Pyramide Djoser



Biografie Djoser

Bautätigkeit König Djosers:

 

Heliopolis:

Relieffragment von einem Naiskos des Djoser aus Heliopolis:
Turin Inv. Suppl. 2671/21
Relieffragment: Material 
Kalkstein
Maße: 
Höhe 13,5cm; Breite 3,7cm; Dicke 4cm

Spuren eine Bautätigkeit Djosers  finden sich in Heliopolis. Hier fanden sich in der 65m dicken Hügelumwallung Fragmente eines Naiskos mit der ältesten Darstellung der Götterneunheit von Heliopolis. Dies weist wohl auf die Gründung einer Kapelle vor Ort, für den Königskult und die Neunheit von Heliopolis hin.  

Es handelt sich um einen kleinen Naiskos aus Kalkstein, dessen Darstellungen das Sedfest des Königs zum Gegenstand haben: so sind neben Thronszenen Fragmente der Kultläufe des Königs mit mks und Tierschwanz erhalten, Upuaut – und Chons-Emblem, sowie eine Reihe menschengestaltiger Götter (darunter auch eine Göttin), die als Mitglieder der heliopolischen Neunheit identifiziert werden könnten, die der König im Verlauf eines Sedfestes aufsucht.

Dieser Schrein – es handelt sich nicht wirklich um einen „ Kultschrein “, wie manchmal geschrieben wird, sondern um Fragmente eines kleinen „ Kästchens “, das vielleicht Behälter für eine Kultstatuette des Djosers gewesen ist.

Auf den Fragmenten haben sich die Darstellungen von Schu, Geb und Seth erhalten, sie versprechen dem König:

„ Wir geben ihm alles Leben, das von uns ausgeht, wir geben ihm alles Glück, das von uns ausgeht, wir lassen ihn Regierungsjubiläen feiern. Wir entgelten ihm, was er für uns getan hat, mit allem, was er liebt. Das, was er sagt, soll getan werden. “

Die Neunheit von Heliopolis bestand aus Atum, Schu, Tefnut, Geb, Nut, Osiris, Seth, Isis und Nephthys.

Relieffragment von einem Naiskos
des Djoser aus Heliopolis


Weiter nicht einzuordnende Fragmente im Museum Turin


Gebelein:

Spuren eine Bautätigkeit des Königs sind durch zwei Blöcke in Gebelein belegt.

Elephantine:

Hier fanden sich vier Gefäßverschlüsse in Form von Kegelstümpfen.

jz - dfA   xrp - xntt  xrj - hrw  Ntrj - Xt   Sm   mHw  sns.tt (j)  hrw.  NTrj - Xt  Sms - njswt  ra - nb   hrw  NTj - Xt

jz DfA =  Lebensmittelmagazin

xpr xntt   =  Leiter der Keller

sms njswt ra nb  =  Gefolgsmann des Königs an jedem Tag

                                                                                               
Grabbau in Bet Challaf:


Dieses gewaltige, massiv aus Ziegeln errichtete Grabbau (das ganze Massiv nicht nur die Außenmauern, besteht aus regelmäßigen Lagen von Lehmziegeln) steht auf dem Westufer des Nils ca.18km nördlich von Abydos bei Beit Challaf, gegenüber dem modernen Girga.

Auf der flachen Wüstenebene westlich von Beit Challaf wurden fünf Ziegelmastabas unterschiedlicher Größe entdeckt, die kleine einheitliche Ausrichtung und Zugehörigkeit zueinander erkennen lassen.

Die größte Anlage, K 1, steht auf einer markanten sandigen Erhebung des Geländes. Ihre Größe von 85,5 x 46,20m ( = 136 x 88 Ellen) und die heute noch erhaltene Höhe von 8m (einst wohl 10m) ist enorm.

In Kombination mit den in den unterirdischen Anlagen gefundenen Siegeln mit den Herrschernamen des Peribsen, der Königin Nimaathep (ein Siegel der „ Mutter des Königs von Ober – und UnterägyptenNimaathap/ Nj mAat - !p) und des Netjerichet wurde dieses Grabmal fälschlicherweise einem König oder einer Königin zugeschrieben. Die wenigen erhaltenen Siegelabrollungen besagen jedoch nichts über den Besitzer (manche Fachgelehrten identifizieren den Bau als Kenotaph eines Herrschers dieser Zeit), daher muss der Erbauer von K 1 vorerst unbekannt bleiben. Ziemlich sicher ist, dass der Bau zur Regierungszeit König Djoser errichtet wurde.

Die Außenseiten der Grabfassade waren nicht vertikal errichtet, sondern weisen eine leichte Neigung und einen markanten Knick im oberen Abschnitt auf. Der innere Aufbau des Massivs dürfte – auch wenn dies ohne gezielte Nachuntersuchung nicht zu entscheiden ist – aus Schalen, ähnlich der Konstruktion der Stufenpyramide bestehen.

