"Er wehrte die Angriffe der lybischen Stämme
und die Invasion der rätselhaften Seevölker ab.
In einem gewaltigen Tempel, den er in Auftrag gab, 
ließ er seine Heldentaten feiern!"

(Im Tempel von Medinet Habu zeigen Reliefs die militärischen Erfolge von Ramses III.)

Ramses III. -    Neues Reich ( 20. Dynastie)
                               ( 1182/83 - 1152/1151 v. Chr. ) nach J. v. Beckerath

Thronnamen:    Wsr-mAat-Ramrj-Jmn
                         
(User-Maat-RE-meri Amun)

( "Reich an Maat, ein Re, Geliebter des Amun" (nach Schneider)
("Machtvoll ist die Gerechtigkeit des Re, Geliebter des Amun"(n. Clayton )


Biografie Ramses III.

Ramses III. übernahm aus uns unbekannten Gründen das von seinem Vater begonnene Grab KV 11. Warum Ramses III. seinen Vater Sethnacht nicht in KV 11 bestatten ließ, lag wahrscheinlich daran, dass beim anscheinend plötzlichen Tod das Grab noch nicht weit genug gediehen war, um eine königliche Bestattung aufzunehmen.

Die manchmal vertretene Ansicht, Ramses III. hätte zu Beginn seiner Regierung mit den Ausschachtungen einer neuen Grabanlage KV 3 begonnen, ist irrig. KV 3 ist wie schon E. F. Wente bemerkt, ein aus der Zeit Ramses III. stammendes Prinzengrab. Wahrscheinlich stammt die Anlage aus den letzten Jahren des Königs, doch ist sein Besitzer wegen des fragmentarischen Zustandes der Grabdekoration nicht festzustellen, am ehesten kommt wohl noch Prinz Ramses der spätere König Ramses IV. in Frage.

Ramses III. ließ KV 11 nach Vermauerung und Verputzung des Durchbruchs zu KV 10 (König Amenmese) und nach Änderung der Königsnamen des Sethnacht am Eingang und weiter hinein bis zum Querraum, diese Anlage für sich zu einem der größten und am meist gegliederten Gräbern im Tal der Könige ausbauen.

KV 11 war zumindest in seinem äußeren Bereichen schon in Griechisch-römischer Zeit für Touristen zugänglich. Erstmals in der Neuzeit wurde das Grab 1769 von dem schottischen Reisenden James Bruce untersucht. Bruce nannte dieses Grab "Harfenspielergrab", weil es mit wunderbaren Flachreliefs dekoriert ist, das zwei blinde Harfenspieler zeigt. Gegen Ende des Jahres 1816 erhielt Giovanni Belzoni von Henry Salt den Auftrag, die große Sarkophagwanne aus Rosengranit aus dem Grab abzutransportieren. Was Salt nicht wusste, war, dass der Deckel zur Wanne unter dem Schutt der Grabkammer verborgen lag. Belzoni beanspruchte ihn kurzerhand für sich und transportiert ihn 1819 ab. 1823 stiftete er ihn dann dem Fitzwilliam Museum in Cambridge - (Fitzwilliam Museum Cambridge, E.1.1823). Henry Salt verkaufte 1826 die Sarkophagwanne an den Louvre D1 = N 337.

 

Grabbeschreibung nach K. Weeks/N. Reeves/F. Abitz u.a.:

Achse:

178° 43' (178,72

 

Gesamtlänge: 188,11 m  (ohne Eingangsrampe 153,5 m)
Gesamtfläche: 726,33 Quadratmeter
Gesamtvolumen: 2174,29 Kubikmeter


(Grundrisszeichnung und Bildquelle nach Tal der Könige/Alberto Siliotti)

Die ersten drei Korridore wurden noch unter König Sethnachte ausgeführt. Nach dem unbeabsichtigten Durchbruch in KV 10 musste die Grabachse um mehrere Ellen nach Westen (rechts verschoben werden, wodurch ein singulärer Querraum zwischen dem zweiten, dem Korridor C und D2 entstand. All dies geschah wohl noch unter Sethnacht, dann unterbrach der plötzliche Tod des Königs die Arbeiten am Grab, die dann erst wieder unter Ramses III. aufgenommen wurden, der die Anlage nun für sich selbst nutzen wollte.

