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Der König plante wohl ein Bauprogramm, welches das seines Vaters noch übertreffen sollte, dies wurde jedoch durch seinen frühen Tod verhindert. Auch überschätzte der König wohl seine finanziellen Möglichkeiten. Bei den selbständigen Bauten Ramses IV. standen natürlich Grabanlage und Totentempel im Vordergrund. Das Grab ist jedoch der einzige erhaltene Bau, den der König zu Ende geführt hat.
Abgesehen von den Bemühungen um einen eigenen Totentempel, finden sich nur wenige Spuren einer selbständigen Bautätigkeit. Meistens besitzen wir nur seine Namen und Titulaturzeilen auf älteren Bauten seiner Vorgänger, wo er sie hinzufügen ließ, um sie damit für sich zu adaptieren - ein Verfahren das für ägyptische Könige ja nicht ungewöhnlich ist, aber mit der fortschreitenden Ramessidenzeit immer mehr bevorzugt wird.
So in Gerf Hussein und Buhen, Edfu, Esna, Armand, Medinet Habu, dem Ramesseum, Karnak und Luxor Koptos, Medamud, Tod, Abydos und Memphis.
| El
Tod: |
Inschriften an den Türpfosten, Pfeilern und Schranken:
| „ Erneuern des Denkmals, das der (König) gemacht hat. “ |
| Raum Theben: |
| Karnak und Luxor: |
Im Tempelbezirk von Karnak finden sich Inschriften über Opferstiftungen. Im großen Säulensaal (Hypostyl – Saal), der von Sethos I. schon fast vollständig dekoriert worden war und kaum noch Platz ließ, ließ er noch weitere Darstellungen an Wandbereichen anbringen sowie Schriftzeilen auf 103 Säulen und ihren Basen. Er führte hier aber auch Restaurierungsarbeiten durch. Außerdem führte er die Arbeiten weiter die Ramses III. bei der Festhalle Thutmoses III. begonnen hatte.
Im Cachette–Hof ließ Ramses IV. eine große Inschrift über Opferstiftungen am Ende seines ersten Jahres anbringen – Große Opferliste Cachettehof: In den Angaben für Brote wird in jeder Zeile hinter der Stückzahl die dafür notwendige Getreidemenge genannt. Es werden Opfer von Bier, Brot, Rindern und anderen Lebensmitteln aufgezählt.
Ramses IV. ließ eine Kolossalstatue am 8. Pylon (wohl von Sethos I.) mit seinen Kartuschen versehen.
Im Bezirk des Muttempels begnügte sich Ramses IV. dagegen nur auf Zusätze auf schon dekorierten Bauteilen.
Im Chons-Tempel zu Karnak waren zum Zeitpunk des Todes Ramses III. erst das Sanktuar und die umliegenden Räume fertiggestellt; Ramses IV. ließ nun die Dekorationen des Umgangs um das Sanktuar in hoher Qualität ausführen.
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Ramses IV. empfängt die Königsinsignien durch Amun, |
Eines der Reliefs zeigt den König opfernd vor einer ithyphallischen Gottheit. Eine ähnliche Darstellung gibt es in Medinet Habu, aber mit eine sitzenden Gottheit. Da die Darstellung der Gottheit leider keine Beischrift aufweist, kann nur spekuliert werden um welche Gottheit es sich hier handelt.
Wahrscheinlich ist es eine Darstellung eines löwenköpfigen Min – Amun – Kamutef, oder vielleicht Sachmet als Amun – Min.|
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Ramses IV opfernd vor einer ithypallichen
Gottheit ( Fotoquelle: Gitta Warnemünde) |
Umzeichnung des Tempelreliefs |
Es kann aber auch sein, dass aufgrund des sehr
deutlich dargestellten Penis dieses der Gott Amun-Min sein soll, zumal die
Gestalt auch die bei Amun-Min typische angewinkelte Armhaltung hinter dem
Rücken aufweist.
Zumeist bezeichnen die Fachleute diese Göttin/Gott einfach als
"löwenköpfiger Amun".
