannte es nach seinen beiden im Krieg gefallenen Söhnen.

Am Pier liegt das Museumsschiff "Gruendiek"
(Foto:
Nefershapiland / Aug. 08)

Die Hermann-Hans wurde 196r5 an Henry Dölling verkauft, der das Schiff nach seiner Frau in "Rita Dölling" umbenannte. Der Landkreis Stade kaufte 1986 das Schiff für die Seefahrtsschule Grünendeich zwecks Ausbildung zum Schiffsmechaniker. Wiederum wurde das Schiff umbenannt und hieß jetzt Greundiek. Es bekam einen Liegeplatz in der Lühemündung oberhalb des Speerwerks. Später wurde die Greundiek nicht mehr benötigt, das die maschinentechnische Ausbildung von der Seefahrtsschule an die Hamburger Fachhochschule verlegt wurde. 

Der Verein „Alter Hafen Stade e.V.“ kaufte 1994 die „Greundiek“ vom Landkreis Stade und am 22. April des gleichen Jahres bekam das Schiff seinen heutigen Liegeplatz im Hafen von Stade. Dort wurde es bis 2000 restauriert und wieder in einen fahrbereiten Zustand gebracht.

Das Schiff, das weitgehend im Originalzustand erhalten ist, ist als technisches Kulturdenkmal in das Verzeichnis der beweglichen Kulturdenkmale Niedersachsens eingetragen. Ende Januar 2003 erhielt der Verein „Alter Hafen Stade e.V.“ den Landespreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung für Denkmalpflege für die Restaurierung des Schiffes.

Heute wird das Museumsschiff für Veranstaltungen aller Art und für Fahrten auf der Elbe und im Ostseeraum genutzt. Die "Greundiek" ist für die Küstenfahrt zugelassen.. 

Umfassende Pläne für die Erweiterung des Industriegeländes und den Anschluss an die Elbe werden ab 1900 entwickelt. Eine erforderliche Eingemeindung kann aber von der Stadt erst ab 1924-26 durchgeführt werden. Verschiedene Industriewerke und das 1972 ans Netz gehende Kernkraftwerk, welches "billige Energie" liefert, siedeln sich an. Dazu gehören auch die Dow Chemikal, welches ein modernes Werk zur Produktion von Grund- u. Spezialitätenchemikalien im Elektrolyseverfahren errichtet und ferner die VAW (Vereinigte Aluminiumwerke), die eine Aluminiumhütte und ein Werk zur Herstellung von Aluminiumoxyd baut.

Ab 1972 ist die Stadt Stade eine junge, hochmoderne Industriestadt. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung war es möglich, die Altstadt umfassend zu erneuern und die Infrastruktur zu verbessern. Die Altstadt wird zur Fußgängerzone ausgebaut und bleibt durch die Ansiedlung eines Kaufhauses und die Errichtung des neuen Rathauses im Anschluss an das restaurierte historische Gebäude auch das Zentrum der Stadt.

kleine malerische Seitengasse
(Bildquelle: Nefershapiland)

Fachwerkhaus hinter der St. Cosmae-Kirche
(Bildquelle: Nefershapiland)

Weiter wird das kulturelle Angebot der Stadt erweitert: ein Regionalmuseum entsteht im ehem. Provianthaus der Schwedenzeit, dem "Schwedenspeicher", die Stadtbibliothek bezieht die restaurierte historische Wassermühle und das Johanniskloster wird nach der Restaurierung neu genutzt.

Der neue Mittelpunkt entsteht im 1989 eingeweihten STADEUM, ein moderner Kultur- und Tagungszentrum, innenstadtnah gelegen und gleich jenseits des Burgrabens. 
Damit ist Stade ein wirkliches Zentrum des Elbe-Weser-Raums.

Oase der Ruhe - Impressionen vom "Burggraben" 
Mächtige Schutzwälle an den Ufern erinnern in diesem Bereich daran, dass die Hansestadt Stade sich Jahrhunderte lang auf diese Weise durch Wasserbauten und Erdaufschüttungen geschützt hat. 

(Bildquelle: Nefershapiland)

In einer einstündigen Tour können interessierte Gäste mit dem Fleetkahn durch den Burggraben entlang der Wallanlagen schippern. Der Kahn-Kapitän informiert während der Fahrt Historisches und Aktuelles über den Stader Hafen sowie über die Befestigungsanlagen aus der Schwedenzeit und können sich an einer idyllischen Naturlandschaft erfreuen.  

Der Stader Burggraben
Er gehörte früher zur Befestigungsanlage Stades in der Schwedenzeit.  
Heute kann man ihn mit elektrobetriebenen Kähnen oder Ruderbooten befahren.

Über 7 Brücken können die Bürger über diesen künstlich geschaffenen Burggrabenbereich zur Altstadt gelangen. Die schönste von ihnen ist die Hohenthorsbrücke mit ihren gemauerten Bogen.

(Bilder: Nefershapiland)

 

Von den Festungsanlagen bleiben nur 4 Bastionen und 2 Ravelins erhalten. Die alten Festungsgräben werden verengt, von den Mauern ist nichts mehr zu sehen.
Die hier zu sehenden Erderhebungen sind die letzten Reste der Burgbefestigungen.
(Foto: Nefershapiland)

Der Stader Holzhafen erstreckt sich von der Salztorschleuse bis zur ehemaligen Fußgängerbrücke an der Güldensternbastion. An der Westseite dieses Sees ist ein Teil der Stader Altstadt zu sehen mit dem wuchtigen Turm der Wilhadikirche. Der Holzhafen verdankt seinen Namen einer langen Nutzung als Holzeinlagerplatz - da Wasserholz länger hält - bei der ehemaligen Sägerei Hagnah Borcholte. Die Wassertiefe liegt heute aufgrund der letzten Ausbaggerung nun bei 2 bis 4 Meter

Der Stader Holzhafen
Im Hintergrund auf den linken Bild ist die Salztorschleuse zu sehen.
Ein gern genutztes Gewässer für Hausbootbesitzer.

(Bilder: Nefershapiland)

 

Einkaufsmeile Hökerstraße
(Bildquelle: Nefershapiland)

Fußgängerzone
(Bildquelle: Nefershapiland)

 

Die Stader Flutkanonen:

Seit 1682 ist in Stade das Signalschießen zur Sturmflutwarnung üblich. Die erhaltenen, dafür benutzten Kanonen standen bis 1850 auf der Burgbastion, dann auf dem Schwingedeich. Sie wurden zuletzt bei der großen Sturmflut am 16./17. Februar 1962 eingesetzt.

Die Warnschüsse wurden nach den Pegelständen des Flutmessers am Schwedenspeicher abgegeben:

3 Schüsse bei etwa 2 Meter über
normalem Hochwasser (MThw)
8 Schüsse in rascher Folge bei etwa 2,70 Meter über MThw.

(Bild Nefershapiland)



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