Bauphase I. Pyramide


Südgrab

Mit Bauphase II. wurde der gesamte Grabbezirk um einiges an Fläche erweitert. Von bisher 300 m in der Länge wuchs er nun auf 381 m an und in der Breite von 245 m auf 305 m.- Damit vergrößerte man die Gesamtfläche auf rund 78.105 m2., d. h. auf fast das Doppelte. Die alte Umfassungsmauer wurde abgerissen, die Fundamente aber beließ man an einigen Stellen, um später darauf andere Bauten errichten zu können.

Die neue Umfassungsmauer hatte ebenfalls nur einen einzigen wirklichen Eingang, an der gleichen Stelle wie die Erste. Die Passage mit dem abschließenden Portikus wurde nach Osten hin zum neuen Eingangstor verlängert. Zur Rechten und zur Linken des 54m langen Gange, jeweils am Ende kurzer Quermauern, stehen 20 gerippte Dreiviertel – Schilfrohrbündelsäulen, so dass zu beiden Seiten der Säulenhalle insgesamt 42 Nischen entstanden.

Die Säulen erheben sich auf bis zu 25cm hohen Sockeln, die aus bis zu fünf Einzelstücken zusammen gefügt sind. Der Fuß der Säulen hat einen Durchmesser von 1m; sie verjüngen sich nach oben hin und haben direkt unterhalb des Abakus noch einen Durchmesser von 70cm. Diese Säulen imitieren Schilfrohrbündel nach, die aus 17 – 19 Stengeln zusammengebunden sind.

Sie waren einst grün bemalt, so dass der Eintretende sich in einem Schilfdickicht wähnte. Rund 6m ragten sie einst in die Höhe und trugen über dem Abakus das schwere rotbraun bemalte Steingebälk das runde Holzbalken imitierte. Jetzt wurde auch die gesamte rechteckige Fläche nördlich der Säulenportikus bis hin zu der Stufenmastaba zugebaut. Unmittelbar an die Säulenhalle schließt sich – und das ist einmalig in der gesamten ägyptischen Architektur – das Modell einer Sedfest – Anlage an.

Das erste Drittel der dafür benötigten Fläche nimmt das beinahe quadratische Sedfest – Grabmal – Modell ein, dem nach Norden hin auf dem zweiten Drittel der Fläche der große Festhof mit dem Residenz – und Huldigungsbezirk folgt. Während der König für das Jubiläumsfest in der Residenz Memphis die Bauten aus vergänglichem Material errichten ließ – Schilfmattenhütten, Lehmziegelbauten, hölzerne Kapellen - sind die vergleichbaren Bauten hier im Totenbezirk des Djoser aus unvergänglichem Stein.

Das prächtige Fest, das der König im Diesseits zur Erneuerung seiner Macht feierte, beging er auch noch seinem Tod im Jenseits zur Innovation seiner göttlichen Kraft. Rings um den großen Festhof herum stehen Häuser von bis zu 7m Höhe aus Kalkstein. Baulich haben sie ihren Ursprung in der Lehmziegelarchitektur, verwenden aber auch pflanzliche Elemente wie wulstige Pflanzenstengel, Schilfrohr oder Palmblätterwerk.

Am südlichen Ende des Heb – Sed – Hofes nahm der König auf einem Thron Platz auf den von der Ostseite her zwei Treppen hinaufführen. Fast alle diese Bauten sind jedoch massive Steinbauten, die lediglich einen Eingang besitzen, dessen Flur aber schon nach wenigen Metern vor einer Blindwand endet. Nur ein kleiner Vorraum diente offenbar dazu, das Gebäude anlässlich des Sedfestes „ in Betrieb zu nehmen “. Die wenigen Bauten die wirklich begehbar sind, stehen an der Westseite der Anlage auf halben Weg zwischen Portikus und Stufenmastaba. Hier können wir den kleinen Pavillon mit seinen verwinkelten Räumen in der Tat betreten. Vielleicht dient dieser dem König als Aufenthalts – oder Schlafraum für die Dauer des Festes. Die drei kannelierten Papyrusstengel-Säulen, ursprünglich etwa 11m hoch, sind für diese Zeit einmalig bearbeitet. Sie verjüngen sich nach oben hin und sind – anders als die griechischen und römischen Säulen – nach innen leicht konkav gewölbt.