Champollion hielt drei undatierte hieratische Graffiti im Grab fest, von denen keines vollständig lesbar ist. Eines scheint sich auf eine Inspektion zu beziehen, während das zweite und dritte in der Grabkammer unter anderem den Namen des bekannten Nekropolenschreibers Butehamun erwähnt, der im Jahr 13 der Herrschaft König Smendes (?) die "Osirifizierung" Ramses III. leitete. Diese Arbeit ist in einer Notiz auf den neuen Mumienbinden des Königs verzeichnet.

 

Grabbeschreibung:

Die ersten drei Korridore sind für Sethnacht dekoriert, was zeigt, dass die Künstler bereits ans Werk gingen, während das Grab noch vorgetrieben wurde. Die Tiefreliefs lassen technisch zwar einiges zu wünschen übrig, aber ihre Farben sind gut erhalten und ihre Vielfalt ist außerordentlich.

Eingangsbereich und Treppe:

Der Eingangsbereich des Grabes besteht zunächst aus einer kurzen ca. 25° steilen Treppe auf die die eigentliche Eingangstreppe mit einer Gleitbahn in der Mitte folgt. (Neigung ca. 20°)

Dekoration:
Vier tierköpfige Pilaster. Am Sturz über dem Durchgang zum Korridor 1 befindet sich die Sonnenscheibe. In deren Mitte sieht man einen Skarabäus und widderköpfige Gestalten des RE.  (Litanei des RE) Sie werden flankiert von Isis und Nephtys. Königsnamen sind am Türstock und an den Laibungen zu sehen, sowie eine geflügelte Maat-Darstellung auf den Laibungen. 

1. Korridor und 2 Anbauten:

Der Korridor 1 hat in seiner Mitte je eine Nebenkammer 1a und 1b.

Dekoration:
Der Hauptkorridor wird dekoriert mit der Litanei des Ra, der König mit Re-Harachte, die Sonnenscheibe mit Skarabäus und widderköpfigen Gott, der flankiert wird von einem Krokodil und einer Schlange.

Nebenkammer 1a) Dekorationen von Bäcker, Köchen, Metzger, Brauer und Handwerker, die Leder verarbeiten.
Nebenkammer 1b) Segelboote, am Sturz über dem Durchgang zu Korridor 2 ist eine geflügelte Scheibe zu sehen.
                                Texte des Königs am Türstock und die Litaneien des RE an den Laibungen.

2. Korridor und je 4 Anbauten:

Auf den 1. Korridor mit seinen beiden Anbauten folgt Korridor 2 mit je vier Nebenkammern an der linken und rechten Seite. Diese 4 Anbauten wurden erst im 29. Jahr Ramses III. ausgehauen, einfach durch die schon fertige Wanddekoration. 

Dekoration:
Litanei des RE - Figuren - Amduat 

Nebenkammern links:
a) Apis übergibt Opfergaben an andere Götter
b) Prozession des Nilgottes mit andern Göttern, die den Namen einiger ägyptischer Städte personifizieren. Jede -
    Gottheit trägt einen reich gedeckten Opfertisch und auf dem Kopf den Namen, den sie repräsentiert.
c) der Bulle und die Himmelskuh
d) Hafenspieler vor den Gottheiten Atum, Schu, und Osiris. Er singt ein Loblied auf den König

Darstellung des Nilgottes vor den Götter

Das Bild zeigt einen blinden Harfenspieler
- von R. Hay 1824 kopiert -

Nebenkammern rechts
e) Osiris auf dem Thron
f)  Felder von Iaru, König mit Gottheiten
g) Krüge, Töpfe und Vasen (einige mykenisch), Betten mit Kopfstützen, Stühle, Bögen, Schilde.
h) Standarten, Bögen und Köcher, Waffen, ein Bulle

Auf den Wänden dieser Nebenkammern finden sich einzigartige weltliche Motive, wie das königliche Waffenarsenal, Darstellungen von Booten und Bruces berühmter blinder Harfner. In den Szenen mit dem Königsschatz finden sich viele, zum Teil eindeutig aus der Ägäis importierte Luxusgegenstände. Über den Türen der Nebenkammern befinden sich kurze Inschriften, die die Kammern namentlich bezeichnen so wie "Vorsaal", "Schatzhaus" oder "Vorratshaus". Nach J. G. Wilkinson weist jede der Nebenkammern eine Grube ungewisser Zweckbestimmung auf.