Luxor
Ebenso hat Ramses IV. im Luxortempel keine eigenen Bauteile ausgeführt, aber viele Zusätze hinterlassen, die zum Teil später auf Ramses IV. geändert wurden.
| Theben-West: |
| Medinet Habu: |
Mehrfach hat Ramses IV solche Titulaturzeilen im Totentempel seines Vaters in Medinet Habu anbringen lassen: so die große waagerechte Inschriftenzeile unter der Prinzenprozession, die seinen anfänglichen Thronnamen und Titel wiedergibt und außerdem auf seine "Bautätigkeit" hingewiesen, sowie vielleicht seinen Namen bei der ersten Prinzenfigur hinzufügen ließ, falls dies nicht erst sein Bruder Ramses VI., tat als er insgesamt den Prinzendarstellungen Namen und Titel beifügen ließ.
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Weiheformel
– Nordseite des 1 Hofes – Sockeltext: „ (Werk des) (Königs),
das er gemacht hat als < sein > Denkmal für seinen Vater Amun –
Re, König der Götter, Herrn des Himmels, Herrscher der Neunheit, (nämlich)
das Machen für ihn |
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Südliche
Hälfte des 2. Pylons – untere Inschriftenbänder: |
| Ramesseum: |
Ebenso im Totentempel Ramses II. dem sog. Ramesseum, in den Tempelanlagen von Karnak und im Tempel Ramses II. in Abydos; dazu ist Ramses IV. im ramessidischen Tempel von Edfu bezeugt und hat sich auch an einigen Orten Nubiens durch seine Kartuschen verewigen lassen.
Neue Bauprojekte des Königs: |
| Theben-West: |
Völlig neue Tempelanlagen zu errichtete begann Ramses IV. vor allem auf dem thebanischen Westufer. Neben dem Taltempel der Königin Hatschepsut entsteht ein mit Säulen versehener Tempel, mit dem Teile der Aufwege von Mentuhotep II., Hatschepsut und Thutmoses III. überbaut werden; damit gab der König den Auftakt zu den Verwüstungen im Bereich des sog. Asasif, wie Eigner gemeint hat. In den Fundamenten dieses Tempels hat man Spolien aus älteren Anlagen wiederverwendet, so ein herrliches Relief von Thutmoses III., das sich jetzt im Metropolitan Museum in New York befindet.
Etwas weiter südlich sollte der eigentliche Totentempel des Königs entstehen, geplant in gewaltigen Dimensionen und offenbar nach dem Vorbild der Anlage von Medinet Habu nur eineinhalbmal so groß.
Bei der Untersuchung des Baues (bei dem auch der Grundriss aufgedeckt wurde, er sollte zwei Höfe und zwei Pylone erhalten) fanden Winlock und Lausing 1934 / 35 sieben intakte Gründungsdepositar mit Hunderten von Objekten, die sich jetzt teils in Kairo, teils in New York befinden.
Ein weiteres Depot wurde 1971 bei der Nordwestecke des Tempels durch Manfred Bietak entdeckt, dazu hieratische Aufschriften, die einzelne Etappen der Arbeit festhalten und die große Eile der Ausführung dokumentieren, sogar an den Epagomenen (die Tage die „ hinzugefügt werden“) von den Ägyptern „ hrjw rnpt “ genannten Tage, wurde gearbeitet. Leider wird daraus das Regierungsjahr nicht genannt, dafür aber als Bauleiter Usermaatrenacht, der Sohn des Hohenpriesters Ramsesnacht.
Auch im Totentempel wurde in großer Zahl ältere Bauteile verwendet, vor allem Triumpf– und Kultszenen von Ramses II., dazu vom Taltempel der Hatschepsut und vom Totentempel
Amenophis I. Später haben Ramses V. und Ramses VI. die Arbeit an der Dekoration weitergeführt – im ganzen Tempel findet sich nicht eine Kartusche Ramses IV., nur auf den Grundsteinbeigaben blieb sein Name erhalten – doch blieb die Anlage unvollendet. Zur Zeit seines Todes war man wenig über die Fundamente und die ersten Schichten der Mauern hinausgekommen.Die Planung hatte sich als zu ambitiös erwiesen, und vielleicht wurde die Funktion als Totentempel für den König von einem kleinen, recht bescheidenen und im Oberbau völlig zerstörten Gebäude übernommen, das Ramses IV. unmittelbar nördlich des Totentempels von Amenophis, Sohn des Hapu, errichten ließ (heute Nag Kom Lolah genannt). Im Papyrus Wilbour wird erwähnt, dass es einen Totenkult für den König gab, außerdem wird er in den Gräbern Theben TT 359 und TT 65 aus der Zeit Ramses IX. verehrt.
