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| Zur Datierung der Pyramidenanlage: (nach Peter Janosi in "Königinnen") |
Aufgrund der Datenangaben auf Kalksteinblöcken im königlichen Pyramidenbezirk kommt Dieter Arnold zu dem Schluss, dass Sesostris I. erst spät mit dem Bau seiner Pyramidenanlage begann (am Ende seines 10. Regierungsjahres [?] ) und die gesamte Anlage um das Jahr 25 vollendet war. Erst um das Jahr 22 konnten die Nebenpyramiden entstehen, da das Gelände um die Königspyramide für die Bauarbeiten frei bleiben mußten.
Die Nebenpyramiden auf der Südseite dürften aufgrund ihrer Lage und guten Bauausführung die ältesten im Bezirk sein. Die jüngsten Nebenpyramiden sind die Anlagen im Osten, Nr. 8 und Nr. 9. Diese besaß unter allen vier Ecken Gründungsgruben.
Die Existenz dieser Gruben lässt sich auch für die Pyramide Sesostris I. nachweisen und ist für die Nebenpyramiden zum ersten Mal bei Sesostris II. in Illahun belegt. Der Kern von Pyramide Nr. 9 besteht aus Lehmziegeln, ein weiterer Umstand, der sie mit späteren Pyramiden in Verbindung bringt. Die Keramik aus den Gründungsgruben lässt keinen Zweifel zu, dass die Anlage unter Amenemhet II. oder erst unter Sesostris II. entstanden ist. Nebenpyramide Nr. 8 besaß noch einen Kern aus Kalkstein.
Für die übrigen Pyramiden Nr. 4 bis Nr. 7 wäre also eine Entstehungszeit zwischen dem Ende der Regierungszeit Sesostris I. und Amenemhet II. / Sesostris II. anzunehmen.
| Zu den Nebenpyramiden ( nach Peter Jánosi / Königinnen ) |
Bereits Gauthier und Jequier legten 1894/95 einige der Nebenpyramiden teilweise frei. Es sind dies die Anlagen 1,4,8 und 9. Aber nur die Pyramide 1 wurde von ihnen als solche identifiziert, die anderen erhielten die Bezeichnung "Mastaba".
Als das MMA den Sesostrisbezirk zu untersuchen begann, konzentrierte man sich vorwiegend auf die von den Franzosen unausgegrabenen Stellen. Zwischen 1917 und 1934 entdeckte die Expedition alle anderen Nebenpyramiden und identifizierte durch Nachuntersuchungen die "Mastaba" der Franzosen ebenfalls als kleine Pyramiden.
Im Zuge der seit 1984/85 wiederaufgenommenen Arbeiten des MMA in Lischt nahm Arnold an den Nebenpyramiden Nr. 1, 4, 8 und 9 Nachuntersuchungen vor. Es zeigte sich, das sie seit ihrer Entdeckung stark unter Steinraub gelitten haben. Einige sind bis auf wenige Reste des Fundaments und des Kernmauerwerks fast vollständig verschwunden.
Die Anzahl der Nebenpyramiden Sesostris I. lässt
Zweifel aufkommen, ob tatsächlich nur Königinnen in diesen Anlagen bestatte
wurden. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht alle Pyramiden gleichzeitig und
einige erst nach Sesostris I. entstanden sind. Lediglich bei zwei Pyramiden sind
die Namen der Besitzerinnen bekannt.
Alle Nebenpyramiden (außer der Kultpyramide) stehen im äußeren Hof zwischen
der dekorierten Kalksteinumfassungsmauer und der äußeren Ziegelmauer.
