
| Hamburger Hafen |
Die Hafenkante - das ist der Uferstreifen zwischen der Speicherstadt im Westen und dem Fischmarkt im Osten - ist Hamburgs Tor zu Welt. Er ist der größte Seehafen in Deutschland und gemessen am Containerumschlag 2007 mit einem Rekordergebnis von 9,89 Mill. Container der drittgrößte in Europa nach Rotterdam und Antwerpen. Unbestritten ist seine Spitzenposition weltweit als Umschlagsplatz für Rohkaffee.
Der Hamburgere Hafen gilt trotz einer Entfernung von 110 km von der Mündung der Elbe in die Nordsee als Seehafen. Regelmäßig sind Baggerschiffe zur Elbvertiefung im Einsatz, um konstant eine Wassertiefe von 13 Metern zu gewährleisten, damit auch größere Schiffe den Hamburger Hafen anlaufen können. Jährlich laufen rund 13.000 Seeschiffe aus aller Welt den Hamburger Hafen an.
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Hansa-Hafen im Hamburger Hafen um 1900 |
Kurz vor der Mündung der Alster in die Elbe entstand am 1877 zugeschütteten "Reichenstraßenfleet" der erste Hamburger Hafen. Der eigentliche Ursprung des Elbehafens lag im Bereich des "Baumwalls" und den "Vorsetzen", welcher aber weitgehend ohne Kaianlagen war. Am Binnenhafen wurde außerdem ein öffentlicher Kran errichtet. Die Schiffe lagen an "Duckdalben" (in den Hafengrund eingerammte Pfähle zum Befestigen von Schiffen), was aus Sicherheitsgründen erforderlich war, um einen Angriff auf Hamburg von See her zu verhindern.
Das Nikolaifleet wurde später zum Hafen ausgebaut. Durch die Aufstockung der Alster mittels eines Damms von der Bergstraße bis zum heutigen Gänsemarkt entstanden die Binnen- und Außenalster und der Nikolaifleethafen wurde fast trockengelegt. Es musste ein neuer Hafen an der Alstermündung in der Elbe gebaut werden, das war der erste Elbehafen!
| Hansezeit: |
Kaiser Barbarossa verlieh der Stadt im Mai 1189 mit einer formlosen Notiz die Zollfreiheit, um den Aufschwung der aufstrebenden Handelsstadt zu beschleunigen. Im 12. und 13. Jahrhundert verstärkte sich der Handel in Norddeutschland und die neu gegründeten Hafenstädte an der Ostseeküste florierten. Gemeinsam mit Hamburg vertraten Kaufleute aus diesen Städten häufig ihre Interessen außerhalb Norddeutschland und so entstand die "Hanse", die sich im Laufe der Zeit von einem Kaufmannsbund zum Städtebund wandelte. In der Zeit um das 14. Jahrhundert entwickelte sich Hamburg zum wichtigsten Umschlag- und Stapelplatz zwischen Nord- und Ostsee. Die Hansezeit brachte der Stadt bis dahin nie gekannten Wohlstand. Wichtige Besitztümer aus dem Umland wurde erworben. Mit dem Aufschwung des Seehandels nahmen die Überfälle durch die Piraten auf die Handelsschiffe zu. Ab 1265 litt Hamburg besonders unter den sog. "Dithmarschern", die regelmäßig Schiffe auf der Elbe überfielen und plünderten. Ebenso berüchtigt waren die Übergriffe der "Vitalienbrüder" auf Hamburger Schiffe in der Nordsee. Nach empfindlichen Verlusten durch diese Überfälle taten sich die Städte Hamburg und Bremen im Jahre 1400 zusammen und rüsteten 1400 Kriegsschiffe gegen die "Likedeeler" (ein niederdeutscher Ausdruck für "Gleichteiler" bei der Aufteilung der Beute) aus und brachten ein Jahr später (1401) zunächst die Flotte von Klaus Störtebeker und später auch die von Gödeke Michels auf. Beide wurden in Hamburg verurteilt und hingerichtet, wobei nach der Hinrichtung die Köpfe der Piraten auf Pfähle genagelt und zur Schau gestellt wurde.
| Ein Hafen entsteht: |
Im Laufe seines weit über 800jährigen Bestehens hat sich der Hamburger Hafen von einem kleinen Anlandeplatz an einem Billemündungsarm in der Altstadt über einen Alsterhafen zu einem Hafen an der Elbe verlagert und entwickelt. Während er im Jahre 1860 noch durch dicht gedrängte Segelschiffe und einige wenige Dampfer geprägt war und die Schiffe mittels schiffseigenem Geschirr auf gestakten Hafenfahrzeugen und an den Kais werkenden Arbeitern mit Karren, Handkranen- und Winden entladen wurden, fand der Stückgutumschlag schon im Jahre 1810 an den Kais mittels Dampf- und Elektrokräne statt. Auch wurden die Segelschiffe mehr und mehr von den Dampfschiffen verdrängt.
Die Elbinseln zwischen Norder- und Süderelbe wurden im ausgehenden 19. Jahrhundert als Hafengebiet erschlossen und es entstanden zahlreiche Hafenbecken, was bedeutete, dass dabei die alten Katen und Patrizierhäuser der Hafenerweiterung zum Opfer fielen. Ca. 20.000 Bewohner wurden zwangsumgesiedelt.
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Karte vom Hamburger Hafen aus dem Jahr 1910 |
Im zweiten Weltkrieg wurden 80 Prozent der Hafenanlagen zerstört. Nach der Kapitulation im Mai 1945 wurde der Hamburger Hafen militärisches Sperrgebiet und kam unter englischer Verwaltung. Erst 1956 wurde im Wesentlichen der Wiederaufbau abgeschlossen. Dennoch konnte Hamburg bedingt durch die Teilung in Ost und West, wodurch ihre Rolle als Mittelpunkt im europäischen Hinterland entfiel, nicht mehr an seine ehemalige Bedeutung als Welthafen anknüpfen. Im 1961 vom Hamburger Senat beschlossenen Hafenerweiterungsgesetzt war die Erweiterung des Hafens im Gebiet von Altenwerder und Moorburg vorgesehen. Für das Hamburger Dorf Altenwerder hat der Senat und die Bürgerschaft 1973 einstimmig die endgültige Räumung beschlossen.
Containerschiffe bestimmen ab 1970 das Bild des westlichen Teils des Hafens und der Umschlag wurde stark automatisiert. Die innenstadtnahen Hafengebiete verloren mit der Zentralisierung und Automatisierung ihre Bestimmung und neue Nutzungsmöglichkeiten wurden geplant. Der Hafenumschlag verlagerte sich nach Westen und die Hafenbecken auf dem Großen und Kleinen Grasbrook entsprachen nicht mehr den Platzkapazitäten, die an einen Seehafen gestellt wurden. Für einen modernen Containerhafen benötigte man jetzt große Stell- und Verladeflächen. Inzwischen wurden zahlreiche Hafenbecken wieder zugeschüttet, wie zum Beispiel der "Indiahafen", der V"ulkanhafen" oder der "Griesenwerder Hafen!.
In den folgenden Jahren wuchs der Anteil der mit Containern transportierten Waren stetig und der Stückgutumschlag in Säcken, Fässern und Kisten ging kontinuierlich zurück. Neue Formen des Güterumschlags entstanden, wie z. B. die Containerbrücken, die das schiffseigene Ladegeschirr überflüssig machten. Heute macht der Hamburger Hafen den größten Teil seines Umsatzes mit dem Containerumschlag (ca. 9,89 Mio. Standardcontainer im Jahre 2007).