Die Kultstätte für den verehrten und schließlich vergöttlichten „ Weisen Amenophis “ wurde dann in der 21. Dynastie auf Kosten der Anlage von Ramses IV. erweitert. Damals spielte der Bau sicher keinerlei Rolle mehr. Von der Tätigkeit Ramses IV. in diesem Bereich zeugt noch ein weiteres Gründungsdepot, das im nahegelegenen Totentempel von Aja / Haremhab gefunden wurde.
Für einen persönlichen Besuch des Königs in Theben während seiner Regierungszeit gibt es keine sicheren Zeugnisse; das Opet-Fest war zwar bisher ein beliebter Anlass für solche Besuche, doch könnte der Anschlag auf Ramses III., der vielleicht bei dieser Gelegenheit stattfand, den König zu größerer Zurückhaltung veranlasst haben.
Tempelbauten in Theben– West:
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Belege:
Weinkrugaufschrift, gefunden im Bereich des Ramses IV. zugeschriebenen Tempels am östlichen Rand des Mentuhotep–Aufwegs im Asasif, in der Nähe eines Gründungsdepots.
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„ [Regierungsjahr
……. Wein] vom dritten Tag vom Weinberg des Hauses der Millionen an
Jahren des Königs von Ober – und [Unter]ägypten [ … ] unter der
Leitung des Sempriesters |
Ein Millionenjahrhaus Ramses IV. wird auch in mehreren hieratischen Weinkrugaufschriften genannt, die eine österreichische Grabung 1969/1970 im gleichen Bereich wie das oben genannte gefunden wurden, ebenfalls in der Nähe eines Gründungsdepots dieser Anlage.
Dieser Tempelbau am östlichen Rand des Mentuhotepaufwegs im Asasif gelegen, war in einem ungewöhnlich großem Maßstab geplant worden. Seine in den Fels gehauene Fundamentwanne umfasst ca. 240 x 60m und übertrifft damit die Tempelanlage Ramses III. in Medinet Habu. Vermutlich wurde der Bau nicht zu Ende geführt.
Für die Tempelfundamente wurden der östliche Abschnitt des Aufwegs zum Mentuhotep–Tempel in seiner ganzen Breite und die südliche Begrenzungsmauer des Thutmosis III. – Aufwegs zerstört. Die Anlage bestand, soweit dies rekonstruierbar ist, aus einem Pylon, zwei Höfen, einem Säulensaal und dem hinteren Tempelteil mit dem Sanktuarien.
Eine ganze Reihe von Gründungsdepots dieses Baus wurden gefunden.
Vom Bau selbst fanden sich über 700 Fragmente von relegierten und bemalten Kalkstein und Sandsteinblöcken, die zu einem großen Teil aus älteren Tempelbauen stammen und hier wiederverwendet wurden. Auf keinem dieser Blöcke konnte Ramses IV. namentlich nachgewiesen werden. Einige Fragmente tragen jedoch die Kartusche König Ramses V. und Ramses VI. wobei letzterer weitaus häufiger vertreten ist. Zu diesen Blöcken zählten auch Teile von Säulenschäften und Kapitellen. Es ist also anzunehmen, dass man bei der Errichtung des Baues recht weit vorangeschnitten war, als die Arbeiten eingestellt wurden.
Da von Ramses IV. keine Dekorationsreste gefunden werden konnte, ist anzunehmen, dass der Bau bei seinem Tod nicht über die Fundamente und vielleicht einen Teil des Rohbaus hinausgekommen war.
Hierzu passt die Erwähnung eines Regierungsjahres 6, das sich nur auf Ramses IV. beziehen kann, auf einem Block, der zur Korrektur einer Fundamentwannenkante benutzt worden war.
Seine Nachfolger Ramses V. und Ramses VI., führten dann offensichtlich die Arbeiten weiter fort, konnten den Bau jedoch auch nicht vollenden. Spätestens nach der 20. Dynastie wurde der Tempel als Steinbruch benutzt und bildete in der Spätzeit einen flachen Schuttplatz.