Merkwürdigerweise befinden sich keine Privatgräber in diesem Hof. Im Gegensatz zum Bezirk Amenemhets I., wo Privat-Mastaben im äußeren Pyramidenhof liegen, sind diese bei Sesostris I. außerhalb der äußeren Umfassungsmauer gruppiert. Abgesehen von den Anlagen 8 und 9 im Osten stehen alle Pyramiden in einem eigenen Pyramidenbezirk mit regelmäßigen Abstand von fast 55 Ellen zur Basis der Königspyramide.
| die neun Subsidiär-Pyramiden: |
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Im Außenhof liegen neun kleine Nebenpyramiden, alle ungefähr gleicher Größe, abgesehen von der Pyramide Nr. 1, die als erste gebaut worden sein dürfte. Jede von ihnen steht in einem eigenen Hof (außer Nr. 8 und 9), die sich einen teilen. Zu jeder gehört ein kleiner Totentempel und eine eigene Nordkapelle (für eine 10. Nebenpyramide, die an der Nordostecke der Königspyramide vermutet wurde, gibt es keine Anhaltspunkte - so Jánosi). Der Neigungswinkel der Pyramiden schwangt zwischen 62° und 64°.
Mit Ausnahme der Pyramide Nr. 1 scheinen die Kleinpyramiden gepaart zu sein: Nr. 2/3, Nr. 4/5, Nr. 6/7 und Nr. 8/9, was auf einen engen Zusammenhang zwischen je zwei königlichen Frauen hindeutet. Ausrichtung und Abstand sparen die Ecken des Außenhofs sorgfältig aus. Die Pyramidenreihe dürfte nicht als solche geplant gewesen sein, sondern über lange Zeit gewachsen sein. Nr. 9 wurde vielleicht erst unter Amenemhet II. oder Sesostris II. erbaut.
Alle der neun kleinen Pyramiden besaßen einen kleinen Totentempel im Osten und eine sogenannte Nordkapelle (außer Nr. 8 ?), die in manchen Fällen jedoch bis auf den Fundamentgraben des Gebäudes verschwunden sind. Die wenig erhaltenen Reste dieser Bauten zeigen, dass die Kapellen innen mit bemalten Reliefs dekoriert waren und an der Außenfassade Rundstab und Hohlkehle besaßen. Es wirkt seltsam, dass zwar die Pyramiden und ihre zugehörigen Kultbauten (einschließlich der Reliefdekorierung ) abgeschlossen wurden, offenbar aber nicht die Unterbauten. Es steht nicht einmal fest, ob in allen jemand beigesetzt war. Trotz mehrerer Schächte um den Fuß jeder Pyramide lassen die um Nr. 5, 6 und 9. keinen Schluss auf die Existenz einer Grabkammer zu.
Alle neun Pyramiden mögen einst von Pyramidien aus Rosengranit gekrönt gewesen sein (bei Nr. 3 und Nr. 5 fand man Fragmente). Bei Nr. 6 wurden Überreste einer überlebensgroßen Frauenstatue entdeckt. Die Pyramide Nr. 8 und 9 bildeten zwar ein Paar, aber Nr. 9 hatte einen Lehmziegelkern. Arnold vermutet, dass vielleicht der Baustein ausgegangen sei. Nur von zwei der Nebenpyramiden konnten die Eigentümerinnen ermittelt werden.
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Pyramide Nr. 1 |
(nach Siggi Roth /ÄAT 46:)
Die größte und sehr wahrscheinlich auch älteste Nebenpyramide vor der Südostecke der Königspyramide kann wohl mit Sicherheit der (Haupt-) Gemahlin und Mutter des Thronfolgers zugewiesen werden. Sie unterscheidet sich durch ihre Position, ihre Größe und die Gestaltung der unterirdischen Anlagen von den acht übrigen Nebenpyramiden.
Der kleine Pyramidenbezirk war von einer eigenen Umfassungsmauer umgeben und schloss neben der Grabpyramide einen Opfertempel vor der Ostseite und eine Nordkapelle ein. Der in den Fels getriebenen Bestattungstrakt war zum Zeitpunkt seiner Auffindung restlos beraubt, doch zeugen Funde aus dem Umfeld der Anlage von einem regen Kultbetrieb zu Ehren der Königin. Das Fehlen eines zu erwartenden Steinsarkophages muss nicht notwendigerweise als Hinweis auf eine nicht erfolgte Bestattung gewertet werden.
