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Bei dem folgenden kann es sich auch um
Fehlinterpretationen der Denkmäler handeln:
Zumindest am Anfang seiner Regierung scheint
Schoschenq III. auch in Theben einen gewissen Einfluss ausgeübt zu haben.
(Siehe Schoschenq und der Hohepriester des Amun, Harsiese, auf Statue des Wesirs
Nespaqaschuti
bzw. Nilstandsvermerke aus seinem Jahr 6 mit Nennung des Hohenpriesters des Amun
Harsiese - dieser war vielleicht ein Sohn des Hohenpriesters Nr. 6 und Enkel
Harsiese I., falls es sich nicht hier um die Nennung eines anderen Königs
dieses Namens handelt - am Kai von Karnak; verschiedene Ernennungen von
Priestern durch Schoschenq III.)
In seinem 8. Jahr scheint ein König namens
Pedubaste I. als Herrscher über die Thebais anerkannt worden zu sein.
Von den Bauaktivitäten König Schoschenq III. sind
einige Zeugnisse bekannt.
Karnak:
Relief aus der Zeit Schoschenq III. am Bubastidenportal. In Karnak
tritt ein Militärführer mit dem Titel "Königssohn von Ramses"
namens Paschedbastet
"Königssohn des Landesherrn Schoschenq - meiamun" im Namen Schoschenq
III. auf. Dies geschah bereits unter der Regierungszeit des oberägyptischen
Königs Pedubastet I. Bei diesem Paschedbastet handelte es sich vielleicht um
einen Sohn (?) Schoschenqs III. Am 10 Pylon findet sich eine Inschrift von ihm
über dortige Restaurierungsarbeiten unter seiner Leitung.
Dieser Pedubastet ist uns noch unter anderen
Umständen bekannt. Auf dem Pyramidenfriedhof
von Nuri, nahe bei Napata gelegen, fand Reisner
im Schutt der Pyramide Nr. 38/G. 47 von Königin Axaoa
/ Achepa ein Fragment einer Alabastervase
mit der Inschrift: "Oberkommandierender (Anführer) Paschedbastet des
Seligen, Sohn des Landesherrn Schoschenq-meiamun". Achepa war eine Tochter
von König Aspelta und der Henuttachebit (?) sowie Schwester und Gemahlin von
Aramatelqo und damit Zeitgenossin von König Psammetich II., d. h. sie lebte
rund 200 Jahre nach Pedubastet/Paschedbastet und rund 70 Jahre nach dem Rückzug
der Kuschiten aus Ägypten.
Reisners Folgerung an diesem
Fund ist völlig romanhaft, er wollte in diesem Paschedbastet gleich den
Ahnherrn des napatäischen Königshauses erblicken. Dunham bemerkt dazu, dass es
sich um ein aus Ägypten importiertes Stück handelt. Es könnte natürlich auch
als Tribut am Anfang der 25. Dynastie nach Nubien gekommen sein. Wahrscheinlich
wurde diese Alabastervase dann einem Grab aus der Zeit König Taharqas beigeben.
Bei der Plünderung des Friedhofes könnte das Stück dann in dieses Grab von
Königin Acheqa gelangt sein.
Tanis (San el
Hagar / altägypt. Djanet
)
Schoschenq III. ließ in
Djanet, der alten Residenz der 22. Dynastie, aus wiederverwendeten
Granitblöcken eines Baues Ramses II. einen monumentalen Torbau in der
Umfassungsmauer des Tempelareals Psusennes I. errichten. Im Füllmauerwerk des
Torbaus fand sich sogar ein Block mit dem Namen König Cheops. Das Tor liegt in
der Hauptachse des großen Amuntempels, es ist heute teilweise rekonstruiert.
Auf seinen
Reliefdarstellungen sieht man König Schoschenq III. vor Amun, Mut und Chons.
Kom el-Hisn:
Kom el-Hisn, etwa 35 km
westlich der modernen Stadt Tanta gelegen, das altägyptische JmAw,
Hauptstadt des 3.
