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1821 wurde der Grabbau von dem preußischen Generalkonsul und Offizier Johann Heinrich Freiherr von Minutoli und dem italienischen Ingenieur Girolanio Segato untersucht und der Eingang zur Pyramide entdeckt.

Bei der Erkundung der Gänge unter der Stufenpyramide wurden verschiedene Objekte entdeckt, die leider bei einem Schiffsunglück in der Elbmündung verloren gingen (siehe weiter unten). Minutoli entdeckte die Reste einer Mumie, sie wurde allerdings nicht in der Grabkammer, sondern in einer Ecke eines Ganges gefunden. Minutoli schreibt darüber:
einen stark vergoldeten Schädel “ und zwei ebenfalls vergoldete Fußsohlen „ ohne Zweifel die Reste hier der beigesetzten  Person“.

Allein schon die Beschreibung der Mumienreste genügen heute um klar zu entscheiden: Bei dem gefundenen Schädel kann es sich nicht um den des Djosers gehandelt haben.

Die Vergoldung des Gesichtes und das Anbinden von Kartonagesohlen an die Füße entspricht der Mode der römischen Zeit.

Hier handelt es sich also mit Sicherheit um eine Sekundärbestattung, von denen Lohn Perring bei seiner Untersuchung der Pyramide 1837 allein in einem Gang fast dreißig Stück vorfand.

Perring war auch der Entdecker eines grossteil der unterirdischen Galerien unter der Stufenpyramide.  

Zwei der Unterirdischen Zimmer waren mit kleinen blaugrünen Fayencetäfelchen ausgekleidet. Die leicht konvexen Täfelchen zeigten an der Hinterseite einen kleine durchbohrte Nase. Ein durch das Loch hindurchgezogene Schnur aus Pflanzenfasern fixierte sie an der Wand, sobald der feuchte Gips trocknete und anzog. Türverkleidungen aus Kalkstein mit der Titulatur des Königs beschriftet, vervollständigten den Schmuck der Zimmer. 1843 brachte Lepsius der Leiter der preußischen Expedition im Auftrag Königs Friedrich Wilhelm IV. eine dieser Türverkleidungen ins Museum nach Berlin, wo er noch heute zu sehen ist. Eine andere Wand wurde aus herumliegenden Fayencekacheln zusammengesetzt und im Kairoer Museum aufgestellt.

1926 fand Battiscombe Gunn in den unterirdischen Gängen weitere Teile derselben Mumie (mehrere Wirbel, Beckenknochen) wie sich später herausstellte, er übergab sie dem Museum von Kairo.

Ab 1926 arbeitete C. M. Firth vom SAE im Komplex des Djosers. Firth war im Jahre 1923 zum Inspektor  der Altertümer von Saqqara ernannt worden und führte als erster in offiziellen Auftrag (SAE) sorgfältige Untersuchungen am Grabmal des Djoser durch. Leider verstarb Firth zu früh und konnte so seine Forschungen nicht beenden. So übernahm James Edward Quibell dessen Aufgabe und machte sich zusammen mit Jean Philippe Lauer an die weitere systematische Erforschung der Grabanlage. Doch auch Quibell war nur kurze Zeit beschieden, und als er 1935 starb, überwachte der Architekt Lauer die Leitung der Ausgrabungen.

Für Jean Philippe Lauer wurde die Arbeit im Grabbezirk des Djosers eine lebenslange bis zu seinem Tode andauernde Aufgabe, die er in Bewunderungswürdigerweise bewältigte.

Zwischenzeitlich hatten 1928 ägyptische Gelehrte unter der Stufenpyramide einen neuen unvollendeten Korridor von 20m Länge entdeckt. In der mit Fayencekacheln geschmückten Südwand befanden sich drei Scheintür – Stelen mit Reliefdarstellungen, die Djosers bei kultischen Handlungen zeigen.   

1932 entschloss sich Lauer in den unterirdischen Kammern Messungen vorzunehmen.

Bei seinen Arbeiten unter der Pyramide fand Jean-Philippe Lauer 1934 weitere Teile eines menschlichen Skelettes, die er zusammen mit einigen Wirbeln und einem Beckenknochen, die Battiscomb Gunn bereits 1926 im Inneren der Pyramide entdeckt hatte, zur genaueren anatomischen Untersuchung an Douglas Erith Derry weiter gab.