Der Güterumschlag bildet die Hauptnutzung des Hamburger Hafens und damit speziell der Containerumschlag. Die industrielle Nutzung besteht in der Rohstoffverarbeitung, insbesondere in der Raffinerie von Mineralöl aber daneben bestehen auch Getreidemühlen sowie Kaffee- und Teeveredelungsbetriebe, ebenso ist der Schiffbau ein weiterer wichtiger Industriezweig im Hafen. In den letzten Jahren nimmt auch die Passagierschifffahrt wachsende Bedeutung ein, speziell die Kreuzschifffahrt und der Tourismus.
Zur Geschichte des Hamburger Hafens gibt es eine große Abteilung im
Museum für Hamburger Geschichte. Ferner sind über das Gebiet entlang der
Elbe einige Erinnerungsstücke zu besichtigen:
wie der Stückgutfrachter "Cap San Diego", die stählerne
Dreimastbark "Rickmer Rickmers" an den Hamburger Landungsbrücken,
sowie an wechselnden Standorten im Hamburger Hafen die Flussschifferkirche,
die als einzige schwimmende Kirche Deutschlands gilt.
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stählerne Dreimastbark Rickmer Rickmers |
Fluss-Schifferkirche |
| Speicherstadt: |
Durch die Stadtbefestigung war das Gelände der HafenCity im 16. Jahrhundert ungefähr im Verlauf der heutigen Straße "Am Sandtorkai" geteilt. Die Wohngebiete Kehrwieder und Wandrahmviertel befanden sich im Bereich der heutigen Speicherstadt. Vor der Stadtmauer lagen sumpfige Wiesen, welche als Weideland dienten. Als Hinrichtungsstätte speziell für Piraten diente die Westspitze des Großen Grasbrooks.
Schiffsbauer und Hafengewerke siedelten sich später zum Anfang des 19. Jahrhunderts an. Durch den Bevölkerungs- und Wirtschaftszuwachs im 19. Jahrhundert reichten die Kapazitäten des Hafens an der Alstermündung nicht mehr aus und man begann nach der Niederlegung der Stadtmauer die Flächen des Grasbrooks als Hafenerweiterungsgebiet zu nutzen. 1868 wurde als erstes künstliches Hafenbecken der "Sandtorhafen" ausgehoben, 1881 kam der "Grasbrookhafen" hinzu.
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Lagerhäuser in der Hamburger Speicherstadt um
1873 |
1888 entstand in Hamburg anlässlich des Anschlusses Hamburgs an das Zollinland des Deutschen Reiches die Speicherstadt, der größte auf Eichenpfählen gegründete Lagerhauskomplex der Welt, welcher seit 1991 unter Denkmalschutz steht.
Als Baumeister der Speicher-Stadt wird der Hamburger Bauingenieur Andreas Meyer genannt. Die Lagerhäuser werden teilweise heute noch genutzt, um wertvolle Güter wie Tee, Kaffee und Gewürze zu lagern und zu veredeln. Nur der Freihafen war jetzt noch zollfreie Zone, die Kaufmannsspeicher, die sich in der Stadt befanden, jedoch nicht. Also riss man 1883 die Wohnquartiere auf der im Freihafen gelegenen Kehrwieder- und Wandrahminsel kurzerhand ab und baute die Speicherstadt mit ihren aus 17 sieben- bis achtstöckigen Lagerhäusern mit einer Gesamtfläche von rund 330.000 Quadratmetern. Mehr als 20.000 Menschen verloren dabei ihr Heimatviertel und wurden umgesiedelt.
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Sandtorkai mit Krananlagen, |
Auch die früheren Wohnviertel am Kehrwieder und Wandrahm mussten ab 1883 für die Errichtung des Freihafens und für den Bau der Speicherstadt geräumt und abgerissen werden. Schon wenig später, im Jahre 1888 waren die ersten Speicherbauten hier fertiggestellt. Einheitlich sind sie im Stil der Backsteingotik errichtet und verdanken ihr romantisches Aussehen den vielen Giebeln, Erkern und Zinnen.
1938 wurden aus Teilen der früheren Altstadt Süd und dem Stadtteil St. Georg "Klostertor" und "Klosterhafen" gebildet und dann im Jahre 1951 zum Stadtteil Klostertor zusammengefasst.
Langsam begann sich aber am Ende der 80ziger Jahre des letzten Jahrhunderts abzuzeichnen, dass die Speicherstadt keine wirtschaftliche Zukunft mehr als Lagerviertel hatte. Moderne Lagerhallen und Betriebe entstanden woanders und in der alten Speicherstadt siedelten sich Im- u. Exportfirmen für Orientteppiche an, die immer stärker zum Hauptnutzer der Speicherstadt wurden. Die hohen Personalkosten in den Speichern zwangen die traditionellen Quartiersmannsbetriebe, welche sich damals gegen 1988 besonders heftig gegen den diskutierten Verkauf der Speicherstadt gewehrt hatten, schließlich dazu, sich neue Domizile zu suchen und am Ende wurde die Speicherstadt durch die Anfang 2003 erfolgte Verlegung der Zollgrenze bis kurz vor die Elbbrücken, zu einem ganz "normalen" Stadtteil.
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Mit Schuten wurden früher die Waren auf dem
Fleet an die Lagerhäuser in die Speicherstadt gebracht. |
In der Speicherstadt |
Die Insel "Kehrwieder" bildet einen Teil der historischen
Speicherstadt in Hamburg. Sie wurde durch den Bau des Zellkanals von der
Altstadt abgeschnitten. In früheren Zeiten verabschiedeten hier auf der
Kehrwiederinsel die Hamburger Frauen ihre zur See fahrenden Männer mit dem
Wunsch "Kehr wieder heim". Die westliche Spitze der Insel war
früher der westlichste Punkt des Hafens und des früheren Hamburgs. Von hier
aus verließen die seefahrenden Männer Hamburg. Schon die Elbfahrt stellte
eine nicht ungefährliche Flussfahrt dar. Einige von ihnen überlebten schon
die Flussreise nicht, einige andere die Seereise nicht. Die zurückbleibenden
Frauen blieben dann zum Teil als unversorgte, arme Witwen zurück.
Der Name "Kehrwieder" für diesen Ort hat sich bis heute gehalten.
| Ballinstadt: |
In der Auswandererwelt "Ballinstadt" im Hamburger Stadtteil Veddel ist seit Sommer 2007 ein ganz besonderes Stück hamburgische Hafengeschichte erlebbar - wo zwischen 1850 und 1939 etwa 5 Millionen europäische Auswanderer ihre Reise in die "Neue Welt" begannen. Auf dem Boden der historischen Auswandererstadt befindet sich eine Ausstellung, welche bereits ein Jahr nach der Eröffnung zu den beliebtesten Freizeitattraktionen von Hamburg gehört. Die Besucher können in drei originalgetreu aufgebauten Wohn- und Schlafpavillons die Geschichte der über 5 Mill. Menschen nacherleben, die von hier aus in den Jahren von 1950 - 1934 in eine neue Zukunft aufbrachen.
Die Original vorliegenden Passagierlisten der Jahre von 1850 bis 1934 können in dieser Ausstellung von den Besuchern eingesehen werden. Es ist der weltweit größte Bestand an Passagierlisten von Auswanderungsschiffen und damit eine einzigartige Quelle.
Zu erreichen ist die Ballinstadt:
Mit dem Schiff: Ableger St. Paulis Landungsbrücken, Brücke 10
(Veddel Ballin-Stadt)
Mit der S-Bahn nach Veddel: Linie S 3 / S 31 Hauptbahnhof Richtung
Neugraben
- gegenüber der S-Bahnstation Vedde
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Heute ist die Speicherstadt eine von mehreren Fleeten durchzogene, etwa 1,5 km lange und 150 bis 250 Meter breite Binneninsel der Elbe im nordöstlichen Hamburger Hafen, die seit dem 1. März 2009 dem neugegründeten Stadtteil Hafen-City zugeordnet wird.