Unterägyptischen Gaues. Hier wurden die Göttinnen Hathor und Sachmet
verehrt. Den zum größten Teil unter Ramses II. hier erbauten Tempel ließ
wahrscheinlich Schoschenq III. wiederaufbauen oder erweitern. Vor einem Torbau fand
Daressy beschriftete Blöcke mit dem Namen Schoschenq III. In ihnen wird der
König als:
-
| "
Wsr - nAat - Ra stp - n - Ra"
und "
SASAnk sA - Bastt mrj - Jmn nTr - HoA - Jwnw" |
bezeichnet. Einer dieser
Blöcke erwähnt auch den Horusnamen des Königs:
Hier fand sich eine Stele, die in das "28
Jahr " (29. Jahr ?) Schoschenq III. datiert
ist - heute in Berlin Nr. 7344. Oben ist der König Schoschenq
mrj - Jmn
nTr - HoA - Jmn gefolgt von
PA - dbHw -
(n) - Bastt vor
Osiris und Hathor dargestellt.
Der Text bezeichnet Schoschenq III. als Sohn der Isis
-
| ( SA
- Jst ) geliebt
von Amun
(mrj - Jmn) und
nTr - HoA - Jwnw. |
PA - dbHw - n -
Bastt ist als erster Prophet
des Amun-Re, Königssohn von Ramses, mk
n wr (?) und Hawt
j bezeichnet. Kitchen geht
davon aus, dass es sich hier um einen echten Königssohn handelt, der das Amt
des Hohenpriesters des Amun in Tanis bekleidete. Stele Kairo Nr. (unbekannt) -
sie soll auch aus Kom el - Hisn stammen. Oben ist die Figur eines anx
- pA - Xrd vor Hathor und
Horus dargestellt. Der Text ist in das "32 Jahr " König Schoschenq
III.
-
| ( wsr - nAat -
Ra stp - n - Ra ) |
datiert.
Tell Umm el -
Harb:
Umm el Harb liegt beim
heutigen Dorf Mustai (Zentraldelta) in der Nähe des antiken Athribis. Hier
fanden sich Fragmente eines Tempelreliefs (mit dem vollständigen Königsnamen),
vielleicht von einem Kapellenbau für "die
Große Isis, Mutter aller Götter, von Mesdet", wohl
zum Tempel des Thot von Mustai (Mesdet) gehörend, der schon von Ramses II.
erbaut und Schoschenq III. erweitert wurde. Heute befindet sich das Relief in
einer Privatsammlung in der Schweiz.
Mendes:
Tell el - Roba und Tell
el - Timai (Tamai), das altägyptische Per
- ba - neb - djedet "Haus des Bocks, Herr von Djedet".
Hier lässt sich ein
Kapellenbau des Königs nachweisen. Bei amerikanischen Grabungen kam 1965 ein
beschrifteter Block mit dem Namen Schoschenqs III. zutage. Seit längerem sind
weitere Blöcke, die seinen Namen tragen von hier bekannt.
Buto:
Aus Buto / Tell
el-Fara'in stammt ein Fragment, das den Teil des Thronnamens eines
Königs
-
| Wsr
-mAat - Ra spt - [n - Ra] |
zeigt. Es handelt
sich hier entweder um den allgegenwärtigen Ramses II. oder vielleicht um
Schoschenq III.
Bindaria:
Hier fand sich ein Block
mit dem Namen Schoschenqs III.
Busiris:
Eine
Landschenkungsstele, vielleicht aus Busiris stammend, befindet sich heute im University
College / Petrie Collection UC 14533 (22.8.15), Herkunft unbekannt.
Sie ist datiert in "Jahr 15" König Schoschenq III. Auf ihr wird ein
-
| "r
- pat HAt j - a wr Hm - nTr - tpj n nb xmn.t Jmn - Ra -
nswt - nTrw HAt j Bak - n nfj " |
genannt, der der Sohn
eines
-
| "r
- pat wr Hm - nTr tpj PA - dj is.t " |
war. In der Lügnette der Stele
ist Osiris, Isis und Horus zu sehen, also die Göttertriade von Busiris.
Schenkungsstele Louvre Nr. 20.905 für Osiris - anD
jt j, dem Gott von Busiris, also wohl
ebenfalls aus dieser Stadt stammend.
Die Stele ist in das "Jahr 18
" eines Königs (Namen nicht erhalten)
datiert. Vermutlich handelt es sich um König Schoschenq III., wie Spiegelberg
annimmt.
Auf der Stele wird ein Takelo(t) als Königssohn von Ramses, Befehlshaber des
ganzen Landes und Sohn des Herrn der beiden Länder genannt. Der Name seiner
Mutter ( Dd - Bastt - jw.s -
anx) ist ohne irgendeinen
Titel angegeben.