Im äußersten Nordwesten der Sedfest – Modell – Anlage befindet sich eine Verehrungskult – Anlage. Sie umfasst die Nischen für die Statuen, den Kultraum, zwei Vorräume und fast gegenüber der Süd – Ost – Kante der Stufenmastaba, den Verehrungskulthof. Die zu einer Verehrungskultanlage gehörenden Magazine liegen westlich der Stufenmastaba, parallel zur Umfassungsmauer. Die Magazinräume sind massiv und haben keine begehbaren Innenräume, da sie nur aus rituellen Gründen gebaut wurden.

Das Südgrab schloss man im Verlauf dieses Bauabschnitts mit einer Begrenzungsmauer ein und bereicherte er zudem um eine Kapelle, deren Außenmauern nördlich des Sedfest – Grabmals bis zu 6,15m hoch sind. Sie wurde von einem Uräus – Fries gekrönt. Gleichzeitig mit dem Bau der Sedfestanlage wurde auch das Baukonzept des Oberbaus des Königsgrabmals radikal geändert.     

Abermals wurde die Stufenmastaba M 1 – 3 um jeweils 5 1/2 Ellen = 2, 88m auf allen Seite erweitert, womit sie nun 83 x 74,60m maß, und bildete so die unterste Stufe einer geplanten vierstufigen Stufenpyramide P 1. Gleichzeitig wurde im Norden von ihr bereits mit dem Bau des Totentempel begonnen. Diese Stufenmastaba sollte eine Höhe von ca. 40/42m erhalten.

Damit man die Mastaba M 3 überbauen konnte, musste der Schacht zur Grabkammer aufgefüllt werden; dies geschah, indem man diesen quadratischen Schacht zur Hälfte mit behauenen Steinen aufgemauert, dann mit lockerem Material aufgefüllt und zu guter Letzt über dem Schacht eine Art Tumulus gemauert. Ob dies eine Reminiszenz an das traditionelle Hügelgrab der Frühzeit war, oder des mythischen Urhügels, oder nur prosaisch ein Mittel der Sicherung der Schachtfüllung vor der Senkung, kann nicht gesagt werden. 

Doch ehe die vierstufige Stufenpyramiden und deren Totentempel fertiggestellt war (wie weit die vierstufige Pyramide bis dahin gediehen war, ist unsicher. Viele Gelehrte gehen davon aus, dass die nächste Änderung der Bauplanung sehr bald erfolgte) entschloss man sich zum Bau einer sechsstufigen Stufenpyramide P 2, die auch einen größeren Totentempel erhielt.
         
Der Umbau der Grabanlage erfolgte durch Vergrößerung des ursprünglichen Baus nach Westen und Norden. Bei dem so entstandenen sechsstufigen Bau handelt es sich aber nicht wirklich um eine echte Stufenpyramide, sondern eher um eine Stufenmastaba, da sie keinen
quadratischen Grundriss besaß. Der sechsstufige Bau maß jetzt 208 x 231Ellen = 108,8 (Nord – Süd) x 120,8m (West – Ost).

Die Höhe der einzelnen Stufen schwankt zwischen 8,87m und 11,45m. Auffälligerweise nimmt die Stufenhöhe nach oben hin gleichmäßig ab:

Stufe 1 2 3 4 5 8
Ellen 12 21 20 19 18 17
Meter 11,50 10,98 10,46 0,93 9,41 8,89

Die Gesamthöhe der Stufenpyramide betrug somit 117Ellen = 61,20m, die Plattform oben auf der Stufenmastaba maß etwa 13 x 20m; heute ist das Rechteck an allen Seiten abgebröckelt und misst nur noch ca. 7,30 x 16,70m = 122 m2. Nach den gefundenen Verkleidungsblöcken war diese oberste Stufe oben gerundet.

Diese Erweiterung bedeutete eine Vergrößerung der Gesteinsmasse von 200000 t auf 850000t, das entspricht eine Bauvolumen  von  330.400 m3.     