Laut Swelim soll das Massiv einen natürlichen und mit Mörtel befestigten Tumulus aus Wüstenschotter umschließen . An den Außenseiten sind weder Nischendekoration noch Kultbauten nachgewiesen. Im nördlichen Abschnitt der Ostseite führt eine Rampe von Osten kommend durch das Massiv auf das Dach des Grabbaus.

Eine ähnliche, jedoch kleinere Rampe wurde auch an der Ostseite der Mastaba K 3 dokumentiert. Eine eigenständige und nicht in das Massiv des Graboberbaus führende Rampe wurde in Resten an der Südseite der Anlage K 2 festgestellt – diese Mastaba wird oft in die Zeit König Sanacht gesetzt

Über einen zweifach geknickten Stiegenabgang gelangt man in die 20m unter der Oberfläche liegende Felsräume. Auf einer gesamten Länge von über 40m führt der Nord – Süd – Korridor mit 30° Neigung in die Substruktur und wird von sechs Fallsteinen blockiert, die in eigenen Fallsteinschächten heruntergelassen wurden. Mit zunehmender Tiefe nahmen die Blöcke an Umfang und Gewicht zu.

Maße des ersten Fallstein im Norden:  3,30 x 1,50 x 0,45m,
Er hatte nur ein Gewicht von etwa
5 Tonnen. Der südlichste erreichte bei einer Abmessung von 5 x 3 x 0,50m ein Gewicht von etwa 17 Tonnen.

Der Anfang dieses Korridors war noch getreppt und erst hinter dem zweiten Fallstein führte eine Rampe schräg nach unten. Die Deckenkonstruktion des Abgangs bestand im Massiv des Oberbaus aus einem einfachen Ziegelgewölbe; einem der ältesten erhaltenen in Ägypten.

Bei der Freilegung des Grabes war der Eingangskorridor angefüllt mit einer Unmenge an Beigaben, bestehend aus einigen 100 Steinschalen sowie Modellgefäßen und Opfertischen aus Alabaster, die fast ausnahmslos in Fragmente zerschlagen waren. Eine kupferne Axt, Feuersteinklingen und tönerne Weinkrüge waren weitere Objekte, die sich in der Schlammfüllung des Korridors erhalten haben. Offenbar hatten die Baumeister nach dem Deponieren der Beigaben den gesamten Eingangskorridor schrittweise von unten nach oben mit zähflüssigen Nilschlamm aufgefüllt, wobei man etappenweise auch die in Position gehaltenen Fallsteine herunterließ, um ein späteres Eindringen in das Grab zu verhindern.

Lediglich der südlichste Schacht blieb bis zur eigentlichen Bestattung offen und bildete trotz des gigantischen Sicherheitsaufwands den Schwachpunkt dieses „ funerären Tresors “.

Die Grabräuber, offenbar in Kenntnis des inneren Aufbaus (?) der Grabanlage, arbeiten sich gezielt in diesem Schacht bis zum Boden hinunter und gruben dann im natürlichen Felsgestein einen schmalen Tunnel nach Süden unter den Fallstein durch. Form und Anordnung der unterirdischen Räume in K 1 lassen noch deutliche Ähnlichkeiten zu den Gräbern der 2. Dynastie in Saqqara erkennen.

Südlich des letzten Fallsteins führt ein Korridor nach Süden in den Bestattungsraum, der kein eigenständiger Raum, sondern lediglich eine ca. 5 x 5 x 3m messenden Erweiterung des Korridors nach Osten ist. Die Bedeutung dieses Raumes wird durch zwei architektonische Besonderheiten hervorgehoben; die qualitätsvolle, jedoch unbeschriftete Kalksteinverkleidung der Kammerwände und die gewölbte Raumdeck.

Bei der Ausgrabung bot sich in allen Räumen ein heilloses Durcheinander der geplünderten Bestattung dar. Im Hauptkorridor lagen verschiedene Gefäße aus Stein und Ton, die aus den benachbarten Räumen herausgezerrt und verworfen waren. Immerhin konnten der Ausgräber noch feststellen, dass die Raumgruppe im Westen des Korridors einst Säcke mit Getreide enthielt, während in der gegenüberliegenden Raumgruppe unzählige zerschlagene Gefäße aus Alabaster und Hartstein deponiert waren. Auch in der Sargkammer bot sich ein Bild der Sie sind laut Plan der Ausgräber auf höherem Niveau angelegt und bilden die „ privaten “ Gemächer des Verstorbenen.   

Beit el-Khallaf:

Siegelabrollung des Netjerichet aus K5 (?) in Beit el – Khallaf

 

Sinai-Inschriften:

Wadi Maghara / Sinai – Inschrift Nr. 2
 
König Djoser beim Abwehren der Feinde
„ Holen von Türkis “

 

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