Auf einer Fläche von 155 Hektar wird in direkter Anbindung an die Speicherstadt und den Innenstadtbereich als Projekt "Hafen-City" ein neuer Stadtteil errichtet, wo Wohnen, Arbeiten und Unterhaltung ermöglicht werden soll. Bis zum Jahre 2025 sollen auf dem ehemaligen Hafengebiet südlich der Speicherstadt auf 155 ha Wohnungen für 12.000 Menschen sowie Dienstleistungs- und Einzelhandelsflächen entstehen.
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| Das internationale Maritime Museum - Am Kaispeicher B befindet sich der schmucke Backsteinbau - Der Vorplatz wurde bereits neu gestaltet, später werden auch die Uferpromenaden westlich und östlich des Magdeburger Hafens neu angelegt. (Bilder: Nefershapiland und Andre Kottlewski, Aachen) |
Das Internationale Maritime Museum im historischen Kaispeicher B in der Hafencity Hamburg ist seit Juni 2008 das neue "Seezeichen " der Stadt. Auf zehn Ausstellungs-Decks im Kaispeicher B wird von Entdeckern und Eroberern, von Kapitänen und einfachen Seeleuten erzählt - eine Expedition durch 3.000 Jahre Menschheitsgeschichte. Hier kann man selbst zum Entdecker werden und spürt die Verlockung der fernen Länder.
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Vor dem Eingang des Maritimen Museum befinden
sich zwei 24-Pfünder, die sich einst auf dem Flaggschiff von Admiral
Horatio Nelson von Juni 1799 bis Juni 1800, die "Foudroyant"
befand. |
Die weltweit größte maritime Privatsammlung von Professor Peter Tamm, die vor allem Schiffsmodelle, Konstruktionspläne für Schiffe, sowie eine Vielzahl nautischer Geräte, zeigt, wurde in eine Stiftung überführt und bildet nun die Basis dieses Museums. Insgesamt stehen 11.500 m2 Ausstellungsfläche zur Verfügung. Auch das Institut für Schifffahrts- und Marinegeschichte sowie eine Bibliothek mit Archiv sind im Kaispeicher B und im Nachbargebäude untergebracht. Durch das Erdgeschoss verläuft nun eine Passage, in ihr sind auch der Museumsshop, ein Restaurant und ein Bistro untergebracht. Die Museumsbrücke, eine Fußgängerüberquerung, führt direkt in diese neue Passage hinein. Sie erschließt das neue Museum von der Speicherstadt im Norden aus.
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Verwaltungsgebäude der HHLA bei St. Annen 1 |
Die Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Gesellschaft (HFLG) wurde am 7. März 1885 von Hamburger Kaufleuten und dem Senat gegründet, um im Zuge des Zollanschlusses an das Deutsche Reich das größte und modernste Lagerhauszentrum der Welt zu bauen - die Hamburger Speicherstadt. Ihr Bau dauerte von 1885 bis 1912.
Die HFLG wurde 1935 mit der seit 1865 bestehenden Vereinigung staatlicher Kaibetriebe zur Betriebsgesellschaft der hamburgischen Hafenanlagen fusioniert. Erst vier Jahre später erfolgte die Umbenennung in Hamburger Hafen- und Lagerhaus-AG (HHLA). Erneut änderte die HHLA Holding am 1. 10. 2005 ihren Namen in "Hamburger Hafen und Logistik AG". Das Kürzel blieb und die Geschäftsfelder auch.
Das Verwaltungsgebäude der HFLG von 1887 bzw. 1903 heben sich aus dem bestehenden Gesamtbild der Speichergebäude heraus. Sie wurden von den "Rathausbaumeistern" Stammann & Zinnow und Hansen & Meerwein sowie von Johannes Grotjan gebaut. Die beiden Gebäude bestechen durch Sandsteingliederungen mit Motiven, mit Arkaden, einem Uhrtürmchen und einer Eingangshalle mit einem Kreuzrippengewölbe, die sich von dem übrigen Architekturstil der Speicherstadt unterscheiden und vom Stil her eher nach Süddeutschland als an die Elbe passen dürften.
Eines der ersten fertiggestellten Quartiere in der neu entstehenden Hamburger HafenCity ist der "Sandtorkai". Dieser neue Stadtteil HafenCity, welcher südlich der Innenstadt und direkt an der Elbe gelegen ist, hat eine abwechslungsreiche Geschichte hinter sich. Er entwickelte sich vom Wallgraben zu einem dicht besiedelten Gängeviertel mit geschlossener Fachwerkbebauung, um dann den neuen Hafenanlagen zu weichen.
| Sandtorkai 30 - Informationszentrale - |
Am "Sandtorkai 30", im alten
Kesselhaus der Speicherstadt, wurde ein Ausstellungs- und
Dokumentations-Zentrum zur Hafen-City eingerichtet, welches sich "HafenCity
InfoCenter" nennt.
Der Besucher kann anhand des 32 qm großen städtebaulichen Projekts einen
Blick auf den zukünftigen neuen Stadtteil werfen.
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Das frühere Kesselhaus am Sandtorkai 30 dient
heute als Informationszentrale |
Dort ist ein 8x4 Meter großes Model im Maßstab 1 : 500 aufgebaut, welches interaktiv über den jeweils aktuellen Planungsstand informiert. Außerdem sind dort Modelle und Fotos berühmter Schiffe ausgestellt. Ursprünglich war das Kesselhaus das Kraftwerk für die "unabhängige" Speicherstadt. In den Jahren 1886 bis 1899 wurde das Kesselhaus unter der Leitung des Architekten Andreas Meyer erbaut und versorgte zentral die vielen Winden, Kräne und Hebebühnen mit Dampf.
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Das Planungsmodell der künftigen HafenCity im
ehemaligen Kesselhaus der Speicherstadt |
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Türmchengebäude bei der Neuenwegsbrücke |
Holländische Reihe fotografiert vom Teekontor Krogmann, Alter Wandrahm. Früher eine von pittoresken Kaufmannshäusern gesäumte Gracht voller Schuten. (Foto: Nefershapiland) |
Von der Poggenmühlenbrücke am östlichen Ende der Speicherstadt hat man einen schönen Blick auf das sogenannte "Wasserschlösschen", einem malerisch auf einer Halbinsel in den Fleeten der Speicherstadt gelegenen, reich verzierten Bau - in dem heute u. a. das Teehauskontor "Krogmann" findet.
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Das historische Wasserschlösschen mit dem "Teekontor
Krogmann" Alter Wandrahm in der Speicherstadt. |
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Kehrwieder - Block D |
kleines Fleetschlösschen, Brooktorkai 17 |
Die Speicherstadt beherbergt heute in ihren Lagergebäuden eine Fülle von außergewöhnlichen Museen und Ausstellungen. Hier an der sog. Museumsmeile der Speicherstadt liegen das
| Deutsche Zollmuseum | |
| das Speicherstadtmuseum | |
| das Gewürzmuseum | |
| die größte HO-Modelleisenbahnanlage der Welt, das Miniatur Wunderland Hamburg | |
| Speicherstadt Kaffeerösterei | |
| „Geschichts-Geisterbahn“ Hamburg Dungeon | |
| Intern. Maritimes Museum Hamburg | |
| Spielzeugmuseum (Hamburg) | |
| Erlebnisausstellung
Dialog im Dunkeln und andere. |
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Speicherstadtmuseum (Bild: Andre Kottlewski, Aachen) |
Das Speicherstadtmuseum zeigt historische Hafenfotos, die aus dem Archiv der Hamburger Hafen und Logistik AG HHLA stammen.