Grabplan nach Lauer und M. Lehner

Während man die Steinlagen in der ursprünglichen Mastaba waagerecht aufgeschichtet hatte, sind die angefügten Steine der Ummantelung leicht nach innen geneigt. Ganz anders ging man bei dem Bau der Stufenpyramide vor:  Man errichtete Strebemauern aus durchschnittlich 2 – 3m dicken Steinlagen und neigte sie um etwa 16° nach innen, so dass der Neigungswinkel der riesigen Mauern 74° beträgt. Der gleiche Winkel begegnet und wieder bei der Pyramide von Meidum, die nach demselben technischen Verfahren errichtet wurde. Sämtliche Stufen der Pyramide waren einst mit einem Mantel aus feinem weisem Kalkstein verkleidet, die ebenfalls in einem Winkel von 16° nach innen geneigt waren. Bei der Vergrößerung auf einen sechsstufigen Bau musste auch der Zugang zu den unterirdischen Räumen geändert werden. Der alte Zugangskorridor wurde zugeschüttet und durch einen neuen gewundenen ersetzt, der mit einer im Verehrungstempel angebrachten Treppe begann.

Gleichzeitig mit dem Bau der Stufenmastaba wurde intensiv an der sich nördlich der Eingangshalle erstreckenden Sedfest – Anlage weitergearbeitet. Nach Norden hin fügte man dem Hof für den Kultlauf an, den sog. Laufbezirk. Diesem fast quadratischen Hof folgte weiter nördlich der ebenfalls nahezu quadratische Nechen – Bezirk mit dem Haus des Südens.

Beide Höfe liegen vor der Ostseite der Stufenmastaba und erstrecken sich bis hin zur östlichen Umfassungsmauer. Die Fassade des Südhauses ist von vier fein kannelierten Säulen gegliedert. Die höchste der heute noch teilweise erhaltenen Säulen misst 3,65; nach den

Berechnungen von Lauer muss sie einst etwa 12m hoch gewesen sein. Die Säulen ähneln jenen

des kleinen Pavillons an der Westseite des Heb – Sed – Hofes. Auch sie verjüngen sich nach oben hin. Einst krönten sie Kapitelle aus hängenden Blättern, die ein flachbogiges Dach aus Stein trugen, welches zu beiden Seiten auf je einem deutlich vorspringenden Antenpfeiler auflag. Der Eingang liegt nicht genau in der Gebäudemitte; vielmehr ist er nach links – nach Westen hin – versetzt. Nur wenige Zentimeter oberhalb des Türsturzes verläuft ein Cheker – Fries horizontal über die ganze Breite des Hauses, er war ursprünglich bunt bemalt.

Beim Betreten des Gebäudes fällt die Decke auf, die aus in Stein nachgebildeten Rundbalken besteht. Sie ist in derselben Art gearbeitet, wie jene in dem großen Eingangskorridor und ebenfalls rotbraun bemalt.

Der Korridor des Haus des Südens knickt nach Osten ab und mündet nach einem erneuten rechtwinkligen Knick gen Norden in eine kleine kreuzförmige Kapelle mit drei Opfernischen, in denen ein Götterbild gestanden haben mag. Dort wo der Korridor erstmals abbiegt, erblickt man an der Westwand – und Nordwand Inschriften, die mit Tinte in sauberer hieratischer Schrift geschrieben wurden. Diese Besuchergraffiti die aus dem Neuen Reich stammen, drücken ihr Erstaunen aus angesichts der Gewalt des Djoserbezirks. Erstmals erfahren wir aus ihnen, dass diese Anlage einem König namens Djoser gehörte, der ja bislang nur unter seinem Horusnamen " Neterichet " bekannt war.

          

               Siehe „ Besucherinschriften “ 

Nördlich des Südhauses steht das sog. Haus des Nordens. Beide Häuser hält man heute für Kopien der Verwaltungsgebäude der Residenz von Ober– und Unterägypten.