3. Korridor und Ritualbrunnen:

Der dritte Korridor zeigt Sethnacht vor diversen Gottheiten (Amduatbuch). Beim Aushauen des dritten Korridors durchstieß man unerwartet durch die Decke von Grab KV 10. Das Korridorstück wurde daraufhin in einen kleinen Raum umgewandelt, dessen Wände aber undekoriert blieb, und von da aus führte man das übrige Grab mit verschobener Achse weiter. Somit ergab sich das einmalige Merkmal, dass der vierte Korridor ansteigt und einen leichten Knick aufweist, um die darrunterliegende Kammer von KV 10 zu überwinden. Am Ende des 3. Korridors finden sich die beiden obligatorischen Seitennischen. Der Sturz über dem Durchgang zum 3. Korridor befindet sich eine geflügelte Scheibe sowie Königsnamen am Türstock.

Dann folgt die sogenannte "Brunnenkammer" E, die mit angeschwemmten Geröll und Schutt verfüllt ist.

Dekoration:
Der 3. Korridor zeigt Sethnacht vor diversen Gottheiten - Texten aus dem Amduat und aus dem Pfortenbuch.Von hier aus wechselt die Dekoration zu Ramses III. über. Am Sturz über dem Durchgang zum Brunnenschacht E befindet sich eine geflügelte Scheibe. Am Türpfosten sind Königsnamen zu sehen, sowie Hathor an den Laibungen.

Der Brunnenschacht E ist mit Gottheiten, die vier Söhne des Horus dekoriert. An den Laibungen des Durchganges zur Pfeilerhalle befindet sich ein Djed-Pfeiler und der Gott Osiris.

4-Pfeilersaal und Anbau:

Nach dem Durchgang vom Ritualbrunnenraum zum 4-Pfeilersaal sind unmittelbar in den Ecken Türpfostenlöcher in der Decke und in Richtung Pfeilersaal abgeflachte Löcher im Boden vorhanden. Der 1. Pfeilersaal (Form 2 - vier Pfeiler) besitzt eine rechte Seitenkammer, die der von KV 10 ähnelt und seitdem nicht mehr verwendet wurde.

In der Seitenkammer und im 4-Pfeilersaal endet der für Besucher geöffnete Teil der Grabanlage.

Ramses III. bei einer Opfergabe

Der Pharao trägt die Krone von Unterägypten und opfert dem Gott Atum.


Dekoration:
Neben den Darstellungen der bekannten menschlichen Rassen und der Opferszenen für Re-Harachte, Chepre und Atum, der drei Gestalten der Sonnengottheiten, befinden sich dort Darstellungen der vierten und fünften Stunde des Pfortenbuches und den Osiris-Schrein. Die Flächen der Pfeiler zeigt Ramses III. mit verschiedenen Göttern.

In dem seitlichen Anbau der 4-Pfeilerhalle zur rechten Seite ist Ramses III. im Angesicht von Osiris dargestellt, der ihm eine Feder entgegenhält, die die Ordnung und Gerechtigkeit der Göttin Maat symbolisiert, sowie der König mit Thot.  Am Türstock befinden sich Königsnamen sowie Horus vollzieht die "Mundöffnungszeremonie" und eine Göttin an den Laibungen.

4. Korridor u. 2 Vorkammern:

Durch die Mitte der oberen Pfeilerhalle führt eine Rampe mit ca. 20° Gefälle zum 4. Korridor mit ca. 10° Neigung. Darauf folgen 2 Vorkammern (eigentlich sollte sich an Stelle der 1. Kammer ein fünfter Korridor befinden).