Es existiert noch eine zweite Anlage die Ramses IV. in Theben – West baute. Es handelt sich um einen Kolonnadenbau, etwa 100m nördlich vom großen Asasif – Tempel, im Bereich des Taltempels der Hatschepsut. 1911 entdeckte Carnavon / Carter dort elf Säulenfundamente, angeordnet als Ost – West verlaufende Doppelkolonnade mit einem Gründungsdepot Ramses IV. in der nordöstlichen Ecke. Das Metropolitan Museum fand bei seinen Grabungen in diesem Areal noch ein weiteres Gründungsdepot.
Offenbar plante Ramses IV. eine weitreichende Umgestaltung der kulttopographischen Gegebenheiten im Vorgelände der Tempel von Deir el – Bahari.
Durch die überwiegende Zerstörung des Mentuhotep und
des Thutmosis III. – Aufweges wurden zwei der drei großen Prozessionsstraßen
im Asasif blockiert. Beide Seitenmauern des
Mentuhotep–Aufweges und die südliche Mauer des Thutmosis
III. – Aufweges wurden größtenteils bis nach Deir el – Bahari
hin abgebrochen, um Baumaterial zu gewinnen. Zugänglich waren die
Tempel im Talkessel von Deir el–Bahari damit im Rahmen von Prozessionen nur
noch über den Hatschepsut–Aufweg, der weitgehend intakt blieb.
Von Ramses
IV. existiert noch ein drittes Bauprojekt in Theben – West, es liegt
nördlich des Tempels des Amenophis,
Sohn des Hapu. 1937 entdeckte Robichon /
Varille unmittelbar nördlich vom Amenophis – Tempel Teile einer Anlage, die
teilweise über den Fundamenten des
sog. „ temple
anonyme Nord “ liegen. Die Umfassungsmauer,
mit welcher der Amenophis–Tempel
vermutlich in der 21. Dynastie gleichzeitig mit der Neuordnung des Kultes
umgeben wurde, schneidet in den südwestlichen
Teil dieser Anlage ein.
Da
Robichon / Varille
Ihre Gründe für die Zuweisung diese Baus an Ramses IV. nennt Robichon / Varille leider nicht. Es ist daher auch keineswegs gesichert, dass diese Anlage tatsächlich mit Ramses IV. in Verbindung zu bringen ist.
Es existiert sogar noch eine vierte Anlage Ramses
IV. in Theben – West, nördlich des
Eje / Haremhab–Tempels. Hölscher fand in der
nordwestlichen Ecke des Tempelbezirks von
Eje / Haremhab zwei Gründungdeposite Ramses IV – einige Objekte davon befinden sich in Kairo
mit den Nummern JdE
60097 – 60133, der Rest
ist in Chicago.
Da Hölscher keine weiteren Spuren von Bauaktivitäten Ramses IV. in der Nähe dieser beiden etwa zwei Meter auseinander liegenden Gründungsgruben fand, nahm er an, dass Ramses IV. hier für sich oder einen nahen Verwandten einen Totentempel plante, der jedoch nie ausgeführt wurde. Aus der relativ geringen Entfernung zwischen dem Haremhab–Tempel und den Gründungsgruben schloss er, dass es sich um eine recht kleine Anlage gehandelt haben muss. Dies kann aber nicht als gesichert gelten. Allein aus den zwei Gruben ist die Größe des Baues nicht ablesbar und vermutlich wurde die Umfassungsmauer des Haremhab–Tempels von ihm überschnitten.
Auch ist das Gebiet westlich der Gründungsdepositen unausgegraben, und so besteht die Möglichkeit, dass ein ursprünglich vorhandenes Bauwerk in späterer Zeit entweder völlig zerstört oder dass Teile davon noch aufzufinden sind. Die verschiedenen Tempelbauten Ramses IV. werden zumeist so interpretiert, dass Ramses IV. zuerst ein großes Projekt im Asasif begann, was sich bald als nicht realisierbar entpuppte, worauf er einen bescheidenen Totentempel bei Medinet Habu anlegen ließ.
Dies ist aber reine Spekulation und wahrscheinlich nicht aufrecht zuhalten.
Für die Kolonnadenanlage Ramses IV. am östlichen Ende des Hatschepsut – Aufweges wurde
der Vorschlag gemacht, sie als Neugestaltung des unteren Aufwegs der Hatschepsutanlage zu interpretieren.