Auch das Haus des Nordens ist ein Scheingebäude. In seiner Bauausführung stimmt es durchwegs mit dem 
Süd – Haus überein, doch in zwei nennenswerten Details unterscheidet es sich von ihm: In der Westwand des ersten Eingangabschnittes ist zunächst eine Opferplatte eingelassen, und die Säulen vor der Fassade zeigen wenig Dezimeter über dem Boden ein dünnes Steinband. Aus geringen Farbspuren zu schließen, waren die Säulen unterhalb des Bandes schwarz gestrichen, während sie oberhalb des Bandes eine rotbraune Bemalung trugen. Der kleine Hof vor dem Nord – Haus wird im Osten von einer Mauer eingeschlossen.
Dort stehen ungewöhnlich schöne Papyrus–Säulen, die einst rotbraun bemalt waren, sie haben einen dreieckigen Querschnitt.

An entsprechender Stelle neben dem Haus des Südens ragten Lotosstengel–Säulen empor. Diese Säulen sind die ältesten der ägyptischen Baukunst.

Westlich des nach der mythischen Hauptstadt Unterägyptens benannten Pe – Bezirks mit seinem Haus des Nordens schließt sich als weiteres Bauelement der Sedfest – Modell – Anlage der Königspalast an. Er entspricht dem Wohnpalast von Memphis und findet sich hier auf der Nordseite der Stufenmastaba; direkt an die unterste Stufe angebaut, bildet er mit dem Königsgrabmal eine bauliche Einheit. Man erreicht ihn durch einen schmalen Eingang an dessen Ostseite. Über in den Fels gehauene Treppenstufen steigt man 2m zu ihm empor. Durch ein Labyrinth von Gängen belangte man endlich in zwei gleich große Höfe.

In ihnen können wir noch gut die Rosetten von jeweils vier Dreiviertelsäulen erkennen die einst das Dach abstützten. Der eine Hof diente vielleicht dem Ritus für Unterägypten, der andere jenem für Oberägypten. Ehe man die wenigen Treppenstufen zum Königspalast hinaufsteigt, erblickt man zur Linken eine kleine aus Kalkstein gearbeitete Kammer (Serdab).

Sie ist völlig abgeschlossen, kein Licht fällt in das Innere. Die Kammer ist auffallend schräg gebaut: Sie lehnt direkt an die unterste Stufe der Mastaba an und hat darum denselben Neigungswinkel. In ihrem Inneren entdeckte Lauer die Sitzfigur des Königs, heute im Museum zu Kairo.

König Djoser:

bemalte Sitzstatue aus Kalkstein
Höhe: 142    cm
Breite: 45,3  cm
Länge:  95,5 cm

Saqqara im Grabbezirk des Djosers, Ausgrabung des
Ägyptischen Antikendienstes, 1924-25

Diese Statue gilt als die älteste lebensgroße Statue Ägyptens. Sie stellt den König Djoser im eng anliegenden Hebsed-Gewand dar und wirkt sehr archaisch streng. Sie war mit Struck überzogen und bemalt. Auf dem Kopf trägt der König eine mächtige Perücke, deren Haarsträhnen schwarz bemalt waren. Darüber trägt er das königliche Nemes-Kopftuch aus feinem, plissierten Leinen.

Der Thron mit hoher Lehne, auf dem der König sitzt, trägt auf der Vorderseite den Thronnamen des Königs in Hieroglyphen geschrieben. - Netjeri-chet - Diese Statue stand in einer kleinen Kapelle, die heute Serdab genannt wird. Sie liegt an der Nordseite der Stufenpyramide und war an dieser angebaut. Der König, der tief unter der Pyramide begraben war, konnte nach dem Glauben der Ägypter in dieser Statue einwohnen, Opfer empfangen und durch zwei Bohrungen im der Kapellennordwand in Augenhöhe der Statue die Polarsterne sehen. Hier lag nach dem Glauben des frühen Alten Reiches das königliche Jenseits.

(Quelle: Offizielle Katalog des Ägypt.ischen Museum Kairo)

Die gesamte Fläche zwischen der nördliche Umfassungsmauer des 2. Bauabschnitts und der Mauer des entgültigen 3. Bauabschnitts wurde ausschließlich für die Anlage des Altarhofes für den Sonnenkult genutzt. Gegen die nördliche Umfassungsmauer ist ein gewaltiger Altarsockel errichtet worden, das Pendant zu dem Altar des weiteren Südhofes. Vermutlich sollte der Nordhof ähnlich dem Südhof gestaltet werden.