Während die Farbe der bemalten, eingetieften Reliefe meist gut erhalten ist, weisen die Kammern jenseits der Vorkammer I. gravierende Wasserschäden auf.

Dekoration:
Im vierten Korridor tauchen Motive aus dem Amduat und die Mundöffnungszeremonie auf.  Am Türstock des Durchgangs in die Vorkammer 1 stehen die Namen des Königs, sowie Neith und Selket an den Laibungen.

Die 1. Vorkammer ist mit Dekorationen aus dem Buch der Höhlen, Gottheiten dekoriert und an den Türpfosten und Laibungen des Durchgangs zur Vorkammer 2 befinden sich Weihetexte, Königsnamen und Isis.

Die 2. Vorkammer zeigt den König vor diversen Gottheiten und Ausschnitte aus dem Totenbuch. Am 
Türstock des Durchgangs zur Grabkammer sind die Namen des Königs und Tiere an den Laibungen zu sehen.

Grabkammer u. Nebenkammern mit Erweiterungen:

Auf die zweite Vorkammer folgt die Sarkophaghalle, in der offenbar zum erstenmal der königliche Sarkophag entlang der Grabhauptachse aufgestellt wurde. Wie bei König Merenptah sind die vier Nebenräume symmetrisch an den vier Ecken angeordnet und auch die Erweiterung jenseits der Sarkophaghalle mit ihren acht Pfeilern weist wie üblich ein vertieftes Mittelteil auf und misst 12,70 m x 13,68 m.

Champollion hielt drei undatierte hieratische Graffiti im Grab fest, von denen keines vollständig lesbar ist. Eines scheint sich auf eine Inspektion zu beziehen, während das zweite und dritte in der Grabkammer unter anderem den Namen des bekannten Nekropolenschreibers Butehamun erwähnt, der im Jahr 13 der Herrschaft König (Smendes?) die "Osirifizierung" Ramses III. leitete. Diese Arbeit ist in einer Notiz auf den neuen Mumienbinden des Königs verzeichnet.

Dekoration:

Die stark vom Wasser beschädigte Sarkophaghalle war offenbar mit Auszügen aus dem Pfortenbuch und dem Buch von der Erde und Einzelszenen geschmückt. Die Decke trug anscheinend keine "Himmelsdekoration", aber in den Seitenräumen stehen verschiedene Texte und ein Stück aus dem Buch der Himmelskuh. Am Ende der Erweiterung der Sarkophaghalle war ein Teil des Osiris-Urteils abgebildet, wiederum aus dem Pfortenbuch.

Grabkammer:  Buch der Pforten, Totenbuch,  König mit Gottheiten an den Pfeilern; Kartuschen am Türstock des Durchgangs zur 1. Anbaukammer.

Kammer a) heilige Rinder und sieben Kühe
Kammer b) Osiris
Kammer c) Kuh ("Raum der Kuh")
Kammer d) Felder von Iaru
Anbau     1) Pavian an den Wänden und Wachskerze. An den Laibungen des Durchgangs zur Kammer f befinden 
                    sich Kartuschen'
Anbau     2) Mann mit Opfertisch und der Gott Horus, an dem Türstock und den Laibungen des Durchgangs zu
                    Ausbaukammer 3 befinden sich Kartuschen.
hinterer Anbau 3)
                    verschiedene Gottheiten, Halle des Osiris und Buch der Pforten

Der königliche Sarkophag:

Material:   Rosengranit
Länge    :   2,95 m
Form      :   Kartuschenförmig

Um die Sarkophagwanne lief unten das Palastfassaden-Muster, den Rest der Wanne bedeckten Figuren und Texte aus dem Amduat und dem Pfortenbuch. Nach den heute noch erhaltenen Farbspuren waren die figürlichen Darstellungen und die Hieroglyphen grün ausgemalt. Auf dem Deckel des Sarkophags sieht man die plastisch ausgestreckte mumienförmige Gestalt des Königs als Osiris.

Auf seinem Haupt trägt er eine Kompositionskrone, bestehend aus Hörnern, der Sonnenscheibe und Federn. Rechts steht schützend die Göttin Isis, links die Göttin Nephtys, dazwischen je eine Schlange mit Menschenkopf. Isis und Nephtys stehen auf den Zeichen für Gold - "Nub". Am Fußende und an der rechten Seite weist der Deckel Beschädigungen auf.