(Bild: Andre Kottlewski, Aachen) |
Nur wenige Hamburger wissen, dass ihre Heimatstadt wie keine andere für Kaffee steht. Das Geschäft mit dem Rohkaffee, dem "braunen Gold" und den Gewürzen hat Hamburg im 19. Jahrhundert groß gemacht und die "Pfeffersäche", wie die Hamburger Kaufleute genannt wurden, reich gemacht. Die Adressen "Sandtorkai" oder "Pickhuben" in der Speicherstadt sind in der Welt des Kaffees bekannt und geschätzt, genauso wie vor 50 Jahren. Die Händler besuchten sich untereinander, tauschten Musterdosen aus und gingen an die Kaffeebörse am Pickhuben.
Der teuerste Kaffee der Welt ist der "Kopi Sulawese-Toraja Tongkonan Gunang Sesean" und kostest 150 Euro pro Pfund. Bei einer Verkostung im Speicherstadtmuseum darf geschlürft und gespuckt werden.
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Speicherstadtmuseum |
Probiergeschirr für die Verkostung |
Das Speicherstadtmuseum ist eine privat betriebene Außenstelle des Museums der Arbeit und zeigt im authentischen Rahmen der alten Lagerhäuser die typischen Arbeitsgeräte und Waren aus den Lagern der Handelsgesellschaften. Schwerpunkt ist hier die Lagerung und Bemusterung von Rohkaffee sowie der Handel mit diesem "braunen Gold". Schon bei der Eröffnung im Jahre 1888 galt die Speicherstadt in Hamburg als das wichtigste Lagerzentrum für Kaffee in Deutschland.
Öffentliche Kaffeeverkostungen, die von einem Experten aus dem Außenhandel geleitet werden, bietet das Speicherstadtmuseum einmal im Monat an. Öffentliche Führungen durch die Speicherstadt finden jeden Sonntag um 11. 00 statt. Treffpunkt ist die Kornhausbrücke, Ecke Neuer Wandrahm.
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Typische Arbeitsgeräte |
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Hafencity: - neue Plätze und Terrassen - |
Im Rahmen eines internationalen Architektenwettbewerbs entstand die Idee der Magellan-Terrassen. Grundlegender Zweck war die Gestaltung der Freiräume in der westlichen HafenCity. Der Komplex besteht aus mehreren Terrassen auf drei Ebenen, welche durch weitläufige Treppen und Rampen miteinander verbunden sind. Dem Besucher bietet sich eine mediterrane Hafenatmosphäre mit weitem Blick auf Hamburgs ältestes modernes Hafenbecken und dem Traditionsschiffhafen. Durch die breiten Freitreppen auf der untersten Ebene ist ein intensives Erlebnis der Wasserflächen und des Wechselspiels von Ebbe und Flut möglich. Für die kleinen Bistros bietet der Platz großzügige Außenterrassen mit Sitzplätzen direkt am Wasser.
Die Magellan-Terrassen befinden sich am Ende des Sandtorhafens und wurden schon im Jahr 2005 als Teil der neu entstehenden Hafencity eingeweiht. Für den Entwurf dieser großzügig geplanten Anlage zeichneten die spanischen Architekten Benedetta Tagliabue und Enric Miralles verantwortlich.
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Marco-Polo- Terrassen |
Vasco-da-Gama-Platz |
Schon im Herbst 2007 war mit den Marco-Polo-Terrassen ebenso wie mit dem Vasco-da-Gama-Platz und den Dalmannkaipromenaden ein Ensemble spektakulärer Stadträume am Wasser eröffnet worden.
An der Spitze des Kaiserkais liegt die markante Baustelle der Elbphilharmnonie. Sie liegt an einem historisch bedeutsamen Ort, dem Sandtorhafen, welches der erste industriell genutzte Hafenbecken der Stadt Hamburg war. Dort stand bis zu seiner Zerstörung im 2. Weltkrieg das Wahrzeichen des Hafens, der Kaiserspeicher mit der Zeitballuhr. Jedes Schiff, das den Hamburger Hafen anlief, fuhr auf ihn zu. Ab dem Jahr 1966 wurde im Kaispeicher A Kakao, Tabak und Tee gelagert.
Nach ihrer Fertigstellung - welche jetzt für das Jahr 2011/12 geplant ist - soll die Elbphilharmonie zu einem neuen Wahrzeichen Hamburgs werden. Sie ragt im Westen in die Elbe hinein, sozusagen als Scharnier zwischen Hafen und Stadt. Zusammen mit dem "Internationalen Maritimen Museum Hamburg" und den geplanten Kultureinrichtungen im Überseequartier wird sie das kulturelle Herzstück der HafenCity sein.
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Marco-Polo-Terrassen |
die sich noch im Bau befindliche Elbphilharmonie |
Der Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen ergänzte im Herbst 2008
diesen Teil der neuen HafenCity.
In Verbindung mit einer neu angelegten Pontonanlage wurde hier die Idee von
einem schwimmenden Platz verwirklicht, der die Besucher als
Traditionsschiffhafen zum Flanieren und Verweilen einlädt. Eigens für den
für diesen neuen Hafen wurde eine alte historische Landungsbrücke
restauriert, über die die Besucher auf die geschwungenen Pontons und Stege
geführt werden. Direkt von den Magellan-Terrassen führt diese alte Brücke
zu der Anlage, die an acht Pontons Anlegeplätze für 20-25 Schiffe bietet.
Der freischwimmende Platz ist 8 Meter breit und 340 Meter lang und führt in
einem Bogen an den sanierten Kaimauern aus dem 19. Jahrhundert entlang.
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Traditionsschiffhafen am Sandtorhafen |
Offizielle "Jever SUP World Cup
"Hamburg |
Vervollständigt wird das historische Hafenbild durch drei restaurierte
Stückgutkräne am Kaiserkai und durch die Errichtung weiterer Pavillons auf
der Pontonanlage. Betrieben wird der Traditionsschiffhafen von der Stiftung
Hamburg Maritim, deren Aufgabe es ist, das maritime Erbe Hamburgs zu erhalten
und für die Bewohner zugänglich zu machen.
Vor Jahrhunderten, als dieses Gebiet noch nicht zum Hafen gehörte, diente es als Viehweide und als Richtstätte! Im Hamburg Dungeon (Kerker) wird darüber ausführlich berichtet. Hier stellen Schauspieler mittelalterliche Folterungen und den Alltag in einem Pestkrankenhaus sowie das Große Feuer von 1842 und die Hinrichtung des berüchtigten Piraten Klaus Störtebeker dar. Eine 1982 von Hansjörg Wagner entworfene Bronzestatue am Brooktor bei der Speicherstadt erinnert an den berühmten Seeräuber.
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Bronzestatue Klaus
Störtebeker |
Der 13 m hohe "View
Point" am Großen Grasbrook bietet von oben eine
beeindruckende Aussicht über die Bauarbeiten in der HafenCity. |
Vom 13 Meter hohen Aussichtsturm "View Point" am Großen Grasbrock aus hat der interessierte Besucher einen beeindruckenden Ausblick über die Bauarbeiten in der HafenCity. Der in seiner Form den Hafenkränen nachempfundene leuchtend orange Aussichtsturm besteht aus 12 t Stahl. Es ist empfehlenswert, einen Feldstecker mitzunehmen.
| Feuerschiff und Hanseatic Trade Center: |
Ursprünglich war das Feuerschiff LV 13 in England im Mündungsbereich des Humber-Fluss im Einsatz. Nachdem es außer Dienst gestellt wurde, baute es sein Kapitän zu einem Veranstaltungsschiff um. Konzerte im Maschinenraum, übernachten in den Original-Kabinen, Seemannsfrühstück und Jazzfrühschoppen werden an Bord angeboten.