Heliopolis:
Landschenkungsstele aus Heliopolis - heute in Kairo
JdE 45610, die in das "14. Jahr " Schoschenq
III. datiert ist. In ihrem Text wird ein "rp
at j, das große
Oberhaupt der beiden Länder, den ältesten Königssohn des Herrn der beiden
Länder, den Befehlshaber Bak
- n - nfj" genannt.
Dieser Königssohn kann aber nicht in Heliopolis selbst residiert haben. Seine
Residenz war wohl in Athribis, wie bei anderen Prinzen nach ihm. Heliopolis
gehörte wohl schon während der Zeit Schoschenq III. zur Stadt Athribis.
Memphis:
In Memphis ließ der
König eine Sachmet-Kapelle errichten.

| Die Fürstentümer des
Ostdeltas |
Es
handelt sich dabei nur territorial um ein kleines Gebiet und es gibt
Anhaltspunkte, dass schon zu Lebzeiten König Schoschenqs III. mindestens ein Großfürst
der Meschwesch
im
Ostdelta gelebt hat. Das älteste, bekannte Denkmal mit dem Namen eines
Großfürsten der Meschwesch wurde in Tuch
el-Qaramus südöstlich
von Horbeit, gefunden. Es handelt sich um eine Schenkungsstele, die ins
"Jahr X, Tag 20 " unter der Regierung Schoschenq III. datiert ist. Sie
ist heute im Museum Kairo (Nr. unbekannt).
Die Inschrift dieser Stele erwähnt den
-
| wr
aA n M Hawt j Jw.f - [r] - aA, sohn
des [......] (
Name des
Vaters nicht erhalten.) |
Unter der geflügelten
Sonnenscheibe ist der König vor Amun-Re, dem Herrn von Pr
- bAw, (Lokalisierung
unbekannt) der großen Mwt,
der Herrin von
sna(?) und
Chons, abgebildet.
| Die Fürstentümer des Westdeltas |
Der Fundort der Stele im
Museum der Bildenden Künste zu Moskau - Nr. 5647, ist unbekannt, doch
dürfte sie wohl aus dem Westdelta stammen. Sie ist datiert in das "31.
Jahr " König Schoschenq III. Oben ist
die Figur des Jn - Jmn
- nAj.f - nbw vor
Osiris, Horus und Isis abgebildet. Der hieratische Text erwähnt die Schenkung
von 10 Aruren Acker für Osiris durch die Hand des Gottesvaters
( jt - nTr ) Anchor.
Der eigentliche Stifter ist
das Kind des Großfürsten der Libu
-
| (msj
n wr aA n Rb[j] und
mk Pawered,
Sohn des Jn
- Jmn - nAj.f - nbw,Großfürst
der Libu |
Von Inamunnajefneb / Jn - Jmn -
nAj.f - nbw stammt eine andere
Schenkungsstele, die aus Mendes stammt.
Das heutige Temai el-Amdid /Tell el-Rub, das
altägyptische
Mendes - war der
Amtsitz eines Großfürsten der Meschwesch - (Pr
- BA.nb - Ddt "Demotisch Bntutu
" - " Das Haus des Widders, des Herrn von Ddt " - 16.
unterägyptischer Gau.
1967 wurde für das Brooklyn Museum (Nr.
67.118) eine Schenkungsstele erworben, die aus Mendes stammt. Sie ist in das
"Jahr 22" eines Königs (
pr aA ) namens Schoschenq datiert und
erwähnt den
-
| wr
aA n M Hawtj
Hornacht, Sohn des Großfürsten der Meschwesch Es - chebi (?)
- (Lesung unsicher!) |
Yoyotte datiert sie unter die Regierung König
Schoschenq III. oder V.
Kitchen dagegen wohl mit Recht unter Schoschenq III.
Stele Universität Straßburg - Nr. 1379:
-
Es handelt sich um eine Schenkungsstele, die wohl aus Mendes stammt.
Wahrscheinlich gehörte sie ebenfalls dem Großfürsten der Meschwesch (
wr aA n M ) Hr - [ nxt ]. Diesem Hornacht
wird wahrscheinlich noch zu Lebzeiten Schoschenq III. sein Sohn Schmendes als
Fürst dieses Gebietes gefolgt sein.
Fürsten von Mendes:
Es - chebi - vor dem 22.