Die Magazinräume verlegte man als Scheinbauten wieder an die Westseite des Bezirks, so dass sie den Magazinen der Verehrungskult – Anlage westlich vorgelagert sind.

Damit kein Zweifel aufkommen konnte, wurden an den Eckpunkten Grenzstelen aufgestellt. Sie tragen den Königsnamen, aber auch den zweier königlichen Frauen, namens Intkaus und Hetephernebti, vielleicht hatten auch sie ein Begräbnis innerhalb des Grabbezirks erhalten.

Bei den archäologischen Untersuchung wurden vierzig dieser Grenzstelen aus Kalkstein entdeckt, von denen einige die Namen von Netjerichets Gemahlin Hetephernebti und seiner Tochter Inetkaus trugen. Diese Stelen hatten wahrscheinlich zu irgend einem Zeitpunkt das Areal des Königsgrabes begrenzt, bevor sie beseitigt und bei der Erweiterung des Komplexes erneut als Baumaterial verwendet worden sind.  

Mit der Monumentalisierung des Grabbaus zur 6 – stufigen Pyramide hatten sich die Proportionen des Gesamtbezirkes verändert. Dem wurde insofern Rechnung getragen, als in einer späteren dritten Bauperiode der Bezirk nach Norden hin erheblich erweitert wurde. Dafür waren umfangreiche Aufschüttungsarbeiten notwendig, um das abschüssige Gelände aufzufüllen, Arbeiten die bis zum Tode des Königs nicht mehr vollendet werden konnten.

  Die Gräber der Prinzen liegen nördlich der Umfassungsmauer des Djoserbezirks.

Der sogenannte "Schlangenstein"
 aus dem Djoserbezirk:

1994 von Zahi Hawass entdeckt (? )

Ursprünglich gehörte dieser Block zur Architektur des Grabbezirks der ersten Pyramide des Djosers, wurde aber vor etwa 20 Jahren von ägyptischen Archäologen als wiederverwendetes Stück im Grabbezirk einer Königin der 6. Dynastie in Saqqara gefunden.

  Der sog. Schlangenpfeiler:

Es handelt sich um eine freistehende Kalksteinsäule von 2,11m Höhe. Der Pfeiler ist nicht komplett und das erhalten gebliebene Stück ist in zwei Teile zerbrochen.

Die Vorderseite ist, von oben beginnend, mit dem Horusnamen des Königs im Serech und dem Horusfalken mit Doppelkrone darauf und darunter mit zwölf Feldern geschmückt (wobei das neunte Feld verloren ist), die abwechselnd die Gestalt eines Schakals und eines Löwen oder einer Löwin enthalten, sechs Mal der Schakal, sechs Mal der Löwe (der Löwe Nr. 5 ist verloren). Dann folgt wiederum der Horusname des Königs auf den wiederum eine Abfolge von Schakalen und Löwen folgt (jedoch sind nur mehr drei Schakale und drei Löwen erhalten), der untere Rest des Pfeilers ist verloren. Die Rückseite des Pfeilers ist glatt belassen. An den Schmalscheiten des Pfeilers sind je zwei Schlangen hintereinander in erhabenem Relief aus dem Stein gearbeitet. Die Schlangen sind sich windend dargestellt ihre Länge stimmt jeweils mit den einzelnen Dekorationsabschnitten der Vorderseite überein.(Daraus kann geschlossen werden, dass sich im unteren Teil des Pfeilers unter dem zweite Horusnamen ebenfalls 12 Felder mit Schakalen und Löwen befanden)

Die beiden Schlangen können als die beiden Göttinnen interpretiert werden, die den König während der zwölf Tagesstunden (oberer Teil des Pfeilers) und der zwölf Nachtstunden (unterer Teil des Pfeilers) helfen und ihn beschützen.

Heute befindet sich dieser Pfeiler im Museum zu Kairo

 

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