So wurden die Fragmente eines Opferbassins der Hm.t nsw[t xpr - kA - Ra.w] m [ Xnm.t - s.wt - (xpr - kA - Ra.w)| ] "Königsgemahlin des [ xpr - kA - Ra.w ] in [ Xnm.t - s.wt - (xpr - kA - Ra.w)| ] " namens Nfr.w gefunden. Dieser "Pyramidentitel" lässt keinen Zweifel, dass es sich bei Nfr.w tatsächlich um die Gemahlin dieses Königs handelt.
Einen florierenden Kultbetrieb für die Königsgemahlin Nfr.w belegen des weiteren zahlreiche Siegelabrollungen auf Gefäßverschlüssen aus dem Bereich nördlich der Einmündung des Aufwegs in dem Pyramidentempel. An diesem Ort wurden offenbar die versiegelt angelieferten Behältnisse für die im Totenkult benötigten Waren geöffnet. Ihr Kult muss demnach eine wesentliche Rolle indem königlichen Pyramidenbezirk gespielt haben.
Auch eine Sitzstatue
der Nfr.w dürfte aus dem kleinen Tempel ihres Pyramidenbezirks stammen. Ihre
Inschriften bekunden, dass diese Statue von ihrem Sohn, den König Amenemhet II.
gestiftet wurde, da Nfr.w als
mw.t nsw[t]
bit " Mutter
des Königs von Ober- und Unterägypten" bezeichnet
ist. Daneben wird sie auch
SA.t nswt n.i[t X.t = f] "
[leibliche] Königstochter" genannt.
Woraus geschlossen werden darf, dass es sich bei ihr zudem um eine Tochter
Amenemhets I. handelt.
| Pyramide: |
Die Königinnenpyramide besitzt eine Nordkapelle und einen Opfertempel vor der Ost-Seite in eigener Umfassungsmauer. Pyramide und Tempelanlage sind von einem gepflasterten Hof umgeben (vermutliche Länge 52,50 m, Breite 39,48 m = 100 x 75 Ellen)
Die mit Tura-Kalkstein verkleidete Pyramide wurde auf einem Sockel errichtet, der aus dem gewachsenen Fels gehauen wurde. Sie hatte eine Seitenlänge von etwa 21m = 40 Ellen und eine Höhe von ca. 18,90m = 36 Ellen. Ihr Neigungswinkel beträgt 62° 30'.
Von der Nordkapelle aus,
ca. 3m vor der Nord-Kante der Pyramide gelegen, ermöglichte ein ca. 14m
tiefer Schacht den Zugang zum Bestattungstrakt. Er mündete nach Süden in einen
gepflasterten, leicht abschüssigen Gang (Länge ca. 11m), dessen geplante
Wandverkleidung bis auf den Bereich unmittelbar vor der Kammer nicht ausgeführt
wurde. Die Kammer selbst ist mit Kalkstein verkleidet und misst 4m in der Länge
und 3m in der Breite bei einer Höhe von 1,50m. Eine ebenfalls verkleidete
Vertiefung im Boden (Länge 2,10m, Breite 1,05m, Tiefe 1,70m) erweitert sich
nach Süden zur eigentlichen Sarkophagkammer (Länge 3,00m, Breite 1,20m, Höhe
1,40m) zur Aufnahme des heute verlorenen Sarkophages oder Sarges.
An ihrem südlichen Ende ist diese Kammer ihrerseits um eine unfertig
verbliebene Nische erweitert (Länge ca. 1,63m, Breite 0,63m, Höhe 1,13m).
| Nordkapelle: |
Die Existenz der Nordkapelle wird nunmehr durch den unteren Teil bzw. das Fundament einer Scheintür (Breite 2,62m) sowie den Sockel einer davor befindlichen Opferplatte (Breite 80cm, Höhe 11-14cm) gesichert. Eine Stufe in den Verkleidungsblöcken legt eine innere Breite der Kapelle von 3,68m und eine äußere von 5,25m nahe.
| Pyramidentempel: |
Vom östlich gelegenen Tempel konnten keine Überreste festgestellt werden.