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Feuerschiff LV 13 |
Das Hanseatic Trade Center in Hamburg (kurz HTC genannt) sind Bürogebäude in Hamburg, die an der Kehrwiederspitze in der Speicherstadt gelegen sind und einen Turm von 105 Meter Höhe. Der Bürokomplex hat eine Gesamtfläche von 93.000 m2 und wurde 2002 fertiggestellt. Die Bauzeit betrug 8 Jahre. Zum Hanseatic Trade Center gehören
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Hanseatic Trade Center
(HTC) |
Das HTC wurde im Jahre 2005 vom Investorenkonsortium TishmanSpeyer Properties, Lehman Brothers Real Estate Partners und der Hamburger Quantum Immobilien AG für ca. 200 Millionen Euro aufgekauft.
Das Columbus-Haus ist ein Hochhaus, welches an der Spitze des Bürokomplexes liegt und heute ein Wahrzeichen von Hamburg ist. Für das Hanseatic Trade Center wurden flutsichere Brücken entwickelt, die die Gebäude mit der Stadt verbinden.
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Citysporthafen an der Kehrwiederspitze |
| Schiffe: |
Am Fiete-Schmidt-Anleger ist das Museumssegelschiff
"Rickmer
Rickmers" zu besichtigen. Der über
112 Jahre alte Großsegler liegt seit 1983 als schwimmendes Wahrzeichen der
Stadt Hamburg am Anleger. Sie ist der Stolz der Stiftung RICKMER RICKMERS,
welche das Schiff ohne öffentliche Zuschüsse betreibt und unterhält.
Im Jahre 1896 wurde das Schiff als Vollschiff aus Stahl auf Querspanten auf der firmeneigenen Werft in Bremerhaven gebaut. Benannt wurde sie nach dem Enkel des Firmengründers. Als Vollschiff hat die Rickmer Rickmers eine Segelfläche von 3.500 m2. Im August des Jahres 1896 wurde der Großsegler in Dienst gestellt. Der Rumpf ist 97 m lang und 12,20 m breit. Der Tiefgang betrug 6 m. Damals war der Segler mit 1.989 BRT und 3.067 TDW vermessen, die mittlere Raumtiefe betrug 7,70 m.
Nach einem Mastbruch wurde sie 1904 aus Kostengründen in Kapstadt zur Bark umgetakelt und im Jahre 1912 an die Reederei Krabbenhöft verkauft und auf den Namen Max umgetauft. Sie beförderte während dieser Jahre Kohle von Wales nach Chile und Salpeter aus Chile zurück nach Europa. 1914 lief die Max bei Kriegsbeginn den Hafen Horta auf den Azoren an und wurde am 23. Febr. 1915 von den Portugiesen beschlagnahmt. Erst 1930, nach einem erneuten Umbau bei dem die Laderäume verschwanden und zusätzliche Wohn- und Schulungsräume entstanden, setzte die portugiesische Marine sie bis 1962 als Schulschiff "Sagres" ein. Das völlig heruntergekommene Schiff wurde schließlich 1983 als verrostete "Hulk" (mittelalterlicher Segelschifftyp, in der Regel ein relativ breit und flachbödig gebautes Schiff, das nur einen flachen Balkenkiel besitzt) in den Hamburger Hafen geschleppt. Der Verein "Windjammer für Hamburg" brauchte die Rickmer Rickmers nach Deutschland zurück und restaurierte das 97 m lange Wrack zu einem Schmuckstück, welches nun als Museumsschiff an den St. Pauli-Landungsbrücken (Brücke 1A) liegt.
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Am Fiete-Schmidt-Anleger kann
man die Dreimastbark Rickmer Rickmers besichtigen. |
Der historische Dreimastschoner "Mare Frisum" wurde 1916 als Fischkutter unter niederländischer Flagge erstmals zu Wasser gelassen. Umgebaut wurde er Ende 1940 zu einem Frachtschiff und verkehrte zwischen Schweden und Deutschland. Heute dient das Segelschiff als Passagiersegler für bis zu 90 Tagesgäste. In den 12 Kabinen können 36 Passagiere bei Mehrtagestörns übernachten. Die Mare Frisium ist 52 Meter lang, 6,70 Meter breit und hat eine Segelfläche von 634 m2. Das heute in Kiel stationierte Schiff ist ein beliebtes Ausflugsschiff für Tages- und Mehrtagestörns. Im Rahmen der Kieler Woche wird es auch für Regattabegleitfahrten eingesetzt. Im März 2008 dockte der Dreimastschoner im Hamburger Hafen an und es entstand das untere Foto.
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Der rotgemusterte Museumsfrachter "Cap
San Diego" war vor seiner Ausmusterung
als Stückgutfrachter zwischen Hamburg und Südamerika unterwegs. |
Die Barkassenzentrale Ehlers |
An den Landungsbrücken in Hamburg liegen zwei Museumsschiffe, die fast das ganze Jahr über zu besichtigen sind. Eines davon ist der Großsegler Rickmer Rickmers, der schon weiter oben beschrieben wurde. Der andere ist der Stückgutfrachter "Cap San Diego", der ebenfalls in Augenschein genommen werden kann.
Die "Cap San Diego "ist das größte, fahrtüchtige Museumsschiff der
Welt. Der konventionelle Stückgutfrachter verfügt als solcher über 16
Ladebäume, zwei Bordkräne und einen Schwergutbaum. Das heutige Museumsschiff
wurde von der Deutschen Werft AG in Hamburg für die Reederei Hamburg Süd im
Jahre 1961 als letztes Schiff einer Serie baugleicher Stückgutfrachter
gebaut. Sie fuhr zusammen mit ihren 5 Schwesterschiffen auf der Route
Hamburg-Südamerika und transportierte u. a. Maschinen, Chemikalien und
Automobile in Richtung Südwesten und Kaffee, Fleisch, Textilien, Süßöle
und Fruchtsaftkonzentrat in Richtung Nordosten. Bedingt durch die große Menge
der zu verladenen Güter (vor der Erfindung der Container war der Ladeprozess
manchmal äußerst langwierig) dauerte die Liegezeit von bis zu 14 Tage in
Buenos Aires. Wegen ihrer eleganten Form wurden die sechs Schiffe auch
"die weißen Schwäne des Südatlantiks" genannt.
Viele Passagiere nutzten damals die Möglichkeit mit einem Frachtschiff nach
Südamerika und zurück zu reisen. Jeweils bis zu 12 Gäste fanden Platz auf
dem Schiff, das ihnen einen Service bot, der ansonsten nur von Passagier- und
Kombischiffe geboten wurde, von klimatisierten Kabinen über ein eigenes
Passagierdeck mit Lounge und eigenem Speisesaal. Auch ein Außenschwimmbad mit
eigener Poolbar war vorhanden.
Als die Cap San Diego schließlich 1986 zur Verschrottung anstand, wurde sie von der "Stiftung Hamburger Admiralität" aufgekauft und renoviert. Angepasst an die Nutzung als Museumsschiff und Veranstaltungszentrum liegt sie heute an der Überseebrücke in Sichtweite des Dreimasters Rickmer Rickmers und der Hamburger Speicherstadt. Jedes Jahr läuft der heute noch seetüchtige Frachter zur "Gästefahrt" nach Cuxhaven aus. Auch an der Hundertjahrfeier des Nord-Ostsee-Kanals im Jahre 1995 nahm die Cap San Diego als Repräsentantin der Stadt Hamburg an der Schiffsparade teil. Sie steht sei dem 1. Dezember 2003 unter Denkmalschutz.
| St. Petrie - St. Michaelis - Nicolaikirche - St. Jacobi: |
| St. Petri-Kirche: |
Vermutlich stand an dem heutigen Standort der St. Petri-Kirche ursprünglich die Hammaburg und weitete Kirchenbauten. St. Petri ist die älteste Kirche der Stadt und wurde 1195 zum ersten al als "Marktkirche" ecclesia forensis urkundlich erwähnt. Im Jahre 1310 wurde damit begonnen, einen dreischiffigen Neubau im gotischen Stil als Backsteinhallenbau zu errichten, der aber erst 1418 fertiggestellt wurde. Die Grundsteinlegung des Turms, des ältesten erhaltenen Kunstwerkes der Stadt Hamburg, ist belegt in der Umschrift des bronzenen Löwenkopfes im Türgriff von St. Petri.