Jahr Schoschenq III.
dessen Sohn
Hornacht I. - um das Jahr 22 bis 30 + X Schoschenq
III.
dessen Sohn
Smendes I. - um das Jahr 30 + X Schoschenq
III.#
Fürstentum von Memphis
- Hohepriester des Ptah in Memphis - |
Im Amt eines Hohenpriester des Ptah in Memphis und Großfürst der
Meschwesch folgte auf Takelot dessen Sohn Peteese, aus
der Ehe seines Vaters mit der Prinzessin Tjebastetperu.
Von Peteese gibt es zwei Serapeumsstelen. Er
nahm an den Bestattungen der Apisstiere im Jahr 28 König Schoschenq III. und
dem im Jahr 2 König Pemui teil.
Sein Nachfolger im Amt des Hohenpriesters des Ptah
in Memphis, aber nicht mehr Großfürst der Meschwes, wurde sein Sohn Harsiese,
der der eigentliche Stifter der zweiten Stele
aus Jahr 2 Pemnis war.
Wie lange Peteese gelebt hat, ist unbekannt, aber
wahrscheinlich starb er im 2. Jahr König Pemui, da sein Sohn Harsiese in diesem
Jahr mit Sicherheit zum Hohenpriester von Memphis ernannt wurde. Mit dem Tod des
Peteese endete die Linie des Prinzen Schoschenq D, Sohn König Osorkons II., die
den libyschen Adelstitel "Großfürst der
Meschwesch" in Memphis getragen hatten.
Zwischen den Apisbestattungen im 28. Jahr Schoschenq
III. und der im 2. Jahr Pemui liegen 26 Jahre - also genügend Platz für einen
neu in die Dynastie eingefügten König.
Auf der Serapeumsstele des 28. Jahres Schoschenq III. sind zwei Söhne Peteeses
genannt. Der große Leiter der Künste Peftjaudibastet und der Sempriester des
Ptah Takelot. Die beiden Söhne stammen von zwei verschiedenen Frauen des
Peteese. Vermutlich hat Peteese das Amt des Hohenpriesters von Memphis zu seinen
Lebzeiten zwischen seinen beiden Söhnen geteilt, die aber nicht allzu lange
gelebt haben. Beide starben wahrscheinlich vor ihrem Vater, jedenfalls hören
wir von ihnen nichts mehr. Das Kammer-Grab von Peteese liegt in einem Ort, der
heute Kom el-Fakri /Fachry genannt wird, ungefähr 250 m westlich des Kolosses
Ramses II., dicht an der Mauer, die den Tempelbezirk umschloss, inmitten einer
Gruppe Elitegräber, die alle aus der 22. Dynastie stammen.
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Sarkophag-Deckel des Hohepriester des Ptah in
Memphis - Peteese |
Auf der Stele aus Jahr 2 König Penui sind diese
beiden Kinder nicht mehr erwähnt. Dafür wahrscheinlich ein weiterer Sohn mit
Namen Harsiese, dessen Mutter eine dritte Frau des Peteese war. Eine Tochter
Peteeses mit Namen Teperu ist aus einem Denkmal aus Memphis bekannt. Sie war die
Gemahlin des Anmch-Schoschenq, der mehrere religiöse Ämter im Ptahtempel
bekleidet hat. Dieser Anch-Schoschenq stammt von dem königlichen Haus
Schoschenq III.
Apisstele Nr. 21 aus dem 28. Jahr König
Schoschenq III.
Die Stele wurde gestiftet vom Großfürst der Meschwesch Pediese, dem Sohn
des Großfürsten der "Ma" Takelot, dem Sohn des Hohenpriesters,
Prinz und Großen Ersten Fürst seiner Majestät
-
| iry
- pat wer tepy em - hemef |
Schoschenq D, dem Sohn von
König Osorkon - meiamun. Der Tod des Apis-Stiers trat ein im 28. Jahr von
König Usermaatre setepenamun Schoschenq meriamun Si-Bast.
Weder Inthronisationsjahr
noch Todesjahr werden angegeben.
Jürgen von Beckerath geht
avon einer weiteren früheren Apisbestattung aus und zwar im Jahr (4 ? ) König
Schoschenq III.
Apisbestattung im Serapeum
zu Memphis:
Apis Nr. 22 X +
3 Gruft
3 (?)
Schoschenq III.
Apis Nr.
XXIX
Gruft
P
Schoschenq III.

( Co - Autor: J. H.
Pirzer )

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