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| Pyramide Nr. 2: evt. Prinzessin Itakyet/Itakait |
(nach Mark Lehner: Geheimnis der Pyramiden / Orbis Verlag und Andere)
Die Pyramiden 2 und drei besitzen je zwei Schächte, einen von Norden her zur Bauerleichterung für den Unterbau, einen nach Osten als Zugang zur Grabkammer, nachdem die erste durch die Nordkapelle versiegelt war.
Pyramide Nr. 2 stand in einer 72 x 54 Ellen = 37,80 x 28,35m messenden Einfriedung. Ihr Basismaß betrug 32 Ellen = 15,80m. Bei einem Winkel von 63,6° erreichte sie eine Höhe von 16,8m = 32 Ellen.
Um sie herum wurden viele Fragmente von Reliefs der Ostkapelle, einen darin befindlichen bemalten Schrein, der Scheintür, Teile der Türeinrahmungen der Kultkapelle sowie von 32-seitigen Säulen mit dem Namen der Prinzessin "Itayket" ( Itakait / Itakajet ) - ItA - kAjt - gefunden. Die unterirdische Anlage wurde nicht in der ursprünglich geplanten Form vollendet, sondern in einer "verkürzten" Bauweise fertiggestellt.
Ihre mit vermörtelte Kalksteinplatten versiegelte Grabkammer war lediglich eine Erweiterung des Zugangskorridors. Eine Bestattung ist offensichtlich nie erfolgt. Ein Steinsarkophag oder eine Kanopentruhe fehlen und auch Reste einer Grabausstattung wurden nicht gefunden. Merkwürdigerweise war aber bei der Untersuchung der Pyramide der Korridor mit dem originalen Kalksteinblöcken verschlossen. Lediglich ein kleines Loch in der Blockierung zeigt, dass hier Grabräuber am Werke waren. Das Loch ist aber so klein, dass nur kleine Gegenstände weggeschafft worden sein können.
Die Kultanlage der Pyramide war vollendet, die Möglichkeit, dass Pyramide Nr. 2 als eine Art Kenotaph benutzt wurde, ist daher nicht auszuschließen. Wo dann allerdings Itakajet wirklich bestattet wurde, ist unbekannt.
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| Pyramide Nr. 3: Besitzer unbekannt |
(Quellen: siehe oben Lehner, Roth, Stadelmann, Verner u. A.)
Pyramide Nr. 3 stand über einer Hauptkammer und fünf Grabnischen. Sie ähnelt in der Ausführung und Gestalt der unterirdischen Anlage der Pyramide zwei. Wie unter dieser war die Grabkammer durch Kalksteinauskleidung des Zugangskorridors geformt.
An drei Stellen versperrten Kalksteinplatten den Zugang, die auf in Kufenrillen laufenden Holzschlitten von der Seite her in die Passage geschoben wurden.
Im Gegensatz zu den Pyramiden eins und zwei fand man hier in der unterirdischen Anlage jedoch einen Sarkophag und einen Kanopenkasten, was auf eine tatsächliche Bestattung hindeutet. Der schöne Quarzitsarkophag weist erstmals einen abgesetzten, gewölbten Deckel mit Endleisten auf. Er und eine Kanopentruhe füllten fast den gesamten Raum aus. Kein inschriftlichtes Material (der Sarkophag und die Kanopentruhe sind unbeschriftet) gibt Auskunft über den Namen, Status und das Geschlecht der hier bestatteten Person.
Das Fragment einer weiblichen Statue, das in der Kultpyramide gefunden wurde, lässt zumindest auf einen weiblichen Besitzer schließen. Ein Granitfragment mit dem Namen Mentuhotep, das aus dem Hauptschacht der Pyramide stammt, dürfte aus dem nahe gelegenen Grab des Wesirs Mentuhotep stammen. Der Name konnte im Mittleren Reich aber auch von Frauen getragen werden.