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| St. Petri 1840 vor dem Großen Brand (Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.) |
St. Petrie 1849 nach dem Großen Brand (Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.) |
Beim großen Brand im Jahre 1842 wurde dieser jedoch völlig zerstört. Alexis de Chateauneuf und Hermann Peter Fersenfeld bauten 1844-49 die evangelische Kirche auf den alten Grundmauern wieder auf. Ein neues Seitenschiff wurde angebaut, was bewirkte, dass die Kirche nun einen fast quadratischen Grundriss besitzt. Nach den Plänen von Johann Maack wurde der kupferverkleidete Turm im Jahre 1878 vollendet. Der bronzene Türzieher mit Löwenkopf am Hauptportal, der aus dem Jahre 1342 stammt, hat den Zweiten Weltkrieg ebenso unbeschadet überstanden wie auch das Votivbildnis des Heiligen Ansgar vom Hamburger Maler Hans Bornemann aus dem Jahre 1460.
Den 2. Weltkrieg überstand die Petri-Kirche verhältnismäßig unversehrt. Im Jahre 1962 wurden beim Bau des nahe gelegenen St. Petri-Gemeindezentrums die Fundamente eines mittelalterlichen Turmes, des Bischofsturms entdeckt.
Der Turm der Petrie-Kirche ist 132 m hoch und kann über 544 Stufen bis zu einer Höhe von 123 m bestiegen werden.
Der neugotische Bau wurde von den Architekten
Alexis de Chateauneuf und Hermann P. Fersenfeldt errichtet und ist heute die älteste Pfarrkirche Hamburgs.
(Foto: Nefershapiland)Ein Modell der mittelalterlichen Kirche, das heute im südlichen Seitenschiff steht, zeigt wie St. Petri vor dem verheerenden Stadtbrand von 1842 aussah. Die Petri-Kirche ist nach dem Apostel und Märtyrer Petrus benannt und gehört zu den fünf Hauptkirchen Hamburgs.
| St. Nicolai-Kirche: |
Ein Mahnmal der besonderen Art und eine architektonische Sehenswürdigkeit ist die ehemalige Hauptkirche St. Nikolai in Hamburg. Im 12. Jahrhundert errichtete man mit der Gründung der Nikolaisiedlung und der Anlage eines Alsterhafens auch eine Kapelle, die auf dem Gebiet des heutigen Hopfenmarktes stand. Diese Kapelle war dem heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Schifffahrt geweiht. Diese erste Kapelle war noch aus Holz errichtet. Kurz nach dem Wüten des Schwarzen Todes im Jahre 1353 fing man mit einem Neubau an, wobei es sich um eine dreischiffige Hallenkirche im typischen Stil der sogenannten Backsteingotik handelte. Der erste um 1517 errichtete 153 m hohe Turm brannte schon 1589 ab, der zweite neu errichtete Turm stürzte 1644 nach einem starken Sturm ein. Erst im Jahre 1657 erhielt die Nicolaikirche ihren letzten Turm, der vom Architekten Peter Marquardt errichtet wurde. Er war 122 Meter hoch und galt aufgrund der charakteristischen Kuppeln als Wahrzeichen der Stadt. Erneut wurde dieser Turm am 6. Aug. 1767 durch einen Blitzschlag stark beschädigt.
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St. Nicolai-Kirche im Bau um 1868 |
Turm von St. Nicolai-Kirche Hamburg |
Im Mai 1842 kam das Ende der alten Nikolaikirche. Beim "Großen Brand" von 1842 wurde sie als erstes öffentliches Gebäude ein Opfer des "Großen Brands von Hamburg". Dieses Ereignis erschütterte die Hamburger Bürger aufs Tiefste und führte ihnen den Ausmaß der Brandkatastrophe vor Augen. Das Feuer ergriff um etwas 4 Uhr nachmittags den Turm und es gelang nicht ihn einzudämmen, da es nicht möglich war, Wasser in ausreichender Menge auf den Turm zu bringen. Schließlich stürzte er ein und die Flammen griffen über auf das Kirchenschiff, welches dann vollständig niederbrannte.
Kurze Zeit später beschloss man die Nicolaikirche wiederaufzubauen. Der neue Kirchenbau, entworfen vom englischen Architekten George Gilbert Scott, besaß ein 86 m langes, dreischiffiges Langhaus, dessen Gewölbe bis zu 28 Meter hoch war, dazu ein einschiffiges Querhaus. Besonders ins Auge fiel das in Sandstein gehauene Skulpturenprogramm im Innenraum der Kirche, in Fialen oder Pinakeln (aus Stein gemeißelte, schlanke, spitz auslaufende Türmchen) und auf dem Turm.
Der Baubeginn des neuen Kirchenbaus, welcher ein kleines Stück südöstlich vom alten Standort lag, war 1846 und die Bauarbeiten waren am 27. Sept. 1863 soweit abgeschlossen, so dass die Kirche eingeweiht werden konnte. Der 147,4 m hohe Turm wurde erst im Jahre 1874 beendet. Bis zur Vollendung der Kathedrale von Rouen im Jahre im Jahre 1877 war die Nicolaikirche das höchste Bauwerk der Welt. Mit seinen 142 m war bis dahin das Straßburger Münster für 230 Jahre das höchste Bauwerk.
Im 2. Weltkrieg war dieser Umstand als höchste Erhebung der Stadt für die Piloten der alliierten Luftwaffe ein gern genutztes Ziel- und Orientierungsobjekt bei allen Luftangriffen auf Hamburg. Am 28. Juli 1943 wurde die Kirche durch Fliegerbomben schwer beschädigt und das Dach stürzte ein. Das Innere des Kirchenschiffes erlitt schwere Schäden, die Wände bekamen Risse, blieben aber weitgehend stehen, ebenso der Turm.
Nach dem Krieg entschloss man sich, die Kirche abzureißen und nur den Turm stehenzulassen, wozu u. a. finanzielle Erwägungen und der Wunsch nach einem neuen Kirchengebäude im Hamburger Stadtteil Harvestehude beitrugen. Das Kirchenschiff wurde 1951 abgerissen und die Trümmer benutzte man für die Uferbefestigung an der Unterelbe.
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Turmruine von St. Nicolai |
Gedenkstätte der ehemaligen |
Die stehengebliebenen Reste der Ruine wurden zum Mahnmal gegen den Krieg umgewidmet. Verantwortlich für die Wiederherstellung der Ruine war der 1987 gegründete "Förderkreis Rettet die Nikolaikirche e.V.", welcher von der Stadt und der Kirchengemeinde St. Nikolai sowie verschiedenen Firmensponsoren und privaten Spendern unterstützt wurde. In der Krypta errichtete man ein Dokumentationszentrum.
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die Geschichte der Nikolaikirche
| St. Michaelis-Kirche: |
Das Wahrzeichen der Stadt Hamburg, der heutige "Michel",
wie ihn die Hamburger liebevoll nennen,
ist die dritte große St. Michaelis-Kirche
an dieser Stelle. Die Geschichte der Hauptkirche St. Michaelis begann um 1600.