Der große Asasif – Tempel ist vielleicht als ein missglückter Versuch Ramses IV. zu verstehen, die Anlage Mentuhoteps II. in Deir el – Bahari zu ergänzen, wenn nicht sogar in weiten Teilen funktional zu ersetzen.
Ramses IV. hätte demnach primär beabsichtigt einen neuen Aufenthaltsort für die Kultbildbarke des Amun–Re von Karnak beim Talfest zu errichten, bevor diese weiterzog in die Kultanlage des jeweils regierenden Königs, die vermutlich den Endpunkt des Prozessionszuges bildete.
Zur Architektur des Tempels:
Ungewöhnlich großer 1. Hof, insbesondere fällt seine Tiefe auf.
Doppelkolonnaden im 1. Hof, an der Nord -, Ost – und Südseite. Nach Winlock
bestand ein beträchtlicher Höhenunterschied zwischen dem 1. und 2. Hof und
wieder zwischen den 2. Hof und dem inneren Tempelteil.
| Abydos: |
In seiner Stele Kairo, JdE 48831 spricht
der König auch über Baumaßnahmen hier vor Ort:
| „ …… (Werk des) (Königs), das er gemacht hat, als sein Denkmal für seinen Vater Osiris – Chontamenti, den großen Gott, Herrscher der Ewigkeit … “ |
Raum Memphis |
In Memphis hat Ramses IV. den Granitkoloss Ramses II., der leider lange Zeit vor dem Hauptbahnhof in Kairo stand und sich seit kurzen auf dem Gazeplateau befindet, durch einfache Änderungen der Kartuschen für sich übernommen, die Inschrift auf dem Rückenpfeiler ließ er unangetastet, wohl weil die Statue vor einer Pylonwand stand.
Im Palast des Merenptah
zu Memphis fügte er Titulaturzeilen hinzu, aber es gab dort auch
vielleicht mindestens eine originale Statue des Königs.
1949 wurde in Mit–Rahnia eine Statue des Königs entdeckt, von der jedoch nur mehr der Oberkörper erhalten war. Nach der Armhaltung handelte se sich wahrscheinlich um eine Sitzfigur. Sie ist aus Rosengranit gefertigt, ihre heutige Höhe beträgt nur mehr einen Meter. Ihr Gesicht ist stark zerstört, der König ist gezeigt mit einer bis auf die Schultern herabfallende Strähnenperücke.
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Inschrift
auf ihrem Rückenpfeiler: Rechts: |
Aus Memphis stammt auch eine Statue seines Wesirs Neferrenpet.
| Heliopolis: |
Im Norden des Landes bildete
Heliopolis einen Schwerpunkt. Der König setzte hier die Arbeiten an einem in
der nördlichen Hälfte der großen Tempelumwallung gelegenen Tempelkomplex
fort, der wahrscheinlich auf Ramses
II. zurückgeht und von
Ramses III. weiter gefördert wurde; von dort
stammt auch ein einzelner Obelisk der sich heute in Kairo
Da es sich bei dem Obelisken um ein Einzelstück handelte und nicht um ein Obeliskenpaar, kann er nicht vor einem Tempelpylon aufgestellt gewesen sein.
Auf jeder seiner Seiten trägt es eine Inschrift, die in zwei Kolumnen große Elogen auf den König enthält, der als „ geliebt von den Gottheiten von Heliopolis “ bezeichnet wird.
Eine der Weiheinschriftenzeilen, wahrscheinlich die für die Vorderseite bestimmte, verrät uns auch den Namen des Obelisken:
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„ (Werk des) (Königs)
(Heqamaatre)|, das er gemacht hat als |
Die Zuweisung eines Eigennamens an einen Obelisken ist
singulär (es war üblich großen Statuen Namen zu geben), dies mag damit
zusammen hängen, dass er nicht zu einem Paar gehörte. Trotz
der Behauptung des Königs dass es sich um einen „ großer
Obelisk “ handle, kann dieser Obelisk
aber vor seiner Zerstörung kaum höher als zweieinhalb Meter gewesen sein.
Nicht ausgeschlossen werden darf allerdings die Möglichkeit, dass er ursprünglich
nur ein Modell eines größeren war.
Nefers Gästebuch
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