Die Umfassungsmauer der 3. Nebenpyramide maß 50 x 50 Ellen = 26,25 x 26,25m, sie maß an der Basis 32 Ellen = 16,80m, ihr Neigungswinkel betrug 63,23°, ihre Höhe 16,80m = 32 Ellen.
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| Pyramide Nr. 4: Besitzer unbekannt |
Auch Pyramide Nr. 4 besitzt zwei Gang- und Kammersysteme mit mehreren Bauphasen. Diese unterscheiden sich wesentlich von den unterirdischen Anlagen der Pyramiden 1 - 3 und es ist nicht eindeutig, welche unterirdische Anlage die originale ist. Ein Quarzitsarkophag, der aber in einer groben Seitennische außerhalb der kalksteinverkleideten Grabkammer abgestellt war, scheint unbenutzt geblieben zu sein. Teile einer Grabausstattung wurden nicht gefunden.
Umfassungsmauer 46 auf 43 Ellen = 24,15 x 22,575m, Basis 32 Ellen = 16,80m, Winkel ?, Höhe ?, 3 Schächte.
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| Pyramide
Nr. 5: Besitzer unbekannt |
Ein Stelenfragment, das wahrscheinlich von der Kapelle der Pyramide stammt, enthält vielleicht die Reste eines Namens: /// kAt /// ( ? ).
Umfassungsmauer: 48 x 47 Ellen = 25,20 x 24,675m, Basis 31 Ellen = 16,27m. Winkel 63,917°, Höhe 16,275m = 31 Ellen, Schächte ?.
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| Pyramide Nr. 6: Besitzer unbekannt |
Die Umfassungsmauer hatte eine Ausdehnung von 49 x 56 Ellen = 25,725m auf 29,40m. An der Basis maß sie 30 Ellen = 15,75m, Winkel ?, Höhe ?, Schächte ?.
Nahe der Pyramide wurden Fragmente von mindestens drei Statuen gefunden. Ein Fragment gehört zu einer fast überlebensgroßen weiblichen Statue mit Geierhaube und Uräus, die von Königinnen oder Göttinnen getragen wurden.
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| Pyramide Nr. 7: Besitzer unbekannt |
Umfassungsmauer 49 x 49 Ellen = 25,725 x 25,725m, Basismaß 30 Ellen = 15,75m, Winkel ?, Höhe ?, Schächte ?.
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Die Entstehungszeit von Pyramide 8 und 9 dürfte nach der Regierungszeit Sesostris I. anzusetzen sein, was auch von archäologischen Befund her gestützt wird. Die einmalige Lage unmittelbar vor der Königspyramide und die auffällige Nähe zum Pyramidentempel sowie die gemeinsame Ziegelumfassungsmauer, die direkt an die Kalksteinumfassungsmauer des Königsbezirks angebaut wurde und dadurch einen Teil der reliefdekorierten königlichen Umfassungsmauer verdeckt, kann wohl nicht ursprüngliche Absicht der Baumeister von Sesostris I. gewesen sein.
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| Pyramide Nr. 8: Besitzer unbekannt |
Einfriedungsmauer 47 x 86 Ellen = 24,675 x 45,15m , Basis 30 Ellen = 15,75m, Winkel ?, Höhe ?, Schächte ?
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| Pyramide Nr. 9: Besitzer unbekannt |
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Die Pyramiden 8 und 9 bilden zwar
ein Paar, aber Nr. 9 hatte einen Lehmziegelkern und sie besaß unter allen
vier Ecken Gründungsgruben. Dieter Arnold war der Auffassung, dass
evtl. der Baustein ausgegangen sein könnte.
Die Umfassungsmauer ist identisch mit N. 8. - Basis 30 Ellen = 15,75m, Winkel ?, Höhe ?, Schächte ?.
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Beamtengräber
Gräber der hohen Beamten
außerhalb des Pyramidenbezirkes,
aber in unmittelbarer Nähe.
(Co-Autor J. H. Pirzer)
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