Außerhalb der Stadt, wo heute die kleine St. Michaeliskirche steht, hatte man
wegen der vielen Toten, die von der Pest hinweg gerafft wurden, einen
Begräbnisplatz angelegt. 1600 erhielt er eine Kapelle, die schon bald darauf zu
einer kleinen Kirche erweitert wurde. Schon bald wurde die Kirche zu klein
und man beschloss im Juli 1647, 200 Meter
weiter westlich, auf dem Platz, wo heute die große St. Michaeliskirche steht,
eine neue große Kirche zu bauen. Die Baumeister Christoph Corbinus und später
der Baumeister Peter Marquard schufen unter ihrer Leitung in 12 Jahren mit
einigen Unterbrechungen den Bau der heutigen großen St. Michaeliskirche. Sie
wurde am 14. März 1661 eingeweiht; der Turm folgte aber erst 1669. Im Jahre
1885 wird St. Michaelis neben den vier Hauptkirchen St. Petri, St. Jacobi, St.
Nicolai und St. Katharinen die fünfte Hauptkirche von Hamburg.
Mehrere Male ging sie in Flammen auf, wurde auf sowohl 1750 wie auch 1906 originalgetreu wiederaufgebaut. Im 2. Weltkrieg war ihre Krypta für viele Hamburger Zufluchtsort vor den Bombenangriffen. Abermals erneute Zerstörungen erfuhr die Kirche in den Bombennächten 1944 und 1945; schließlich bis 1952 aber wieder hergestellt. Von 1983 bis 1996 wurde der Turm in jahrelanger Arbeit grundlegend saniert.
Unbedingt empfehlenswert ist ein Besuch des "Michels", vor allem dann, wenn eines der zahlreichen Orgelkonzerte stattfindet.
Die Kirche ist über das barocke Hauptportal (A) zu
erreichen. Der Innenraum beeindruckt besonders durch seine Farben, die in Weiß,
Grau und Gold gehalten sind. Ungefähr 3000 Menschen können hier Platz
finden.
Der hohe Raum fasziniert besonders wegen der freitragenden Decke, der schönen
Emporen und wegen des 20 m hohen marmornen Altars (B). Auch der 1763 errichtete
Taufstein (C) , sowie der Kanzel (D) sind aus Marmor.
Baumeister Sonnin stiftete 1763 den barocken Gotteskasten (E) am Eingang der Kirche, ein Spendenkasten für die Armen. Zusammen mit dem Taufstein ist er der älteste Schatz der Kirche.
Sehenswert ist das Gruftgewölbe mit der Dauerausstellung "Michaelica". Hier sind die Grabplatten von Ernst Georg Sonnin (1713-1794) und Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) zu finden.
Mit dem Verkauf dieser Gräber finanzierte Sonnin damals den Bau des 132m hohen Turmes mit der größten Turmuhr Deutschland. Die Steinmeyer-Orgel auf der Westempore ist mit 85 Registern und 6665 Pfeifen die größte Orgel der Stadt. Gegenüber steht der 20m hohe, aus kostbarem Marmor gestaltete Altar mit dem Glasmosaik des Auferstehenden
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St. Michaelis-Kirche (Hamburger Michel) A: Hauptportal |
Ein besonderes Erlebnis ist ein Gang auf den "Michel", den 132,14 m hohen Kirchturm. Die Aussichtsplattform liegt auf 82,54 m Höhe. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick auf die Elbe, die nahen Hafenanlagen und den Rest von Hamburg. Der Turm ist über das Portal II. (F) im Südwesten des Gotteshauses zu erreichen. Nur wer gut zu Fuß ist, kann die 449 Stufen erklimmen. Für die übrigen steht ein Fahrstuhl bereit.
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der 132,14 m hohe Turm des "Michels" |
Ein besonders Ereignis ist eines der zahlreichen Orgelkonzerte.
Alle 3 Orgel erklingen zur tägl. Andacht zwischen |
| St. Jacobi-Kirche: |
Die Kirche St. Jacobi liegt im Zentrum
der Hamburger Altstadt und gehört neben St. Michaels, St. Katharinen,
St. Petrie und St. Nikolai zu den 5 Hauptkirchen Hamburgs. Sie liegt in der
Nähe der Mönckebergstraße, von der sie durch eine Häuserzeile getrennt ist.
Die Steinstraße, eine der Hauptstraßen des alten Hamburgs, verläuft im Süden
der
St. Jacobi-Kirche und hatte eine maßgebliche Bedeutung für die Entstehung
der Kirche. An diese Straße grenzt das Kontorhausviertel. Das heutige Umfeld
der Kirche ist in seinen Bauten wesentlich jünger als St. Jacobi - teilweise
entstand es erst im 20. Jahrhundert.
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Jacobi-Kirche um 1830 Bei ihrer ersten Erwähnung im Jahre 1255 war die St. Jacobi-Kirche noch eine kleine Kapelle außerhalb der Stadtmauer am ersten befestigten Weg, der Steinstraße. Sie diente den Pilgern auf ihren Weg nach Santiago de Compostele zur Grabstelle des Apostels und Märtyrers Jacobus des Älteren, aber auch für reisende Kaufleute. Erst nach der Erweiterung der Stadtmauern im Jahre 1620 wurde sie in das Stadtgebiet mit einbezogen. Der Bau wurde im 14. Jahrhundert durch eine dreischiffige Hallenkirche im gotischen Stil, ähnlich der St. Petrie-Kirche ersetzt und etwa hundert Jahre später baute man an der Südseite ein viertes Schiff an. Der Sakristeianbau im Nordosten stammt aus dem Jahr 1438. Heute ist dieser Hamburgs einziges Bauzeugnis gotischer Profan-Architektur. Der Turm der Kirche bestand im Mittelalter aus fünf Stockwerken, besaß allerdings keinen Turmhelm, sondern schloss mit zwei parallelen Satteldächern ab. Der 1587 und 1590 gebaute Turmhelm, hat Ähnlichkeit mit der spätgotischen Gestaltung der St. Gertrudenkapelle. |
| Dies ist eine originalgetreue
fotografische Reproduktion eines zweidimensionalen Kunstwerks. Das
Kunstwerk an sich ist aus dem folgenden Grund gemeinfrei:
Die urheberrechtliche Schutzfrist ist abgelaufen. Dies gilt für die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers. |
Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgten weitere Veränderungen des Kirchenbaues. Aufgrund statistischer Probleme am westlichen Ende der Kirche begann man unter der Leitung von Johann-Nikolaus Kuhn mit der Sicherung des Fundamentes und auch das Mauerwerk wurde dabei verstärkt; hierdurch wurde die Westfront auch in ihrem Aussehen verändert.
Wie viele andere Kirchen auch diente
St. Jacobi Anfang des 19. Jahrhunderts den napoleonischen Truppen als
Pferdestall.
Der spätgotische Turmhelm wurde 1826/27 wegen Baufälligkeit abgerissen um
ersetzte ihn durch einen neuen. Noch einmal erfolgten zwischen 1859 und 1869
umfassende Veränderungen wie u. a. die Erneuerung des Kupferdaches durch eine
Schieferbedeckung und eine neogotische Eingangshalle an der Südseite des
Kirchenbaus. Der Innenraum wurde Ende des 19. Jahrhunderts erneuert.
Im 2. Weltkrieg wurde die St. Jacobi-Kirche stark beschädigt. Glücklicherweise konnte man die historische Innenausstattung in Sicherheit bringen. Nach Kriegsende begann man 1951-1963 mit der Wiederherstellung von St. Jacobi. Nur der Turm wurde modern gestaltet. Bereits 2001 musste aber erneut saniert werden, denn das Kupferdach war undicht und es bestand die Gefahr, dass die herunterfallenden Platten zur Gefahrenquelle wurden. Durch ein Gerüst geschützt, hinter dem sich der Turm ein ganzes Jahr lang "versteckte" wurden die alten Kupferplatten am Turmschaft und auf dem Turmhelm entfernt und das darunter liegende Gerüst verbessert. Danach wurde diese Fläche mit neuem Kupfer, gestiftet von der Norddeutschen Raffinerie, neu eingedeckt. Gleichzeitig erneuerte man die alte Kirchturmuhr und die Kugel an der Spitze des Turmes wurde ebenfalls restauriert. Diese Arbeiten waren 2002 beendet und nun ist der 124,5 Meter hohe Turm der Jacobi-Kirche wieder in voller Pracht zu sehen.