Von der königlichen Grabausstattung fand sich so gut wie nichts, außer fünf massiven Bronze-Uschebtis (einer davon heute im Louvre - aus Eisen(? ), die anderen im Orientalischen Museum in Durham) und eine Alabastervase wurde im Grab nichts davon gefunden.

Die königliche Mumie:

mumifizierter Kopf Ramses III.

Bildrelief von Ramses III. in seinem Grab

Die Mumie Ramses III. wurde 1881 zusammen mit den anderen königlichen Mumien (heute in Kairo CG 61083) in der königlichen Cachette DB 320 gefunden. Die Mumie lag in einem einst vergoldeten Pappsarg, der im massiven Mumienbehältnis von Königin Ahmose Nefertari steckte. Eine vergoldete anthropomorphe Sargwanne des zweitinnersten Sarges Ramses III. aus Holz (der wie der Pappsarg des Sethnacht mit Göttinnen und den vier Söhnen des Horus verziert war) wurde 1898 im Königsversteck in KV 35 entdeckt. Sie enthielt die Mumie Amenophis II. - heute Kairo 61040. Der Sargdeckel ist verloren gegangen, er wurde in der Antike gewaltsam entfernt und dabei wurden die Zapfenlöcher im Trogrand beschädigt.

1886 wickelte Maspero die Mumie Ramses  III. aus. Zunächst wickelte er drei Lagen von Bandagen ab und durchschnitt dann eine Stoffhülle, die dick mit einer zementartigen Masse bedeckt war. Darunter befand sich eine weitere Lage von Leintüchern, bis er schließlich auf ein rotes Leinentuch stieß, in das der Körper des Königs eingehüllt war.

Das Leinentuch war mit einem Etikett vom Tap 2 beschriftet, das Pinodjem I. und den Nekropolenschreiber Butehamun erwähnt, sowie zwei Leinentuchnotierungen. ( Ein Jahr 13 wird erwähnt - des Königs Smendes?)

Das Gesicht des Königs war mit einer Bitumenschicht bestrichen, die seine Züge verdeckte. Die Gesichtszüge wirkten so abstoßend, dass sie als Vorlage für Boris Karloffs Maske im Horrorfilm "The Mummy" zu Berühmtheit gelangten. Das Gesicht war zusätzlich entstellt durch lange schräge, abwärts gerichtete Schnitte, die wahrscheinlich bei der Balsamierung den Mund verlängern sollten.

G. E. Smith, der die anatomische Untersuchung an der Mumie vornahm, stellte folgendes fest:

" Der Körper, der 1,68 m maß, war etwas fettleibig, aber kräftig und muskulös.

Der König müsste bei seinem Tod um die 65 Jahre alt gewesen sein. Der Kopf war kräftig, der Scheitel hoch, die Stirn niedrig, die Backenknochen flach. 

Bis auf wenige Locken im Nacken hatte er so gut wie keine Haare auf dem Kopf. Die Ohrläppchen sind durchbohrt. Die Lippen sind gefletscht und enthüllen die etwas vorstehenden Zähne. 

Die Mumie weist keine äußeren Verletzungen auf, die auf ein gewaltsames Attentat hindeuten könnten."

Die Arme des Königs sind wie üblich überkreuzt, aber die Hände ausgestreckt wie von jetzt an durch die ganze 20. Dynastie hindurch üblich.

Ramses III. wurde mit einer neuen Technik einbalsamiert. So wurde das Gesicht des Königs zum erstenmal mit künstlichen Augen versehen, die aus Steineinlagen bestanden - in einer anderen Quelle wird von ganz gewöhnlichen Küchenzwiebeln als Augenersatz berichtet, um dem Gesicht einen lebendigen Eindruck zu verleihen.

In der Mumie Ramses III. fanden sich außerdem kleine Figuren der vier Horussöhne.


( Co-Autor: J. H. Pirzer)

Bauten Ramses III. Biografie Ramses III. Prinzengräber

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