Bei den von Lauer im Staub der Grabkammer gefundenen Knochen handelte es sich um den oberen Teil des rechten Oberschenkelknochens, die erste linke Rippe, das Brustbein , ein rechtes Rippenfragment und den kompletten, noch in Leinen eingewickelten linken Fuß. Derry war nach eingehender Untersuchung der menschlichen Überreste davon überzeugt, Teile der Mumie des Königs Djoser vor sich zu haben. Bei dem Individuum handelte es sich um einen Mann robuster Gestalt, der in fortgeschrittenem Alter gestorben war. Der weitere Verbleib dieser Knochen war dann unbekannt.

Erst 1988 fanden sich diese Überreste in der Fakultät Qasr el – aini der Universität der Universität Kairo. Die neue Untersuchung brachte nun ganz andere Ergebnisse. Zum einen gehören die Knochen nicht zu einem einzigen Skelett und außerdem stammen sie nach der C14 – Datierung aus der Spätzeit – aus der ptolemäischen Epoche.

Mögliche Mumienreste des Königs:

Als Freiherr Heinrich von Minuloli und seine Mitarbeiter 1821 als erster Europäer die Innenräume der Djoser-Pyramide betraten, erblickten sie in einem Gang einen vergoldeten Schädel und zwei vergoldete Fußsohlen, die sie für Überreste der Mumie des Djosers hielten:

Dass aber diese Pyramide einst im Innern mit großem Aufwand geschmückt war, beweisen die zahllosen Fragmente zerbrochener Alabaster – und Marmorgefäße. Leider sollen gleich bei der ersten Eröffnung viele höchst merkwürdige Gegenstände entwandt und veräußert worden seien; mir wurden bloß die Bruchstücke einer kostbaren Mumie zu Teil, ohne Zweifel die Reste des hier beigesetzten Fürsten. Sie bestanden in einem stark vergoldeten Schädel und zweien ebenfalls vergoldeten Fußsohlen, aber auch diese in ihrer Art einzigen Stücke wurden ein Raub der Wellen. “

Leider gingen all diese Artefakte bei einem Schiffsuntergang in der Elbmündung verloren. Allein schon die Beschreibung der Mumienreste genügt um eine klare zeitliche Einordnung der Überreste zu treffen:

Bei dem gefundenen Schädel kann es sich nicht um den des Djosers handeln, da die eine  Vergoldung des Gesichts und das Anbinden von vergoldeten Kartonagesohlen an die Füße der Mode der römischen Zeit entspricht.

Es handelt sich mit Sicherheit um eine Sekundärbestattung, von denen Perring bei seiner Nachuntersuchung in der Pyramide 1837 allein in einem Gang fast dreißig Stück vorfand.

  1934 fand Jean Philippe Lauer in der Pyramide im Staub der den Boden bedeckte fünf Mumienteile, darunter den oberen Teil eines rechten Oberarmknochens mit Fragmenten des Schulterblattes, die erste linke Rippe, den oberen Teil des Brustbeins, ein rechtes Rippenfragment und den kompletten, noch in Leinen eingewickelten linken Fuß.

Zur genaueren anatomischen Untersuchung wurden diese Artefakte zusammen mit einigen Wirbeln und einem Beckenknochen, die Battiscomb Gunn bereits 1926 im Inneren der Pyramide entdeckt hatte an Douglas Erith Derry weiter gegeben. Derry war nach eingehender Untersuchung der menschlichen Reste davon überzeugt, Teile der Mumie Djosers vor sich zu haben. Der weitere Verbleib dieser Knochen war dann unbekannt, erst 1988 fanden sich diese Überreste in der Fakultät Qase el – aini der Universität der Universität Kairo.

In neuerer Zeit wurden diese menschlichen Überreste mit Hilfe der C 14 Methode nochmals untersucht, dabei  stellte sich heraus, dass sie aus der Spätzeit, wohl aus ptolemäischer Zeit oder um Christi Geburt stammt.

( Co. - Autor J. H. Pirzer )

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