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Die Gräber der Hohen
Beamten
in unmittelbarer Nähe des Pyramidenbezirkes:
Die großen Grabanlagen einiger bedeutender Persönlichkeiten aus der Herrschaftszeit Sesostris I. befinden sich in der Umgebung des Pyramidenbezirkes. Im Gegensatz zu den Pyramiden-Nekropolen des Alten Reiches, in denen die Umgebung mit verhältnismäßig kleinen Stein-Mastaben verbaut war, gab es in Lischt nur wenige, dafür aber größere Gräber, die zudem noch mit einer weiten Umfassungsmauer eingefasst waren. Hunderte von Grabschächten oder Oberflächengräber scharten sich um dieses knappe Dutzend von Großgräbern. Die Oberbauten sind heute ausnahmslos verschwunden, die Bestattungen - auch die der Sekundärgräber - nahezu restlos geplündert.
Heute noch zugänglich ist das Grab des Senwosretanch, eines Oberpriesters des Gottes Ptah, welches in der Anordnung der Grabräume sowie der Beschriftung mit Pyramidentexte dem eines königlichen Grabes aus dem Alten Reich gleicht. Ungefähr 190 m zur rechten Seite des königlichen Aufwegs und ca. 130 m vom Pyramidenkomplex entfernt liegt der riesige Grabkomplex der Hohen Beamten.
Die Mastaba des Hohenpriesters von Heliopolis mit Namen Imhotep liegt rechts vom Aufweg nahe der äußeren Pyramidenumfassungsmauer. Dieser Grabbau hat durch die Auffindung der beiden Holzfiguren König Sesostris I. Berühmtheit erlangt.
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Museum Kairo, JE 44951 |
Metropolitan MuseumNew York, |
Die beiden berühmtesten Holzstatuen König
Sesostris I. kamen 1915 bei den Grabungen des MMA ans Licht. Gefunden wurden sie
in einer kleinen verborgenen Ziegelkammer, die sich in der Ostseite der
Umfassungsmauer des Grabbezirks Imhoteps fand.
Sie war mit rotem Putz ausgekleidet, ihr Dach bestand aus Brettern.
Vor den Figuren stand ein "Anubis-Fetisch" in Leinen eingehüllt und
ein Modellboot. Es gibt keine plausible Erklärung, warum sich diese doch wohl
zur Grabausstattung des Königs gehörenden Statuen sich hier befanden und nicht
im Grabbezirk des Königs.
Bisher geht man ganz Allgemein davon aus, dass es sich bei diesen Figuren um Abbilder König Sesostris I. handelt. Doch weisen sie keine Merkmale auf, die das eindeutig bestätigen würden. Jüngste Stilanalysen legen statt dessen nahe, dass es sich bei beiden Statuen um Darstellungen Amenemhets II. handeln könnte. ( ? )
Für das Material der Skulpturen verwendete man Zedernholz. Teile der Statuen sind stuckiert und bemalt. Der König ist schreitend dargestellt in der linken Hand einen Stab haltend. Einmal trägt der König die Weiße Krone und zum anderen die Rote Krone.
Heute befindet sich die besser erhaltene der beiden Figuren mit der Weißen Krone auf dem Kopf im Museum von Kairo, JE 44951 (Höhe 56 cm, Breite 11 cm, Tiefe 26 cm).
Die andere Skulptur mit der Roten Krone
Unterägyptens befindet sich heute im Metropolitan Museum
New York, MMA 14.3.17.
Bei den jüngsten Grabungen durch das MMA (1984-1989) wurden auch die Grabräume des Imhotepgrabes nochmals untersucht. Unerwarteterweise stieß man auch hier in der Grube, in der der Sarkophag versenkt war, an allen Seiten auf Pyramidentexte.
1987 stieß man nahe der Südostecke außerhalb der äußeren Umwallung des königlichen Pyramidenbezirkes und mit dessen südlicher Mauer abschließend auf ein weiteres bisher nicht bekanntes Großgrab, dessen Besitzer ein Kanzler und Wesirs namens Mentuhotep war, der sein Amt in den späten Regierungsjahren Sesostris I. ausübte.
Auch hier waren die Oberbauten so weit zerstört, dass sie nur aus den Fundamenten und einigen Bautrümmern die Gestalt des Grabbaus rekonstruieren lässt. Es bestand aus einem von hohen Ziegelmauern eingefasstes Geviert, zu dem vom Tal ein aus Ziegeln konstruierter Aufweg hinaufführte. Im Inneren stand ein aus feinem Kalkstein erbauter Grabtempel, der im vorderen Teil einen Säulenhof und im inneren Teil eine Reihe von Kapellen besaß. Alle Räume waten mit feinen Reliefs ausgestattet, von denen einige wenige Reste erhalten sind.
Die Kapellen müssen mindestens ein Dutzend Statuen
des Grabinhabers in verschiedenen Gesteinsmaterialen (Kalkstein, Granit,
Quarzit) beherbergt haben, wohl ausschließlich Schreiberfiguren, von denen
einige Brauchstücke noch erhalten sind. Spätere Erweiterungen und die
Aktivität von Grab- und Steinräubern hatten die 15 Meter unter der Oberfläche
gelegnen Grabräume stark in Mitleidenschaft gezogen.
Überraschenderweise muss daher die Auffindung eines völlig unbeschädigten
Granitsarkophages des Wesirs Mentuhotep gelten. Diebe hatten den Deckel
abgerückt, dabei festgestellt, dass der Sarkophag unbenutzt war und daraufhin
von ihm abgelassen.
Der Wesir war nicht in diesem Sarkophag beigesetzt, sondern in einem wohl nachträglich hinzugefügten zweiten Sarkophag aus Quarzit. Es fanden sich zahlreiche Bruchstücke davon mit Namen und Titel des Mentuhoteps, sowie eines dazugehörigen Kanopenkasten
Mentuhotep war schon vor Auffindung seines Grabes durch eine Reihe bedeutender Denkmäler bekannt. Vor allem durch eine Serie von Statuen aus dem Tempel von Karnak und eine Stele aus Abydos.
Weitere Gräber sind die des
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und weiterer namenslose Gräber. Um die großen Mastabas verstreut lagen zahlreiche kleinerer Schachtgräber des Gefolges der Hohen Würdenträger.
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