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Das Kirchenschiff von St. Jacobi |
Der Anbau der St. Jacobi-Kirche Hamburg |
Sehenswert sind die drei Altäre aus dem Mittelalter:
den St.-Trinitatis-Altar im Hauptchor (um 1518),
den St.-Petri-Altar im 1. Südschiff (1518),
der aus dem Hamburger Marien-Dom stammende St. Lukas-Altar im 2.Südschiff (um 1500)
Beachtenswert ist auch der ursprünglich als Bibliothek
dienende Herrensaal, der seit 1543 Versammlungssaal der Kirchherren war und der
1710 eine neue Ausstattung bekam. Die Deckengemälde mit Bürgertugenden stammen
ebenso wie die Landschaftsgemälde an den Wänden aus der Werkstatt von Johann
Moritz Riesenberger den Jüngeren (1673-1740)
An den Wänden werden auf Wappentafeln die
Pastoren, Kirchspielherren und Geschworene seit dem 16. Jahrhundert genannt. Charles
Crodel führte 1959-63 die Glasmalereien an den
Chorfenstern aus.
Im Turm befindet sich ein 1959 von "Rincker" in Sin (Hessen) gegossenes Geläut mit der Disposition a°-c'-d'-f'-g'-b'-c".
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| Der St.-Trinitatis-Altar im Hauptchor der Kirche | Arp-Schnitger-Orgel von 1693 |
| Bildurheber: Daniel
Ullrich, Threedots - 6.10.2005 (aus der freien Enzyklopädie Wikipedia ) GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Vers. 1.2 Originalbild ist - hier - zu finden. |
Bildurheber: Daniel
Ullrich, Threedots - 6.10.2005 (aus der freien Enzyklopädie Wikipedia ) GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Vers. 1.2 Originalbild ist - hier - zu finden. |
Die Arp-Schnitger Orgel von 1693 zählt zu den bedeutendsten erhaltenen großen Barockorgeln und verfügt auf der Westemporeet über vier Manuale, ein Pedal und 60 Registern, darunter 15 Zungenstimmen und ca. klingenden 4000 Pfeifen. Sie ist damit die größte erhaltene Barockorgel im nordeuropäischen Raum. Zwischen ihrer Erbauung und der teilweisen Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche grundlegende Restaurierungen vorgenommen, jedoch blieb der eigentliche schnitgersche Bestand vor tiefgreifenden Eingriffen verschont. Seit ihrer festlichen Wiedereinweihung Ostern 1993 ist sie jeden Sonntag im Gottesdienst zu hören.
| Landungsbrücken: |
Die Landungsbrücken sind das Herzstück des alten Hamburger Hafens. Der richtige Name ist eigentlich St.-Pauls-Landungsbrücken, weil sie im gleichnamigen Stadtteil St. Pauli stehen. Von den Landungsbrücken aus starten die berühmten Hafenrundfahrten in Barkassen oder in den größeren HADAG- oder Fahrgastschiffen.
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Von den Landungsbrücken aus starten die Barkassen
zu den Hafenrundfahrten |
Von hier verließen Millionen von Auswanderern ihre europäische Heimat um in Übersee ein neues Leben anzufangen. Nicht alle erreichten ihr Ziel. Während der leidvollen Überfahrt wurden die Passagiere unter unhygienischen Bedingungen massenweise in die Zwischendecks gestopft. Später verbesserten sich die Bedingungen im Laufe des 19. Jahrhundert spürbar.
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der alte Elbtunnel - St. Pauli- Landungsbrücken |
Überseebrücke mit Museumsschiff und beleuchteter
Englandfähre |
1839 wurden die Landungsbrücken als Anlegeplatz für die großen Dampfer errichtet. 1953-55 erneuerte man die 688 m lange Pontonanlage völlig neu. An 364 Tagen (außer an Heiligabend) starten von hier aus die Hafenrundfahrten.
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Der Schaufelraddampfer
Louisiana Star in Hamburg auf der Elbe |
Zu einer der größten Attraktionen im Hamburger Hafen und auf der Elbe gehört zweifellos der Luxus-Schaufelraddampfer Louisiana Star. Das größte Schiff der STAR FLOTTE ist eines der schönsten Veranstaltungsflussschiffe Europas. Es gehört seit seiner Taufe im Jahr 1999 zu den Highlights im Hamburger Hafen.
Die Louisiana Star verströmt mit ihrem imposanten Schaufelrad und den Galerien, sowie den Bögen und Säulen ein berauschendes Südstaaten-Flair. Breite Treppen, rote Teppiche und poliertes Messing schaffen ein Ambiente von üppigem Luxus. Natürlich ist das Schiff mit modernster Technik ausgestattet und bietet den Besuchern allen Komfort eines Luxus Dampfers.
Lange Zeit waren die Landungsbrücken Anlegepunkt für die Fährschiffe nach England. Seit 1991 wird der Fährverkehr mit Großbritannien ca. 1 km westlich der Landungsbrücken am Edgar-Engelhard-Kai abgewickelt. Jährlich laufen rund 30 Luxusliner in Hamburg ein. Je nachdem, ob sie Station machen oder nur Ausrüstung an Bord nehmen ist ihr Anlegepunkt die Überseebrücke oder der "Kuhwerder Hafen".
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Die Landungsbrücken |
Für hungrige Frühaufsteher ist der "Fischmarkt" der ideale Platz um Markschreier und Meeresgetier zu bewundern. |
Ursprünglich wurde auf dem 1730 eingerichteten Altonaer Fischmarkt nur Fisch - vorwiegend frischer Hering - verkauft. Heute ist hier für den Frühaufsteher fast alles zu haben (sonntags 5-10 Uhr, im Winter ab 7 Uhr). Pflanzen, Lebensmittel, Antiquitäten und auch Kitsch!
Nächtliche Szenegänger auf dem Weg nach Hause, sowie sonntägliche Frühaufsteher und viele Touristen tummeln sich auf dem Fischmarkt sowie natürlich auch Hausfrauen und Gastwirte, die frische Lebensmittel für die sonntägliche "Brunchtafel" einkaufen. Aber erst gegen Schluss kann man ein richtiges "Schnäppchen" machen, wenn Marktschreier das ganze Bündel Bananen "für n'Euro" feilbieten. Fischmarktfeeling pur erlebt man, wenn die wahren Marktschreier, die sogenannten Rappohändler, wie "Aal-Trude" und ihre Kollegen zur Höchstform auflaufen und den frischen Fisch im Eifer des Gefechtes "verbal" auf Walformat bringen.
"Ein Fisch namens Wanda?" Es ist immer sehr spaßig, wenn die Hamburger Originale ihre zuweil derben und anzüglichen Scherze betreiben und so richtig loslegen. Das ist eine Attraktion, die man nicht verpassen sollte.
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Sicherlich ist hier nur ein kleiner Teil der vielen "Fassaden" meiner Heimatstadt Hamburg aufgeführt. Aber mehr würde den Rahmen dieser eigentlich dem alten Ägypten gewidmete Homepage sprengen. Die Rubriken meiner Heimatstadt Hamburg, meinem jetzigen Wohnort Neu Wulmstorf, die alte "Schwedenstadt Stade" und die Stadt "Buxtehude" in der näheren Umgebung geben vielleicht einigen Lesern einen kleinen Anstoß für einen Trip in den Norden Deutschlands.